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Das Projekt „Chromosonic“ erhält den ersten Preis in der Kategorie „Material Innovationen“ im Rahmen des Innovation Awards 2015. Eine ungarische Studentin visualisiert Akustik, indem sie durch Schallwellen elektrische Spannung erzeugt, auf die das Material optisch reagiert. Foto © Judit Esyter Karpati, Moholy-Nagi University of Art and Design, Budapest.
Die neueste Masche
von Franziska Eidner
23. April 2015
Etwa 13 Milliarden Euro setzen deutsche Unternehmen mit der Produktion sogenannter technischer Textilien jährlich um – damit ist Deutschland in diesem Bereich Weltmarktführer. 376 Hersteller haben sich derzeit in diesem Segment etabliert. Aus Tuchfabrikanten werden zunehmend technische Tüftler, die neue Gewebe und Fasern für die Automobilindustrie, den Gesundheitssektor oder das Bauwesen entwickeln und produzieren. So stammt beispielsweise der erste offiziell zugelassene Textilbeton von der Tochterfirma eines klassischen Textilfamilienunternehmens, der V. Fraas GmbH, die bislang vor allem Schals und Mützen produzierte.

Dabei erscheint Textilbeton mittlerweile selbst fast als „alter Hut“, angesichts dessen, was dieses Jahr zur Techtextil in Frankfurt am Main an jüngsten Entwicklungen präsentiert wird. Mehr als 1.350 Aussteller aus 48 Ländern stellen ihre neuen Produkte und Forschungsprojekte in den Hallen 3.0, 3.1, 4.1 und 6.1 auf dem Frankfurter Messegelände vor. Bereits zum 16. Mal findet die textile Leistungsschau in Frankfurt statt – 2013 verzeichnete sie rund 27.000 Besucher.

Nicht alles, was dort gezeigt wird, ist für Architekten und Designer relevant – aber innerhalb der zwölf Anwendungsbereiche, in welche die Hallen unterteilt sind, findet sich vieles, was nicht nur nach ferner Zukunftsmusik klingt und bereits heute neue Möglichkeiten für Konstruktionen, Oberflächen und Formgebung bietet.

Unter „Buildtech“ sind alle Unternehmen zusammengefasst, die an textilen Anwendungen für das Bauwesen arbeiten. 517 Aussteller zeigen hier ihre Produkte – von bedruckbaren Textilfassaden und leichtgewichtigem Textilbeton über neue Lösungen für den Membranbau bis hin zu Spezialgeweben, die im Zusammenspiel mit Licht beeindruckende 3-D-Effekte erzielen. Auch Vliesstoffe werden hier präsentiert, die es in Kombination mit Edelstahldrahtsensoren erlauben, auch an schwerzugänglichen Gebäudeteilen die Feuchtigkeitsentwicklung zu überwachen.

Anwendungen für den Innenraum werden auf der Techtextil unter dem Label „Hometech“ präsentiert – 472 Aussteller haben sich in diesem Bereich mit Produkten registrieren lassen. Um die Stände der einzelnen Anwendungsbereiche leichter zuordnen zu können, hat die Messe zwölf Piktogramme entwickelt, die dem Besucher entsprechende Orientierung geben sollen.

Neben den Einzelpräsentationen der Unternehmen und Forschungsinstituten – sechzehn Institute beschäftigen sich allein in Deutschland mit Textilien, Fasern und Geweben – ist in Halle 6.1 am Stand C47 auch eine Sonderschau zu sehen, die auf besonders innovative Produktideen aufmerksam machen soll. Der Preis zur Ausstellung – der „Techtextil Innovation Award“ – wird am 4. Mai um 10 Uhr in Halle 4.2. im „Raum Dimension“ verliehen.

Im „Raum Dimension“ (4.2) findet auch das (kostenpflichtige) Techtextil Symposium statt. Bei den Fachvorträgen geht es tief ins Detail – referiert wird über „maßgeschneiderte Haftschichten für textilbewehrten Beton“ (4. Mai, 15 Uhr) oder über die „Bedruckung von Textilien mit leitfähigen Strukturen“ (4. Mai, 16 Uhr) und das Forschungsprojekt „Spacetex“ (5. Mai, 13 Uhr), bei dem neue Funktionskleidungen aktuell im Weltraum getestet werden und für die das Hohenstein Institut für Textilinnovation gerade einen Designwettbewerb für Studenten ausgelobt hat. Einer der Wettbewerbsbeiträge wird auch am Stand des Unternehmens zu sehen sein.

