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Zip-Shape von designtoproduction
2. Juni 2008

Gleich vier Awards hat die neuartige Konstruktion der schweizerischen Firma designtoproduction bereits bekommen - den Design Plus Award, den Holz21 Förderpreis, den IF Material Award 2008 und den M Technology Award 2008. Mit Recht: Bietet diese neue Art der verformbaren Holzfläche doch immense Vorteile gegenüber der traditionellen Formholztechnik.

Mit Hilfe des "Zip-Shape" Prinzips ist es möglich, ohne zeitaufwändigen Formenbau einseitig gekrümmte Flächen herzustellen - und das mit fast beliebig vielen unterschiedlichen Plattenmaterialien. Durch die gegenüberliegende, je nach Form angepasste Verzinkung zweier Platten wird der Krümmungsgrad definiert, sodass ein Zusammenpassen im exakten Winkel ermöglicht wird.

Am Anfang jeder Produktion steht die Digitalisierung der Daten. In einer speziellen Software wird erst eine manuelle Kurvendefinition vorgenommen, wobei Materialstärke, Zinkenbreite, Zinkenhöhe und Zinkenneigung variiert werden können. Diese Bauteile werden dann "abgewickelt", das heißt an flächige Materialien angepasst und direkt in einen Maschinencode für die Fünf-Achs-Fräse übersetzt. Die Fräse bringt nun in zwei Schritten mit dem Sägeblatt die Einkerbungen auf eine definierte Fläche auf. Unebenheiten im Zwischenraum werden durch ein weiteres Fräswerkzeug beseitigt. Nachdem dann der PU-Leim in einem automatisierten Verfahren aufgetragen wurde, werden die zwei Platten manuell zusammengefügt, fixiert und zum Aushärten des Leims in einen Vakuumsack gelegt.

Prinzipiell ist diese Technik mit allen Plattenmaterialien umsetzbar, bisher wurden allerdings nur Vollholz, bzw. Holzwerkstoffe wie MDF und Sperrholz getestet. Bei der Verwendung von Vollholz ermöglichen es die unzerstörten Fasern des Materials, mit einer Materialstärke von bis zu 2mm zwischen den Zinken zu arbeiten. Dadurch können sehr filigrane Profilansichten entstehen.

Zum ersten Mal wurde die Technik in der Liege "ZipChaise", gestaltet von dem Architektur- und Design Büro schindlersalmerón, angewandt. Um noch engere Radien zu erzeugen - und so noch weitere Anwendungsbereiche zu erschließen - wird derweil über eine Weiterentwicklung der Technik nachgedacht, bei der die Plattenwerkstoffe warm, das heißt mit Dampfeinwirkung, gebogen werden können.
Mit "Zip-Shape" gelingt designtoproduction eine schnelle und kostensparende Alternative zum klassischen Formholz, die vor allem für Einzelstücke, Prototypen und kleinere Serienfertigungen in Möbelbau und Innenarchitektur interessant ist.

www.designtoproduction.de
www.schindlersalmeron.com

News & Stories › 2008 › Juni
Zip-Shape von designtoproduction
2. Juni 2008
Materialworks Zoom: Verformt im Reißverschlussprinzip
Gleich vier Awards hat die neuartige Konstruktion der schweizerischen Firma designtoproduction bereits bekommen - den Design Plus Award, den Holz21 Förderpreis, den IF Material Award 2008 und den M Technology Award 2008. Mit Recht: Bietet diese neue Art der verformbaren Holzfläche doch immense Vorteile gegenüber der traditionellen Formholztechnik.

Mit Hilfe des "Zip-Shape" Prinzips ist es möglich, ohne zeitaufwändigen Formenbau einseitig gekrümmte Flächen herzustellen - und das mit fast beliebig vielen unterschiedlichen Plattenmaterialien. Durch die gegenüberliegende, je nach Form angepasste Verzinkung zweier Platten wird der Krümmungsgrad definiert, sodass ein Zusammenpassen im exakten Winkel ermöglicht wird.

Am Anfang jeder Produktion steht die Digitalisierung der Daten. In einer speziellen Software wird erst eine manuelle Kurvendefinition vorgenommen, wobei Materialstärke, Zinkenbreite, Zinkenhöhe und Zinkenneigung variiert werden können. Diese Bauteile werden dann "abgewickelt", das heißt an flächige Materialien angepasst und direkt in einen Maschinencode für die Fünf-Achs-Fräse übersetzt. Die Fräse bringt nun in zwei Schritten mit dem Sägeblatt die Einkerbungen auf eine definierte Fläche auf. Unebenheiten im Zwischenraum werden durch ein weiteres Fräswerkzeug beseitigt. Nachdem dann der PU-Leim in einem automatisierten Verfahren aufgetragen wurde, werden die zwei Platten manuell zusammengefügt, fixiert und zum Aushärten des Leims in einen Vakuumsack gelegt.

Prinzipiell ist diese Technik mit allen Plattenmaterialien umsetzbar, bisher wurden allerdings nur Vollholz, bzw. Holzwerkstoffe wie MDF und Sperrholz getestet. Bei der Verwendung von Vollholz ermöglichen es die unzerstörten Fasern des Materials, mit einer Materialstärke von bis zu 2mm zwischen den Zinken zu arbeiten. Dadurch können sehr filigrane Profilansichten entstehen.

Zum ersten Mal wurde die Technik in der Liege "ZipChaise", gestaltet von dem Architektur- und Design Büro schindlersalmerón, angewandt. Um noch engere Radien zu erzeugen - und so noch weitere Anwendungsbereiche zu erschließen - wird derweil über eine Weiterentwicklung der Technik nachgedacht, bei der die Plattenwerkstoffe warm, das heißt mit Dampfeinwirkung, gebogen werden können.
Mit "Zip-Shape" gelingt designtoproduction eine schnelle und kostensparende Alternative zum klassischen Formholz, die vor allem für Einzelstücke, Prototypen und kleinere Serienfertigungen in Möbelbau und Innenarchitektur interessant ist.

www.designtoproduction.de
www.schindlersalmeron.com