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Spieglein, Spieglein auf dem Land
Milenka Thomas
10. August 2012
Fünf spiegelnde Ellipsen zieren seit kurzem die Außenanlagen des Textilfabrikanten Kvadrat im Dänischen Ebeltoft. Was auf den ersten Blick einem wohlgeformten Weiher gleicht, erweist sich bei näherer Betrachtung als optische Täuschung. Die spiegelnde Landschaftsinstallation mit dem Namen „Your glacial expectations“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des dänischen Künstlers Olafur Eliasson und dem aus Liechtenstein stammenden Landschaftsarchitekten Günther Vogt.

Inspiriert von Gletscherseen, deren glitzernde Oberflächen einen natürlichen Spiegel bilden, reflektiert diese permanente Installation die umliegende Landschaft. Das weitläufige Grundstück, in das die spiegelnden Objekte platziert wurden, wirkt aus der Nähe betrachtet wie ein scheinbar wildes, sich selbst überlassenes Stück Natur. Tatsächlich jedoch ist die Anordnung und Auswahl der Pflanzen genau bedacht, um besondere Spiegeleffekte zu erzeugen. Zusätzlich ermöglicht die Reflexion eine indirekte und damit ungewohnte Perspektive auf das backsteinerne Firmengebäude von Kvadrat.

„Your glacial expectations“ fügt sich optisch und thematisch in eine Reihe anderer Werke Eliassons ein, der seit einigen Jahren als Professor das Institut für Raumexperimente an der Universität der Künste in Berlin leitet. Ähnlich wie bei vergangenen Installationen setzt der Künstler auch diesmal auf den Überraschungsmoment, den die Auflösung visueller Experimente mit sich bringt. Mehrfach hat er hierfür Naturphänomene, wie in diesem Fall die spiegelnde Wasseroberfläche, durch künstlich erschaffene Replikate nachgebildet. Für sein „Weather project“ im Jahr 1994 kreierte er mithilfe von 200 Natriumlampen etwa eine gigantische Sonne. Das Thema Spiegelung und Reflexion ist ebenfalls nicht neu und findet sich in früheren Werken wieder, wie beim Projekt „Your new bike“ von 2010, bei dem kreisrunde Spiegel die Reifen von Fahrrädern ersetzen. Mit Günther Vogt arbeitet der Künstler bereits seit 2001 zusammen, als sie gemeinsam eine vielfältige Erlebnislandschaft für die Ausstellung „The mediated motion“ im Kunsthaus Bregenz schufen.
Fünf spiegelnde Objekte bilden die Landschaftsinstallation „Your glacial expectations“ im Außenbereich des Kvadrat Hauptsitzes, Foto © Kvadrat
News & Stories › 2012 › August
Spieglein, Spieglein auf dem Land
von Milenka Thomas | 10. August 2012
„Your glacial expectations“ lautet der Titel einer spiegelnden Installation, die der Künstler Olafur Eliasson gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Günther Vogt für den Außenbereich des Kvadrat Geschäftssitzes im dänischen Ebeltoft verwirklicht hat.
Fünf spiegelnde Ellipsen zieren seit kurzem die Außenanlagen des Textilfabrikanten Kvadrat im Dänischen Ebeltoft. Was auf den ersten Blick einem wohlgeformten Weiher gleicht, erweist sich bei näherer Betrachtung als optische Täuschung. Die spiegelnde Landschaftsinstallation mit dem Namen „Your glacial expectations“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des dänischen Künstlers Olafur Eliasson und dem aus Liechtenstein stammenden Landschaftsarchitekten Günther Vogt.

Inspiriert von Gletscherseen, deren glitzernde Oberflächen einen natürlichen Spiegel bilden, reflektiert diese permanente Installation die umliegende Landschaft. Das weitläufige Grundstück, in das die spiegelnden Objekte platziert wurden, wirkt aus der Nähe betrachtet wie ein scheinbar wildes, sich selbst überlassenes Stück Natur. Tatsächlich jedoch ist die Anordnung und Auswahl der Pflanzen genau bedacht, um besondere Spiegeleffekte zu erzeugen. Zusätzlich ermöglicht die Reflexion eine indirekte und damit ungewohnte Perspektive auf das backsteinerne Firmengebäude von Kvadrat.

„Your glacial expectations“ fügt sich optisch und thematisch in eine Reihe anderer Werke Eliassons ein, der seit einigen Jahren als Professor das Institut für Raumexperimente an der Universität der Künste in Berlin leitet. Ähnlich wie bei vergangenen Installationen setzt der Künstler auch diesmal auf den Überraschungsmoment, den die Auflösung visueller Experimente mit sich bringt. Mehrfach hat er hierfür Naturphänomene, wie in diesem Fall die spiegelnde Wasseroberfläche, durch künstlich erschaffene Replikate nachgebildet. Für sein „Weather project“ im Jahr 1994 kreierte er mithilfe von 200 Natriumlampen etwa eine gigantische Sonne. Das Thema Spiegelung und Reflexion ist ebenfalls nicht neu und findet sich in früheren Werken wieder, wie beim Projekt „Your new bike“ von 2010, bei dem kreisrunde Spiegel die Reifen von Fahrrädern ersetzen. Mit Günther Vogt arbeitet der Künstler bereits seit 2001 zusammen, als sie gemeinsam eine vielfältige Erlebnislandschaft für die Ausstellung „The mediated motion“ im Kunsthaus Bregenz schufen.