Ein weitaus größeres Spektrum von innovativen Konzepten für Zukunftsstoffe, -designs und -anwendungen, die Hochschulen und Studenten weltweit entwickelt haben, werden bei der Sonderschau „Textile Strukturen für Neues Bauen“ und bei der „Innovation Apparel Show“ gezeigt. Die Sonderschau präsentiert in Halle 4.1, H41 die Ergebnisse eines internationalen Studentenwettbewerbes, den die Messe gemeinsam mit dem internationalen Verband Tensinet unter der Leitung von Werner Sobek durchgeführt hat.

Bei der „Innovation Apparel Show“ wird in einer Sonderschau in Halle 6.1 und auf dem Laufsteg (täglich zu unterschiedlichen Zeiten) gezeigt, was vier Hoch- und Modeschulen aus Deutschland und der Schweiz aus neuen Materialien und mit innovativen Verarbeitungstechnologien exklusiv für die Messe entwickelt haben.

Wer noch mehr über Herstellungsverfahren und Produktionsprozesse im Textilbereich erfahren will, kann mit seinem Messeticket der Techtextil übrigens gleich nebenan die „Tech Process“ in Halle 4.0, 5.0, 5.1 und 6.0 besuchen – der Eintritt ist inbegriffen.

Mehr über die Techtextil erfahren Sie unter www.techtextil.messefrankfurt.com

MEHR lesen auf Stylepark

„Vom Tuch zum Haus“:
Textilmembrane und Seilnetzkonstruktionen verleihen der Architektur eine neue Leichtigkeit.

„Der Baustoff der Zukunft“:
Neue textile Baustoffe sollen in Zukunft klassische Materialien wie Stahl ersetzen.

„Architektonischer Stoffwechsel”:
Die Architektur hat die Eigenschaften von Textilien neu für sich entdeckt.

„Neues aus dem Textillabor“:
Ein Streifzug durch die Forschungslandschaft des textilen Bauens.
Blick ins Innere des Textilbetons: Hinter der Fassadenplatte verbirgt sich eine engmaschige Gitterstruktur aus Glasfasergelegen. Foto © Solidian GmbH
Vier Hochschulen für Mode und Design präsentieren an allen Messetagen der Techtextil und Texprocess ihre Entwürfe, hergestellt mit modernen Verarbeitungstechnologien.
Foto © Westsächsischen Hochschule Zwickau, Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, Franz Grünewald
Die Firma Ettlin wird intelligente Textilien mit integrierter Mikroelektronik am Gemeinschaftsstand B 17 der Firma Forster Rohner Textile Innovations in Halle 6.1 präsentieren. Foto © Ettlin AG
Als Vertreter aus dem Bereich textile Hightech-Materialien präsentiert Ettlin das lichttechnische Spezialgewebe „Ettlin lux”, das bei Durchleuchtung mit LED-Licht dreidimensionale Lichtstrukturen erzeugt. Foto © Ettlin AG
Mit der Ausstellung „Textiled Spaces“ zeigt die Messe Arbeiten der Künstlerin und Fotografin Deidi von Schaewen. Foto © Deidi von Schaewen
Die Künstlerin Schaewen bereiste die ganze Welt und fotografierte mit Textilien verhüllte Objekte im architektonischen Kontext. Foto © Deidi von Schaewen
Schaewen veröffentlichte ihre Arbeiten in Fotobüchern der Verlage Taschen, Mitchell Beazley oder Flammarion. Foto © Deidi von Schaewen
News & Stories › 2015 › April
Die neueste Masche
von Franziska Eidner | 23. April 2015
Die Messe Techtextil in Frankfurt am Main zeigt vom 4. bis 7. Mai 2015 smarte Textilien, leuchtende Stoffe, sensorische Hüllen und noch vieles mehr. Wir haben die wichtigsten Informationen zur Messe für Sie zusammengestellt.
Etwa 13 Milliarden Euro setzen deutsche Unternehmen mit der Produktion sogenannter technischer Textilien jährlich um – damit ist Deutschland in diesem Bereich Weltmarktführer. 376 Hersteller haben sich derzeit in diesem Segment etabliert. Aus Tuchfabrikanten werden zunehmend technische Tüftler, die neue Gewebe und Fasern für die Automobilindustrie, den Gesundheitssektor oder das Bauwesen entwickeln und produzieren. So stammt beispielsweise der erste offiziell zugelassene Textilbeton von der Tochterfirma eines klassischen Textilfamilienunternehmens, der V. Fraas GmbH, die bislang vor allem Schals und Mützen produzierte.

Dabei erscheint Textilbeton mittlerweile selbst fast als „alter Hut“, angesichts dessen, was dieses Jahr zur Techtextil in Frankfurt am Main an jüngsten Entwicklungen präsentiert wird. Mehr als 1.350 Aussteller aus 48 Ländern stellen ihre neuen Produkte und Forschungsprojekte in den Hallen 3.0, 3.1, 4.1 und 6.1 auf dem Frankfurter Messegelände vor. Bereits zum 16. Mal findet die textile Leistungsschau in Frankfurt statt – 2013 verzeichnete sie rund 27.000 Besucher.

