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Viel Natur auf kleinem Raum
von Milenka Thomas | 15. August 2012
Wie ein Reptil schlängelt sich ein schuppenartiges Gebilde durch eine raue Landschaft an der schwedischen Westküste. Fernab urbaner Strukturen hat der Schwedische Architekt Torsten Ottesjö hier auf einem weitläufigen Grundstück „Hus-1“ errichtet. Mit dem Bau wollte er den scheinbaren Konflikt zwischen Architektur und Natur aufbrechen. Das Objekt sollte nicht wie ein Fremdkörper in seine Umgebung platziert werden, sondern sich durch die organische Silhouette harmonisch in die umgebende Natur einfügen. Von außen ist das konvex geformte Gebäude in Dachschindeln aus Fichtenholz gekleidet, eine Spezialanfertigung des Architekten für dieses Projekt. Teile des Hauses stehen auf zierlichen Stelzen die den Eindruck erwecken, als wäre es aus der Erde emporgewachsen.

Mit nur 25 Quadratmetern ist die Wohnfläche des „Hus-1“ kompakt und bedurfte daher eines durchdachten Raumkonzepts. In enger Abstimmung mit den beiden Bewohnern des Hauses, die „Hus-1“ ganzjährig als Wohnsitz verwenden, wurden die Wände und der Boden mit hellen Holzpanelen verkleidet. Die meisten Möbel sind Spezialanfertigungen von Ottesjö, die sich so passgenau in den Raum einfügen und die Wohnfläche in bestimmte funktionelle Bereiche, wie ein Schlaf- und Essbereich, eine Diele und eine Küche unterteilen. Durch die Verwendung natürlicher Materialien einerseits, aber auch dank der Fensterfronten an den schmalen Enden des Hauses, wirkt dieses trotz des begrenzten Raumes geräumig und hell. Gleichzeitig sorgen die spitzgiebeligen, nach innen geneigten Wände für Geborgenheit.

Ottesjö hat das Projekt streng nach ökologischen Aspekten geplant. Durch die limitierte Größe besteht ein geringerer Materialaufwand. Gleichzeitig wird der Energieverbrauch für die Bewohner reduziert. Darüber hinaus wurden beim Bau hauptsächlich solche Materialien verwendet, die biologisch abbaubar sind. Das Dach und sämtliche Wände wurden mit einer zellulose-basierten Beschichtung behandelt, die das Holz resistent gegen Wind und Feuchtigkeit macht, gleichzeitig aber auch recycelbar ist. Schlussendlich wurde „Hus-1“ so konzipiert, dass es jederzeit mühelos im Ganzen wegtransportiert werden kann und die Natur sich so wieder selbst überlassen wird.

www.ottesjo.se
„Hus-1“ wurde vom schwedischen Architekten Torsten Ottesjö geplant und erbaut, Foto © David Relan
Das Gebäude weist eine gewölbte Silhouette auf, Foto © David Relan
Ottesjö wollte ein Haus erschaffen, das durch seine Form und den Einsatz natürlicher Materialien mit der umgebenden Natur verschmilzt, Foto © David Relan
Der Innenraum ist Dank großzügiger Fensterfronten lichtdurchflutet, Foto © David Relan
Die Gestaltung von „Hus-1“ fand in enger Abstimmung mit den Hausbewohnern statt, Foto © David Relan
„Hus-1“ wird ganzjährig von seinen zwei Besitzern bewohnt, Foto © David Relan
Atmosphärisches Video über das „Hus-1“ von Torsten Ottesjö
Die Dachschindeln aus Fichtenholz verleihen dem Objekt ein schuppenartiges Äußeres, Foto © David Relan
„Hus-1“ wurde in einer rauen Landschaft an der schwedischen Westküste erbaut, Foto © David Relan
Ein Teil von „Hus-1“ wurde auf Stelzen erbaut, durch die das Haus zu schweben scheint, Foto © David Relan
Die Inneneinrichtung besteht zu großen Teilen aus Sonderanfertigungen von Ottesjö, der nicht nur als Architekt, sondern auch als Schreiner arbeitet, Foto © David Relan
Die helle Inneneinrichtung sorgt für optische Weiträumigkeit, Foto © David Relan
Architektur › 2012 › August
Viel Natur auf kleinem Raum
von Milenka Thomas | 15. August 2012
In der Abgeschiedenheit der schwedischen Westküste hat Torsten Ottesjö „Hus-1“ erbaut, ein Gebäude mit gebogener Kontur und schuppenartiger Fassade. Die Silhouette fügt sich wie selbstverständlich in die umgebende Landschaft ein.
Wie ein Reptil schlängelt sich ein schuppenartiges Gebilde durch eine raue Landschaft an der schwedischen Westküste. Fernab urbaner Strukturen hat der Schwedische Architekt Torsten Ottesjö hier auf einem weitläufigen Grundstück „Hus-1“ errichtet. Mit dem Bau wollte er den scheinbaren Konflikt zwischen Architektur und Natur aufbrechen. Das Objekt sollte nicht wie ein Fremdkörper in seine Umgebung platziert werden, sondern sich durch die organische Silhouette harmonisch in die umgebende Natur einfügen. Von außen ist das konvex geformte Gebäude in Dachschindeln aus Fichtenholz gekleidet, eine Spezialanfertigung des Architekten für dieses Projekt. Teile des Hauses stehen auf zierlichen Stelzen die den Eindruck erwecken, als wäre es aus der Erde emporgewachsen.

Mit nur 25 Quadratmetern ist die Wohnfläche des „Hus-1“ kompakt und bedurfte daher eines durchdachten Raumkonzepts. In enger Abstimmung mit den beiden Bewohnern des Hauses, die „Hus-1“ ganzjährig als Wohnsitz verwenden, wurden die Wände und der Boden mit hellen Holzpanelen verkleidet. Die meisten Möbel sind Spezialanfertigungen von Ottesjö, die sich so passgenau in den Raum einfügen und die Wohnfläche in bestimmte funktionelle Bereiche, wie ein Schlaf- und Essbereich, eine Diele und eine Küche unterteilen. Durch die Verwendung natürlicher Materialien einerseits, aber auch dank der Fensterfronten an den schmalen Enden des Hauses, wirkt dieses trotz des begrenzten Raumes geräumig und hell. Gleichzeitig sorgen die spitzgiebeligen, nach innen geneigten Wände für Geborgenheit.

Ottesjö hat das Projekt streng nach ökologischen Aspekten geplant. Durch die limitierte Größe besteht ein geringerer Materialaufwand. Gleichzeitig wird der Energieverbrauch für die Bewohner reduziert. Darüber hinaus wurden beim Bau hauptsächlich solche Materialien verwendet, die biologisch abbaubar sind. Das Dach und sämtliche Wände wurden mit einer zellulose-basierten Beschichtung behandelt, die das Holz resistent gegen Wind und Feuchtigkeit macht, gleichzeitig aber auch recycelbar ist. Schlussendlich wurde „Hus-1“ so konzipiert, dass es jederzeit mühelos im Ganzen wegtransportiert werden kann und die Natur sich so wieder selbst überlassen wird.

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