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Shelter auf Skuta
29. September 2015
Möchte man das „Alpine Shelter“ in den Steiner Alpen besichtigen, sollte man in jedem Fall schwindelfrei sein: Die neu gebaute Berghütte befindet sich auf 2.118 Metern Höhe an einer Klippe des slowenischen Berges Skuta, wo sie mit drei asymmetrisch aufgefächerten Spitzdächern wie ein surreales Objekt inmitten der rauen Felslandschaft wirkt. Das futuristische Biwak wurde im Rahmen eines Architektur-Projektes an der Harvard University in Boston im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts entwickelt. Die Aufgabe war, die alte Hütte aus Blech zu ersetzen, die in den 1950er Jahren errichtet worden und schon reichlich in die Jahre gekommen war. Schließlich konnten sich die Studenten Frederick Kim, Kathie McDonald und Erin Pellegrino mit ihrem Entwurf gegen elf andere Teams durchsetzen und ihn dieses Jahr mithilfe des österreichischen Betonprodukt-Spezialisten Rieder und den slowenischen Architekten Rok Oman und Spela Videcnik vom Büro Ofis aus Ljubljana realisieren.

Die Architekten und Studenten standen vor allem vor der Herausforderung, das Biwak so zu konstruieren, dass es extremen Wetterbedingungen wie starkem Wind, eisiger Schnee oder heftigem Erdrutschen trotzen kann. Da der Ort schwer zugänglich ist, galt es zudem, den Wartungsaufwand des Gebäudes möglichst gering zu halten – was insbesondere die Fassade betrifft. So bekam der Bergsolitär eine silbrig schimmernde Außenhaut aus Glasfaserbetonplatten aus dem Hause Rieder, die äußerst stabil, sicher und langlebig sind. Zudem sind die nur 13 Millimeter dünnen Platten mit Brandschutzklasse A1 aus der Linie „öko skin“ verblüffend leicht – ein entscheidender Vorteil, denn das Material wurde mit dem Helikopter auf den Skuta transportiert.
Auch in gestalterischer Hinsicht fügt sich die „öko skin“-Fassade optimal in die schroffe Umgebung ein – mit ihrer lebendigen Oberflächenstruktur, die durch Sandstrahlung mit unterschiedlichem Druck erzielt worden ist. Im Innern des Biwaks herrscht hingegen alpine Gemütlichkeit: Die Hütte gliedert sich in drei Raummodule, die mit Holz verkleidet wurden und überraschend viel Platz zum Wohnen, Essen und Schlafen bieten. Das wohl Beste am „Alpine Shelter“ ist aber der Ausblick ins Tal, den die Bergsteiger durch große Glasfronten an den Giebelseiten des rechteckigen Baukörpers genießen können.

