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Von Kopf bis Fuß aus Ziegelstein
4. November 2014
Das Kunstmuseum in Sorø, einer beschauliche Kleinstadt mit mittelalterlichem Stadtkern auf der dänischen Insel Seeland, verfügt über eine beachtliche Kunstsammlung. Neben dänischer Kunst aus den vergangenen 300 Jahren gehört dem Museum auch eine Sammlung russischer Ikonen und russischer Kunst aus dem 19. Jahrhundert. Neben der ständigen Sammlung zeigt das Museum Arbeiten zeitgenössischer Künstler in temporären Ausstellungen. Die wachsende Sammlung brachte das Museum an seine räumlichen Grenzen – ein Anbau wurde notwendig.

Das dänische Architekturbüro Lundgaard & Tranberg gewann den Wettbewerb für die Erweiterung des Museums mit einem Entwurf, der mit seiner modernen, reduzierten Formensprache gut in das bauliche Umfeld passt und die Ausstellungsfläche des Museums verdreifacht. Die Architekten wählten für die Fassade des Anbaus Ziegelsteine und verweisen damit die lokale Bautradition. Doch die Ziegel werden nicht nur zur Verkleidung der Fassade verwendet, sondern auch für das Dach des Neubaus. Diese einheitliche Materialität des Baus verleiht ihm eine markante, skulpturale Präsenz, ohne dabei mit dem baulichen Kontext zu brechen.

Für die Fassade wählten die Architekten Ziegel, sogenannte Petersen Cover von Petersen Tegl, einer dänischen Firma, die seit 223 Jahren Ziegelsteine herstellt. Die Architekten Lundgaard & Tranberg hatten bereits für das neue Kopenhagener Theater mit Petersen Tegl zusammengearbeitet und bei diesem Projekt Form und Farben der Ziegelsteine mit dem Hersteller abgestimmt. Die beim Kunstmuseum in Sorø verwendeten Ziegel haben ein ungewöhnlich flaches Format. Die Steine sind 528 Millimeter breit, 170 Millimeter tief und nur 37 Millimeter hoch. Die Ziegel sind eine Weiterentwicklung der „Kolumba“-Ziegel, die von Petersen Tegl gemeinsam mit Peter Zumthor ursprünglich für das Museum Kolumba in Köln verwendet wurden. Die in Handarbeit hergestellten Ziegel werden mit Gas gebrannt, was zu subtilen Farbnuancen und einem unebenen Relief der Ziegel führt. Und im Falle des Museums in Sorø zu einem Farbspiel in Rot, Schiefergrau und Ocker, was dem kompakten Bau eine lebhafte Oberfläche verleiht.
Der Neubau ist mit seiner kompakten Form und der Fassade aus Ziegeln von Petersen Tegl eine moderne Interpretation dänischer Bauten. Foto © Anders Sune Berg
Zu einer Seitenstraße erhielt der Museumskomplex einen zweiten Eingang und ein Café. Foto © Anders Sune Berg
Wie Schindeln wurden die Ziegel von Petersen Tegl auf den Wänden angebracht.
Foto © Anders Sune Berg
Ziegelwände und Ziegeldach gehen ineinander über und lassen die Bauten sehr modern und skulptural erscheinen. Foto © Anders Sune Berg
In seinen äußeren Formen folgt der Anbau lokalen Traditionen mit Haupthäusern und Wirtschaftsgebäuden. Foto © Anders Sune Berg
Die unregelmäßige Struktur und der Farbenreichtum der Ziegel von Petersen Tegl entsteht durch Gasbrand. Foto © Anders Sune Berg
Systeme
Petersen Tegl: K49 @ Stylepark
Petersen Tegl
K49
Petersen Tegl: K57 Royal Playhouse @ Stylepark
Petersen Tegl
K57 Royal Playhouse
Petersen Tegl: K57 @ Stylepark
Petersen Tegl
K57
Petersen Tegl: D97 @ Stylepark
Petersen Tegl
D97
Petersen Tegl: K51 @ Stylepark
Petersen Tegl
K51
Petersen Tegl: D47 @ Stylepark
Petersen Tegl
D47
Petersen Tegl: D71 @ Stylepark
Petersen Tegl
D71
Petersen Tegl: Backsteinhaus @ Stylepark
Petersen Tegl
Backsteinhaus
News & Stories › 2014 › November
Von Kopf bis Fuß aus Ziegelstein
4. November 2014
Das Kunstmuseum in Sorø, einer beschauliche Kleinstadt mit mittelalterlichem Stadtkern auf der dänischen Insel Seeland, verfügt über eine beachtliche Kunstsammlung. Neben dänischer Kunst aus den vergangenen 300 Jahren gehört dem Museum auch eine Sammlung russischer Ikonen und russischer Kunst aus dem 19. Jahrhundert. Neben der ständigen Sammlung zeigt das Museum Arbeiten zeitgenössischer Künstler in temporären Ausstellungen. Die wachsende Sammlung brachte das Museum an seine räumlichen Grenzen – ein Anbau wurde notwendig.

Das dänische Architekturbüro Lundgaard & Tranberg gewann den Wettbewerb für die Erweiterung des Museums mit einem Entwurf, der mit seiner modernen, reduzierten Formensprache gut in das bauliche Umfeld passt und die Ausstellungsfläche des Museums verdreifacht. Die Architekten wählten für die Fassade des Anbaus Ziegelsteine und verweisen damit die lokale Bautradition. Doch die Ziegel werden nicht nur zur Verkleidung der Fassade verwendet, sondern auch für das Dach des Neubaus. Diese einheitliche Materialität des Baus verleiht ihm eine markante, skulpturale Präsenz, ohne dabei mit dem baulichen Kontext zu brechen.

Für die Fassade wählten die Architekten Ziegel, sogenannte Petersen Cover von Petersen Tegl, einer dänischen Firma, die seit 223 Jahren Ziegelsteine herstellt. Die Architekten Lundgaard & Tranberg hatten bereits für das neue Kopenhagener Theater mit Petersen Tegl zusammengearbeitet und bei diesem Projekt Form und Farben der Ziegelsteine mit dem Hersteller abgestimmt. Die beim Kunstmuseum in Sorø verwendeten Ziegel haben ein ungewöhnlich flaches Format. Die Steine sind 528 Millimeter breit, 170 Millimeter tief und nur 37 Millimeter hoch. Die Ziegel sind eine Weiterentwicklung der „Kolumba“-Ziegel, die von Petersen Tegl gemeinsam mit Peter Zumthor ursprünglich für das Museum Kolumba in Köln verwendet wurden. Die in Handarbeit hergestellten Ziegel werden mit Gas gebrannt, was zu subtilen Farbnuancen und einem unebenen Relief der Ziegel führt. Und im Falle des Museums in Sorø zu einem Farbspiel in Rot, Schiefergrau und Ocker, was dem kompakten Bau eine lebhafte Oberfläche verleiht.