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Susanne Brandherm und Hannah Stüber von Brandherm + Krumrey Interior Architecture.
Foto © Adam Drobiec, Stylepark
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ReAct

Wasser durchschreiten
Im Gespräch:
Susanne Brandherm und Hannah Stüber

18. März 2015
Sara Bertsche: Ihre Zeichnungen zeigen unterschiedliche hohe und breite Zylinder, die an einer Decke befestigt sind. Was passiert, wenn ich unter diesen entlang gehe?

Susanne Brandherm: Nun, zunächst werden sie nass (lacht). Aus den Zylindern rieselt, regnet, strömt, tropft und rauscht es auf den Besucher herab. Das Wasser trifft also ganz unterschiedlich auf den Körper und löst dadurch verschiedene Empfindungen aus. Genau dieses Fühlen und Empfinden von und durch Wasser möchten wir mit unserem Entwurf „ReAct“ erzeugen.

Hannah Stüber: Die Höhe und Breite des Zylinders bestimmt, wie das Wasser auf den Besucher trifft. Aber auch die Temperatur des Wassers wird unterschiedlich sein. Kupfer beispielsweise assoziiert man mit warmem, Chrom eher mit kühlem Wasser. So sollen unterschiedliche Metallarten den Besucher subtil vermitteln, welcher Zustand das Wasser hat, das aus den Zylindern treten wird.

Aber wie steuert ein Besucher das Wasser?
Hebel oder Armaturen waren auf den Visualisierungen nicht zu erkennen …

Hanna Stüber: Die Steuerung soll über Bewegungssensoren erfolgen. Das ist ja das Besondere an der Idee: Ich kann mich durch die Installation bewegen und unterschiedliche Wasserszenen erleben, ohne dass ich dafür etwas tun muss – wie einen Hebel bewegen.

Eines der drei ausgezeichneten Projekte soll auch realisiert werden. Ich stelle mir gerade „ReAct“ als Inszenierung auf einer Messe vor: Wer wird in einer solchen Umgebung durch die Installation schreiten?

Hannah Stüber: Wer nicht nass werden will, wird die unterschiedlichen Zustände von Wasser visuell erleben können. Auch das ist ein faszinierendes Spiel.

Susanne Brandherm: „ReAct“ könnte ein besonderes Erlebnis in einem öffentlichen wie auch privaten Spa-Bereich sein.

Inwiefern hat die Inszenierung von Wasser in bisherigen Projekten ihres Büros eine Rolle gespielt?

Susanne Brandherm: Wir planen mit unserem Büro Wellnessbereiche und auch Hotelbäder. Gerade dort hat die Inszenierung und das Erleben von Wasser eine wichtige Rolle in der Gestaltung eingenommen. Das Duscherlebnis – um nur ein Beispiel zu nennen – ist für einen Hotelgast heute essentiell. Er wünscht sich Regenschauer-Duschen und eine zusätzliche Handbrause. Und ist das Duscherlebnis gelungen, ist dies eine weitere gute Erinnerung an das Hotel. Gleiches stellen wir auch in der Planung von Privatbädern fest, die private Spa-Suite ist oft ein Wunsch unserer Auftraggeber.

www.b-k-i.de
Bei "ReAct" steuert man das Wasser, das aus den Rohren an der Decke kommt, über einen Bewegungssensor. Zeichnungen © Brandherm + Krumrey Interior Architecture
News & Stories › 2015 › März
ReAct

Wasser durchschreiten
18. März 2015
Das Büro Brandherm + Krumrey Interior Architecture gehört zu den drei Finalisten des „Axor Inspiration Project“-Wettbewerbs. Sara Bertsche hat mit Susanne Brandherm und Hannah Stüber über ihren Entwurf gesprochen.
Sara Bertsche: Ihre Zeichnungen zeigen unterschiedliche hohe und breite Zylinder, die an einer Decke befestigt sind. Was passiert, wenn ich unter diesen entlang gehe?

Susanne Brandherm: Nun, zunächst werden sie nass (lacht). Aus den Zylindern rieselt, regnet, strömt, tropft und rauscht es auf den Besucher herab. Das Wasser trifft also ganz unterschiedlich auf den Körper und löst dadurch verschiedene Empfindungen aus. Genau dieses Fühlen und Empfinden von und durch Wasser möchten wir mit unserem Entwurf „ReAct“ erzeugen.

Hannah Stüber: Die Höhe und Breite des Zylinders bestimmt, wie das Wasser auf den Besucher trifft. Aber auch die Temperatur des Wassers wird unterschiedlich sein. Kupfer beispielsweise assoziiert man mit warmem, Chrom eher mit kühlem Wasser. So sollen unterschiedliche Metallarten den Besucher subtil vermitteln, welcher Zustand das Wasser hat, das aus den Zylindern treten wird.

Aber wie steuert ein Besucher das Wasser?
Hebel oder Armaturen waren auf den Visualisierungen nicht zu erkennen …

Hanna Stüber: Die Steuerung soll über Bewegungssensoren erfolgen. Das ist ja das Besondere an der Idee: Ich kann mich durch die Installation bewegen und unterschiedliche Wasserszenen erleben, ohne dass ich dafür etwas tun muss – wie einen Hebel bewegen.

Eines der drei ausgezeichneten Projekte soll auch realisiert werden. Ich stelle mir gerade „ReAct“ als Inszenierung auf einer Messe vor: Wer wird in einer solchen Umgebung durch die Installation schreiten?

Hannah Stüber: Wer nicht nass werden will, wird die unterschiedlichen Zustände von Wasser visuell erleben können. Auch das ist ein faszinierendes Spiel.

Susanne Brandherm: „ReAct“ könnte ein besonderes Erlebnis in einem öffentlichen wie auch privaten Spa-Bereich sein.

Inwiefern hat die Inszenierung von Wasser in bisherigen Projekten ihres Büros eine Rolle gespielt?

Susanne Brandherm: Wir planen mit unserem Büro Wellnessbereiche und auch Hotelbäder. Gerade dort hat die Inszenierung und das Erleben von Wasser eine wichtige Rolle in der Gestaltung eingenommen. Das Duscherlebnis – um nur ein Beispiel zu nennen – ist für einen Hotelgast heute essentiell. Er wünscht sich Regenschauer-Duschen und eine zusätzliche Handbrause. Und ist das Duscherlebnis gelungen, ist dies eine weitere gute Erinnerung an das Hotel. Gleiches stellen wir auch in der Planung von Privatbädern fest, die private Spa-Suite ist oft ein Wunsch unserer Auftraggeber.

www.b-k-i.de