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von 1494 Forward End
Collage © Sabrina Spee, Stylepark
Hier bin ich Architekt, hier darf ich’s sein!
von Daniel von Bernstorff
9. November 2012
In Halle 9 des neuen Stuttgarter Messegeländes ist es dunkel. Die Halle ist ganz in schwarz getaucht. Bodenleuchten markieren in den langen Gängen den Eingang zu den jeweiligen Herstellerpräsentationen. Als hätten außerirdische Besucher ihr Raumschiff geparkt, schwebt die Leuchte „Cosmo“ der Kölner Firma „Next“ über der Lounge. In den Gängen bilden Stehtische und Sitzgelegenheiten kommunikative Inseln. Es gibt eine kleine, aber feine Ausstellung von Plan+B zum Veranstaltungsthema „Ton“ und wunderbare Fotoarbeiten von DAPh. An einer Hallenseite werden überdies Wettbewerbsentwürfe eines Projekts präsentiert, das die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zusammen mit Duravit durchführt, samt kleiner Bibliothek und Seminarraum.

Vor allem: Das gesamte Setting wirkt unaufgeregt und unaufdringlich. Keine großen Messestände oder raumgreifenden Inszenierungen prägen das Gesamtbild. Im Zentrum stehen die Produkte und Systeme der Aussteller – und die Bedürfnisse des Architekten. „Perfect matchmaking“ könnte man sagen. Das Geheimnis der Architect@Work, die inzwischen erfolgreich in Belgien, Holland, Frankreich und Deutschland läuft und sich bald auch in England, der Schweiz und Italien präsentiert wird, besteht in ihrer klaren und eindeutigen Fokussierung auf das Wesentliche. In jedem einzelnen Land wacht ein Beirat über die Qualität der Aussteller und die präsentierten Produkte, die nicht länger als zwei Jahr auf dem Markt sein dürfen, für den Architekten und Planer also einen Innovationswert haben müssen. Dadurch kann sich der Architekt in wenigen Stunden einen umfassenden Überblick zu allen relevanten Produkten und Themen rund ums Bauen und Planen verschaffen, was auf den traditionellen großen Baumessen, deren Programme mittlerweile ausufern, zunehmend schwieriger wird.

Das Ausstellerportfolio ist der Architect@Work ist hingegen umfangreich, aber überschaubar; und es bietet jede Menge Abwechslung. Neben großen und bekannten „Playern“ wie Schüco, Dorma, Velux, Corian, Sto und Co., lassen sich auch kleinere, weniger etablierte Firmen wie Akustik+Raum, Petersen Ziegel, Cembrit oder di Legno finden. Von der Fassade bis zum Beleuchtungssystem, vom Teppich bis zur Metalldecke, vom Türgriff bis zur innovativen LED-Tapete – alle wichtigen Bereiche sind gleichberechtigt und qualitativ hochwertig vertreten. Besser geht es kaum.

Ganz gleich, ob Sie sich selbst in den Stuttgarter Messehallen umgesehen haben oder auf einen Besuch verzichten mussten, hier gelangen Sie zu dem von Stylepark eingerichteten „Showroom“, der einen Überblick über die präsentierten Produkte und Systeme gewährt: www.architectatwork.de

Im kommenden Jahr wird die Architect@Work übrigens erstmalig in London (Januar), Zürich (Mai) und Berlin (Oktober) zu Gast sein. Dazu kommt in Deutschland die dritte Edition in Düsseldorf (Dezember).