Nicht alles, was dort gezeigt wird, ist für Architekten und Designer relevant – aber innerhalb der zwölf Anwendungsbereiche, in welche die Hallen unterteilt sind, findet sich vieles, was nicht nur nach ferner Zukunftsmusik klingt und bereits heute neue Möglichkeiten für Konstruktionen, Oberflächen und Formgebung bietet.

Unter „Buildtech“ sind alle Unternehmen zusammengefasst, die an textilen Anwendungen für das Bauwesen arbeiten. 517 Aussteller zeigen hier ihre Produkte – von bedruckbaren Textilfassaden und leichtgewichtigem Textilbeton über neue Lösungen für den Membranbau bis hin zu Spezialgeweben, die im Zusammenspiel mit Licht beeindruckende 3-D-Effekte erzielen. Auch Vliesstoffe werden hier präsentiert, die es in Kombination mit Edelstahldrahtsensoren erlauben, auch an schwerzugänglichen Gebäudeteilen die Feuchtigkeitsentwicklung zu überwachen.

Anwendungen für den Innenraum werden auf der Techtextil unter dem Label „Hometech“ präsentiert – 472 Aussteller haben sich in diesem Bereich mit Produkten registrieren lassen. Um die Stände der einzelnen Anwendungsbereiche leichter zuordnen zu können, hat die Messe zwölf Piktogramme entwickelt, die dem Besucher entsprechende Orientierung geben sollen.

Neben den Einzelpräsentationen der Unternehmen und Forschungsinstituten – sechzehn Institute beschäftigen sich allein in Deutschland mit Textilien, Fasern und Geweben – ist in Halle 6.1 am Stand C47 auch eine Sonderschau zu sehen, die auf besonders innovative Produktideen aufmerksam machen soll. Der Preis zur Ausstellung – der „Techtextil Innovation Award“ – wird am 4. Mai um 10 Uhr in Halle 4.2. im „Raum Dimension“ verliehen.

Im „Raum Dimension“ (4.2) findet auch das (kostenpflichtige) Techtextil Symposium statt. Bei den Fachvorträgen geht es tief ins Detail – referiert wird über „maßgeschneiderte Haftschichten für textilbewehrten Beton“ (4. Mai, 15 Uhr) oder über die „Bedruckung von Textilien mit leitfähigen Strukturen“ (4. Mai, 16 Uhr) und das Forschungsprojekt „Spacetex“ (5. Mai, 13 Uhr), bei dem neue Funktionskleidungen aktuell im Weltraum getestet werden und für die das Hohenstein Institut für Textilinnovation gerade einen Designwettbewerb für Studenten ausgelobt hat. Einer der Wettbewerbsbeiträge wird auch am Stand des Unternehmens zu sehen sein.

Ein weitaus größeres Spektrum von innovativen Konzepten für Zukunftsstoffe, -designs und -anwendungen, die Hochschulen und Studenten weltweit entwickelt haben, werden bei der Sonderschau „Textile Strukturen für Neues Bauen“ und bei der „Innovation Apparel Show“ gezeigt. Die Sonderschau präsentiert in Halle 4.1, H41 die Ergebnisse eines internationalen Studentenwettbewerbes, den die Messe gemeinsam mit dem internationalen Verband Tensinet unter der Leitung von Werner Sobek durchgeführt hat.

Bei der „Innovation Apparel Show“ wird in einer Sonderschau in Halle 6.1 und auf dem Laufsteg (täglich zu unterschiedlichen Zeiten) gezeigt, was vier Hoch- und Modeschulen aus Deutschland und der Schweiz aus neuen Materialien und mit innovativen Verarbeitungstechnologien exklusiv für die Messe entwickelt haben.

Wer noch mehr über Herstellungsverfahren und Produktionsprozesse im Textilbereich erfahren will, kann mit seinem Messeticket der Techtextil übrigens gleich nebenan die „Tech Process“ in Halle 4.0, 5.0, 5.1 und 6.0 besuchen – der Eintritt ist inbegriffen.

Mehr über die Techtextil erfahren Sie unter www.techtextil.messefrankfurt.com

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„Vom Tuch zum Haus“:
Textilmembrane und Seilnetzkonstruktionen verleihen der Architektur eine neue Leichtigkeit.

„Der Baustoff der Zukunft“:
Neue textile Baustoffe sollen in Zukunft klassische Materialien wie Stahl ersetzen.

„Architektonischer Stoffwechsel”:
Die Architektur hat die Eigenschaften von Textilien neu für sich entdeckt.

„Neues aus dem Textillabor“:
Ein Streifzug durch die Forschungslandschaft des textilen Bauens.