www.rieder.cc
www.ofis-a.si
Surreale Berghütte: Das spitzwinklige Biwak auf dem Berg Skuta ist ein Gemeinschaftsprojekt von Studenten der Harvard University, Ofis Architekten und Rieder. Foto © OFIS
Die Architekten entschieden sich für eine Außenhaut aus Glasfaserbetonplatten von Rieder aus der Linie „öko skin“. Im Gegensatz zu konventionellem Beton ließen sich die Paneele vergleichsweise leicht montieren. Foto © Anže Čokl
Die silbergraue Außenhaut harmoniert auch optisch perfekt mit der schroffen Felslandschaft. Die Betonpaneele erfüllen Brandschutzklasse A1 „nicht brennbar“ und sind eine sichere Alternative zur klassischen Holzbretterverschalung.
Foto © Anže Čokl
Hüttenzauber: Drei Zimmermodule mit Etagenbetten bieten Platz zum Wohnen und Schlafen. Ein weiterer Bereich wurde für die Essenszubereitung und als Stauraum eingerichtet. Foto © Anže Čokl
Schlafstätte, Sitzgelegenheit oder Regal? Mehrere, teils ineinander fließende Ebenen lösen die klassische Raumteilung auf. Foto © Anže Čokl
Der Baukörper wirkt aus jeder Perspektive überraschend anders. Zunächst wurde das Biwak Off-Site konstruiert und in nur einem Tag unter Zuhilfenahme des slowenischen Militärs auf dem Berg aufgebaut. Foto © OFIS
Unendliche Weiten: Die slowenischen Dörfer sind auf 2.118 Metern Höhe nur als kleine Lichterketten in der Ferne zu erahnen. Foto © Anže Čokl
Systeme
Rieder: fibreC 3D Freiform, fibreC Pavilion @ Stylepark
Rieder
fibreC 3D Freiform, fibreC Pavilion
Rieder: fibreC, LLC Uni Wien, Anthrazit @ Stylepark
Rieder
fibreC, LLC Uni Wien, Anthrazit
Rieder: öko skin, Alpine Shelter @ Stylepark
Rieder
öko skin, Alpine Shelter
Rieder: öko skin, Einfamilienhaus St. Georgen, Silbergrau @ Stylepark
Rieder
öko skin, Einfamilienhaus St. Georgen, Silbergrau
Rieder: fibreC 3D, Lontoonkatu, runde Perforierung @ Stylepark
Rieder
fibreC 3D, Lontoonkatu, runde Perforierung
Rieder: fibreC fins, Private Spa, Terra @ Stylepark
Rieder
fibreC fins, Private Spa, Terra
Architektur › 2015 › September
Shelter auf Skuta
29. September 2015
Möchte man das „Alpine Shelter“ in den Steiner Alpen besichtigen, sollte man in jedem Fall schwindelfrei sein: Die neu gebaute Berghütte befindet sich auf 2.118 Metern Höhe an einer Klippe des slowenischen Berges Skuta, wo sie mit drei asymmetrisch aufgefächerten Spitzdächern wie ein surreales Objekt inmitten der rauen Felslandschaft wirkt. Das futuristische Biwak wurde im Rahmen eines Architektur-Projektes an der Harvard University in Boston im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts entwickelt. Die Aufgabe war, die alte Hütte aus Blech zu ersetzen, die in den 1950er Jahren errichtet worden und schon reichlich in die Jahre gekommen war. Schließlich konnten sich die Studenten Frederick Kim, Kathie McDonald und Erin Pellegrino mit ihrem Entwurf gegen elf andere Teams durchsetzen und ihn dieses Jahr mithilfe des österreichischen Betonprodukt-Spezialisten Rieder und den slowenischen Architekten Rok Oman und Spela Videcnik vom Büro Ofis aus Ljubljana realisieren.

Die Architekten und Studenten standen vor allem vor der Herausforderung, das Biwak so zu konstruieren, dass es extremen Wetterbedingungen wie starkem Wind, eisiger Schnee oder heftigem Erdrutschen trotzen kann. Da der Ort schwer zugänglich ist, galt es zudem, den Wartungsaufwand des Gebäudes möglichst gering zu halten – was insbesondere die Fassade betrifft. So bekam der Bergsolitär eine silbrig schimmernde Außenhaut aus Glasfaserbetonplatten aus dem Hause Rieder, die äußerst stabil, sicher und langlebig sind. Zudem sind die nur 13 Millimeter dünnen Platten mit Brandschutzklasse A1 aus der Linie „öko skin“ verblüffend leicht – ein entscheidender Vorteil, denn das Material wurde mit dem Helikopter auf den Skuta transportiert.
Auch in gestalterischer Hinsicht fügt sich die „öko skin“-Fassade optimal in die schroffe Umgebung ein – mit ihrer lebendigen Oberflächenstruktur, die durch Sandstrahlung mit unterschiedlichem Druck erzielt worden ist. Im Innern des Biwaks herrscht hingegen alpine Gemütlichkeit: Die Hütte gliedert sich in drei Raummodule, die mit Holz verkleidet wurden und überraschend viel Platz zum Wohnen, Essen und Schlafen bieten. Das wohl Beste am „Alpine Shelter“ ist aber der Ausblick ins Tal, den die Bergsteiger durch große Glasfronten an den Giebelseiten des rechteckigen Baukörpers genießen können.

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