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Andrea Weitz und Jens Wendland von Raumkontor.
Foto © Adam Drobiec, Stylepark
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Eine
softe
Revolution
Im Gespräch:
Jens Wendland und Andrea Weitz

18. März 2015
Adeline Seidel: Sagen Sie einmal, was stört sie denn an harten Räumen?

Andrea Weitz: Natürlich nichts (lacht). Aber für uns war es spannend zu überlegen, was in Nassräumen und Wasserbereichen noch interessant sein könnte. Armaturen und Sanitärobjekte gibt es tausende. Also haben wir uns die Frage gestellt, welche neue Materialien es gibt, die den Raum prägen und die auch mit Wasser zu tun haben könnten. Ist es nicht schöner, beim Baden auf einem weichen Untergrund zu sitzen, zu liegen oder zu stehen, statt auf einem harten, wo man vielleicht auch ausrutschen und fallen könnte? Wäre es nicht einmal ein anderes Erlebnis, weiche Bad- und Sanitärmöbel zu berühren?

Jens Wendland: Wir möchten mit völlig neuen Materialien einfach mal einen Denkanstoß geben. Nicht, das jetzt alle Bäder so aussehen sollen wie wir in unseren Visualisierungen dargestellt haben. Das ist nicht die Idee. Aber die Zeiten, in denen einzig der Hygieneaspekt bei der Gestaltung von Bädern im Vordergrund steht, sind vorbei.Wir haben den Wettbewerb zum Anlass genommen, die Möglichkeiten für Nassbereiche neu zu denken.

Schaut man aber auf ihre Visualisierungen, dann scheint Wasser eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Wie also kann ich Wasser in der „Soft Revolution“ erleben?

Jens Wendland: Wasser muss nicht immer aus Armaturen fließen. Wir stellen uns beispielsweise eine Badewanne vor, bei der das Wasser durch ein poröses Material in die Wanne sickert und sie mit Wasser füllt. Man könnte sich auch gewebte, dreidimensional gewebte Objekte vorstellen, oder welche aus Silikon.

Andrea Weitz: Wir haben so viele Materialien, die nicht mehr verrotten können, die hygienisch sind, die man durchspülen kann oder die sich gar selber reinigen. Bei der neuen Materialgeneration ist Glattheit nicht mehr notwendig, um Sauberkeit zu erreichen. Wenn wir uns in 50 Jahren treffen, dann werden wir auf einmal in Räume gehen, die so anders sind, dass wir uns das heute noch nicht vorstellen können.

www.raumkontor.com
Bei "Soft Revolution" wird der Nassbereich zu einem weichen Raum. Zeichnung © Raumkontor
News & Stories › 2015 › März
Eine
softe
Revolution
18. März 2015
Jens Wendland und Andrea Weitz von Raumkontor möchten die für gewöhnlich harte Nasszelle in eine weiche, textile Landschaft fürs Wasser verwandeln. Adeline Seidel hat mit den beiden Innenarchitekten über ihre „Soft Revolution“ gesprochen.
Adeline Seidel: Sagen Sie einmal, was stört sie denn an harten Räumen?

Andrea Weitz: Natürlich nichts (lacht). Aber für uns war es spannend zu überlegen, was in Nassräumen und Wasserbereichen noch interessant sein könnte. Armaturen und Sanitärobjekte gibt es tausende. Also haben wir uns die Frage gestellt, welche neue Materialien es gibt, die den Raum prägen und die auch mit Wasser zu tun haben könnten. Ist es nicht schöner, beim Baden auf einem weichen Untergrund zu sitzen, zu liegen oder zu stehen, statt auf einem harten, wo man vielleicht auch ausrutschen und fallen könnte? Wäre es nicht einmal ein anderes Erlebnis, weiche Bad- und Sanitärmöbel zu berühren?

Jens Wendland: Wir möchten mit völlig neuen Materialien einfach mal einen Denkanstoß geben. Nicht, das jetzt alle Bäder so aussehen sollen wie wir in unseren Visualisierungen dargestellt haben. Das ist nicht die Idee. Aber die Zeiten, in denen einzig der Hygieneaspekt bei der Gestaltung von Bädern im Vordergrund steht, sind vorbei.Wir haben den Wettbewerb zum Anlass genommen, die Möglichkeiten für Nassbereiche neu zu denken.

Schaut man aber auf ihre Visualisierungen, dann scheint Wasser eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Wie also kann ich Wasser in der „Soft Revolution“ erleben?

Jens Wendland: Wasser muss nicht immer aus Armaturen fließen. Wir stellen uns beispielsweise eine Badewanne vor, bei der das Wasser durch ein poröses Material in die Wanne sickert und sie mit Wasser füllt. Man könnte sich auch gewebte, dreidimensional gewebte Objekte vorstellen, oder welche aus Silikon.

Andrea Weitz: Wir haben so viele Materialien, die nicht mehr verrotten können, die hygienisch sind, die man durchspülen kann oder die sich gar selber reinigen. Bei der neuen Materialgeneration ist Glattheit nicht mehr notwendig, um Sauberkeit zu erreichen. Wenn wir uns in 50 Jahren treffen, dann werden wir auf einmal in Räume gehen, die so anders sind, dass wir uns das heute noch nicht vorstellen können.

www.raumkontor.com