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Zwischen den Welten
von Franziska Holzmann | 21. Januar 2009
Esfahan - Große Verneigung, Erleuchtung, aber auch Verwunderung überkommen einen bei den Kulturschätzen dieser Stadt. Was für Gegensätze in Raum, Zeit und Erleben. Aus dem hitzig engen, verwinkelten Basar eröffnet sich plötzlich der Imam Platz, erbaut Ende des 16. Jahrhunderts und mit den gigantischen Ausmaßen von 512 mal 159 Meter der drittgrößte Platz weltweit. An seinen Arkaden liegen die schönsten Moscheen und Paläste, stolz und demütig zugleich. Sie verblüffen mit ihren feinen, genialen Details, die auch den abgeklärtesten Designer sprachlos machen. Unweigerlich kommen Fragen auf: Islamische Ornamentik erscheint uns Europäern in Hinblick auf unsere eigene Kunst- und Kulturgeschichte, hochmodern und minimalistisch. Wie sehen es die Gestalter und Architekten im heutigen Iran, in der islamischen Welt generell? Welches Verständnis hat man von diesen über Jahrhunderte hochentwickelten Gestaltungsformen? Wo überhaupt findet sich hier zeitgenössisches Design? Wir suchen. Das grellbunte Kinderspielzeug, die Polyestermode aus Fernost und das Lokal im traditionellen Stil können es nicht sein. Eine Grundsatz-Melancholie macht sich breit und die aufkeimenden Gedanken werden wieder globaler: Wo sind in der heutigen Gestaltung, die Sensibilität und Vollkommenheit vergangener Zeiten geblieben?! Die Antworten stehen noch aus. Abwarten und Tee trinken. Das lässt es sich in Esfahan mit seiner inspirierenden und menschlichen Atmosphäre zweifelsfrei sehr gut.
Iran Esfahan Imam-Square; All photos © Franziska Holzmann
Iran Esfahan Jameh-Mosque
Iran Esfahan Jameh-Mosque
Iran Esfahan Jameh-Mosque
Iran Esfahan Meidan-e-Emam-Mosque
Imam-Square Portal zum Basar
Meidan-e-Emam-Mosque
Esfahan
Esfahan
Esfahan
Esfahan
Esfahan
Esfahan
Abbasi Hotel
Abbasi Hotel
Abbasi Hotel
Meidan-e-Emam-Mosque
Esfahan
Intarsienarbeiten von Mohammad-Heirami
Stoffdruckerei
Si-O-Se-Brücke
Iran Esfahan Jameh-Mosque
Iran Esfahan Jameh-Mosque
Iran Esfahan Jameh-Mosque
Imam Square with Sheikh-Lotfollah-Mosque
Imam-Square
Imam-Square Portal zum Basar
Esfahan
Sheikh Lotfollah Mosque
Esfahan Basar
Esfahan
Esfahan
Abbasi Hotel
Ali-Qapu-Palace musicroom
Abbasi Hotel
Abbasi Hotel
Basar
Esfahan
Stempelmacher
Abbasi Hotel
News & Stories › 2009 › Januar
Zwischen den Welten
von Franziska Holzmann | 21. Januar 2009
„Und, warst Du schon in Esfahan und Shiraz?" Nach Wohlbefinden und Herkunft ist das die häufigste Frage an einen Besucher in Teheran. Da Shiraz eine Stadt romantischer Gärten und somit des Frühlings ist, geht die winterliche Reise nach Esfahan: die alte Hauptstadt des Safawidenreiches, Perle islamischer Architektur, Wunder Persiens. Schon allein der Klang stimmt poetisch: „Oh Es-fa-haaan, oh Es-fa-haaan"
Esfahan - Große Verneigung, Erleuchtung, aber auch Verwunderung überkommen einen bei den Kulturschätzen dieser Stadt. Was für Gegensätze in Raum, Zeit und Erleben. Aus dem hitzig engen, verwinkelten Basar eröffnet sich plötzlich der Imam Platz, erbaut Ende des 16. Jahrhunderts und mit den gigantischen Ausmaßen von 512 mal 159 Meter der drittgrößte Platz weltweit. An seinen Arkaden liegen die schönsten Moscheen und Paläste, stolz und demütig zugleich. Sie verblüffen mit ihren feinen, genialen Details, die auch den abgeklärtesten Designer sprachlos machen. Unweigerlich kommen Fragen auf: Islamische Ornamentik erscheint uns Europäern in Hinblick auf unsere eigene Kunst- und Kulturgeschichte, hochmodern und minimalistisch. Wie sehen es die Gestalter und Architekten im heutigen Iran, in der islamischen Welt generell? Welches Verständnis hat man von diesen über Jahrhunderte hochentwickelten Gestaltungsformen? Wo überhaupt findet sich hier zeitgenössisches Design? Wir suchen. Das grellbunte Kinderspielzeug, die Polyestermode aus Fernost und das Lokal im traditionellen Stil können es nicht sein. Eine Grundsatz-Melancholie macht sich breit und die aufkeimenden Gedanken werden wieder globaler: Wo sind in der heutigen Gestaltung, die Sensibilität und Vollkommenheit vergangener Zeiten geblieben?! Die Antworten stehen noch aus. Abwarten und Tee trinken. Das lässt es sich in Esfahan mit seiner inspirierenden und menschlichen Atmosphäre zweifelsfrei sehr gut.