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Münchner Schaustelle





Es ist gerade einmal zehn Jahre her, seit der Neubau der Pinakothek der Moderne von Stephan Braunfels in München eröffnet wurde. Nun bietet die eher peinliche Notwendigkeit einer Sanierung – in der zentralen Rotunde sind durch ein Schwinden des Betons und ein gleichzeitiges Quellen der Ziegel vermehrt Risse aufgetreten – dem Berliner Architekten Jürgen Mayer H. überraschend die Gelegenheit, ein temporäres Ausweichquartier vor das Museum zu stellen. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten, die im Februar 2013 beginnen und bis September dauern sollen, werden auf 750.000 Euro veranschlagt. Die gleiche Summe fällt für den temporären Bau an, wobei sich die Gesamtkosten zu je einem Drittel der Freistaat Bayern, die Stiftung der Pinakothek der Moderne und die Audi AG als Sponsor teilen.

„Schaustelle“ nennt Jürgen Mayer H. sein offenes Raumgerüst, das den vier Sammlungen der Pinakothek – Moderne Kunst, Grafik, Architektur und Design – eine temporäre Bleibe für Ausstellungen, Vorträge, Performance, Film, Video und mehr bieten soll. Der Entwurf ist nicht ganz neu. Unter dem Namen „Aus.Gestell“ war er 2010 als Entwurf für eine temporäre Kunsthalle in Berlin unrealisiert geblieben. Auf Anregung von Andres Lepik, dem designierten Direktor des Architekturmuseums der Pinakothek, soll er auf spielerische Weise nun in München für Aufmerksamkeit sorgen.

Entstehen soll die 18 Meter hohe, 40 Meter lange und 15 Meter breite Konstruktion an der Ecke Türken-/Gabelsbergerstraße aus wiederverwertbaren Container- und Gerüstelementen. Im Innern wird sich ein „White Cube“mit einer Fläche von 300 bis 400 Quadratmetern befinden. Im Außenbereich ist das mittels farbiger Flächen belebte Raumgitter, von dessen Aussichtsplattform man eine neue Sicht auf das Kunstareal haben wird, auch als Projektionsfläche nutzbar, womit sich zusätzliche Präsentationsmöglichkeiten bieten.

Das ist schon deshalb wichtig, weil die klimatischen Bedingungen im neuen Ausstellungspavillon nicht den konservatorischen Ansprüchen des Hauses entsprechen werden. Da hilft nur eines: Mut zum Experiment. Schließlich will man mit der „Schaustelle“ auch politisch ein Signal setzen, wartet man in München doch schon länger darauf, dass auf demselben Areal endlich der zweite Bauabschnitt der Pinakothek der Moderne realisiert wird. tw

www.jmayerh.de
www.pinakothek.de





27. Juli 2012
Schaustelle - Eine temporäre Plattform der Pinakothek der Moderne, Visualisierung © J. Mayer H. Architects, Foto © TUM, LS Städtebau und Regionalplanung
Architektur › 2012 › Juli
Münchner Schaustelle
27. Juli 2012
Jürgen Mayer H. errichtet in München ein temporäres Gebäude für die Pinakothek der Moderne.
Es ist gerade einmal zehn Jahre her, seit der Neubau der Pinakothek der Moderne von Stephan Braunfels in München eröffnet wurde. Nun bietet die eher peinliche Notwendigkeit einer Sanierung – in der zentralen Rotunde sind durch ein Schwinden des Betons und ein gleichzeitiges Quellen der Ziegel vermehrt Risse aufgetreten – dem Berliner Architekten Jürgen Mayer H. überraschend die Gelegenheit, ein temporäres Ausweichquartier vor das Museum zu stellen. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten, die im Februar 2013 beginnen und bis September dauern sollen, werden auf 750.000 Euro veranschlagt. Die gleiche Summe fällt für den temporären Bau an, wobei sich die Gesamtkosten zu je einem Drittel der Freistaat Bayern, die Stiftung der Pinakothek der Moderne und die Audi AG als Sponsor teilen.

„Schaustelle“ nennt Jürgen Mayer H. sein offenes Raumgerüst, das den vier Sammlungen der Pinakothek – Moderne Kunst, Grafik, Architektur und Design – eine temporäre Bleibe für Ausstellungen, Vorträge, Performance, Film, Video und mehr bieten soll. Der Entwurf ist nicht ganz neu. Unter dem Namen „Aus.Gestell“ war er 2010 als Entwurf für eine temporäre Kunsthalle in Berlin unrealisiert geblieben. Auf Anregung von Andres Lepik, dem designierten Direktor des Architekturmuseums der Pinakothek, soll er auf spielerische Weise nun in München für Aufmerksamkeit sorgen.

Entstehen soll die 18 Meter hohe, 40 Meter lange und 15 Meter breite Konstruktion an der Ecke Türken-/Gabelsbergerstraße aus wiederverwertbaren Container- und Gerüstelementen. Im Innern wird sich ein „White Cube“mit einer Fläche von 300 bis 400 Quadratmetern befinden. Im Außenbereich ist das mittels farbiger Flächen belebte Raumgitter, von dessen Aussichtsplattform man eine neue Sicht auf das Kunstareal haben wird, auch als Projektionsfläche nutzbar, womit sich zusätzliche Präsentationsmöglichkeiten bieten.

Das ist schon deshalb wichtig, weil die klimatischen Bedingungen im neuen Ausstellungspavillon nicht den konservatorischen Ansprüchen des Hauses entsprechen werden. Da hilft nur eines: Mut zum Experiment. Schließlich will man mit der „Schaustelle“ auch politisch ein Signal setzen, wartet man in München doch schon länger darauf, dass auf demselben Areal endlich der zweite Bauabschnitt der Pinakothek der Moderne realisiert wird. tw

www.jmayerh.de
www.pinakothek.de