www.architectatwork.eu
Die Ausstellung „Thin-Ker, Denken in Keramik“ von Plan+B widmet sich ganz dem Werkstoff Ton, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Die Gänge der Architect@Work sind mit Steh- und Sitzplätzen für den kommunikativen Austausch ausgestattet, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Zahlreiche Exponate demonstrieren die historische Entwicklung des Materials, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Durch moderne Verarbeitungsprozesse lassen sich heute auch Keramikfliesen wie diese aus Ton herstellen, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Sattler Objeklicht vewandelt eine Wand in eine Lichtskulptur, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Oberfläche von DuPont™ Corian®, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Fliesen in zahlreichen Farb- und Mustervarianten zeigten Villeroy & Boch, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Gestaltungsvielfalt bieten die Ring- und Schuppengeflechte von proMesh, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Eine Auswahl an Keramikfliesen präsentierte der italienische Hersteller Ceramiche Refin, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Im Rahmen der Architect@Work werden einmal im Jahr fünf Architekten mit dem „Global Award for Sustainable Architecture“ ausgezeichnet, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Über dem Loungebereich schwebte die futuristische Leuchte „Cosmo“ von Next, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Am Stand des Leuchtenherstellers RZB wurde eindrucksvoll der Produktionsprozess der Leuchte „Ring of Fire“ dargestellt, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Der dänische Hersteller Petersen Tegl präsentierte eine Auswahl seiner Mauerstein- und Ziegelprodukte in Stuttgart, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Beschläge des deutschen Herstellers Simonswerk, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Scheinbar schwebend präsentieren sich diese Fenster von Velux, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Caparol stellte auf der Architect@Work neue Dekor- und Beschichtungsstoffe vor, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Bodenbeläge in verschiedenen Farben und Materialien wurden am Stand von Objectflor gezeigt, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Was sich alles aus Stahl fertigen lässt demonstrierte die Wickeder Westfalenstahl GmbH, Foto © Robert Volhard, Stylepark
Schieferfliesen am Stand von Rathscheck Schiefer, Foto © Robert Volhard, Stylepark
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Produkte
Villeroy & Boch: Light Lusion 3D @ Stylepark
Villeroy & Boch
Light Lusion 3D
VELUX: 5-Star-Dachfenster @ Stylepark
VELUX
5-Star-Dachfenster
SIMONSWERK: VARIANT Planum @ Stylepark
SIMONSWERK
VARIANT Planum
DuPont™ Corian®: Solid Colours Cameo White @ Stylepark
DuPont™ Corian®
Solid Colours Cameo White
proMesh: alphamesh scale 5.8 Messing @ Stylepark
proMesh
alphamesh scale 5.8 Messing
next home collection: Cosmo @ Stylepark
next home collection
Cosmo
Constantin Wortmann
Ceramiche Refin: Design Industry raw warm @ Stylepark
Ceramiche Refin
Design Industry raw warm
Petersen Tegl: K55 @ Stylepark
Petersen Tegl
K55
Caparol: CapaCoustic STRUCTURE @ Stylepark
Caparol
CapaCoustic STRUCTURE
Rathscheck: Schiefer Symmetrische Deckung mit Hinterschnitttechnik @ Stylepark
Rathscheck
Schiefer Symmetrische Deckung mit Hinterschnitttechnik
Architektur › 2012 › November
Hier bin ich Architekt, hier darf ich’s sein!
von Daniel von Bernstorff | 9. November 2012
Die Stuttgarter Edition der Architektenmesse „Architect@Work“ hat den Trend zu kleineren und kuratierten Veranstaltungsformaten im Baubereich eindrucksvoll bestätigt. Mehr als 3.200 Fachbesucher an den beiden Messetagen, rund 300 präsentierte Innovationen von 165 Ausstellern – Besucher, Aussteller und Veranstalter ziehen ein positives Fazit.
In Halle 9 des neuen Stuttgarter Messegeländes ist es dunkel. Die Halle ist ganz in schwarz getaucht. Bodenleuchten markieren in den langen Gängen den Eingang zu den jeweiligen Herstellerpräsentationen. Als hätten außerirdische Besucher ihr Raumschiff geparkt, schwebt die Leuchte „Cosmo“ der Kölner Firma „Next“ über der Lounge. In den Gängen bilden Stehtische und Sitzgelegenheiten kommunikative Inseln. Es gibt eine kleine, aber feine Ausstellung von Plan+B zum Veranstaltungsthema „Ton“ und wunderbare Fotoarbeiten von DAPh. An einer Hallenseite werden überdies Wettbewerbsentwürfe eines Projekts präsentiert, das die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zusammen mit Duravit durchführt, samt kleiner Bibliothek und Seminarraum.

Vor allem: Das gesamte Setting wirkt unaufgeregt und unaufdringlich. Keine großen Messestände oder raumgreifenden Inszenierungen prägen das Gesamtbild. Im Zentrum stehen die Produkte und Systeme der Aussteller – und die Bedürfnisse des Architekten. „Perfect matchmaking“ könnte man sagen. Das Geheimnis der Architect@Work, die inzwischen erfolgreich in Belgien, Holland, Frankreich und Deutschland läuft und sich bald auch in England, der Schweiz und Italien präsentiert wird, besteht in ihrer klaren und eindeutigen Fokussierung auf das Wesentliche. In jedem einzelnen Land wacht ein Beirat über die Qualität der Aussteller und die präsentierten Produkte, die nicht länger als zwei Jahr auf dem Markt sein dürfen, für den Architekten und Planer also einen Innovationswert haben müssen. Dadurch kann sich der Architekt in wenigen Stunden einen umfassenden Überblick zu allen relevanten Produkten und Themen rund ums Bauen und Planen verschaffen, was auf den traditionellen großen Baumessen, deren Programme mittlerweile ausufern, zunehmend schwieriger wird.

Das Ausstellerportfolio ist der Architect@Work ist hingegen umfangreich, aber überschaubar; und es bietet jede Menge Abwechslung. Neben großen und bekannten „Playern“ wie Schüco, Dorma, Velux, Corian, Sto und Co., lassen sich auch kleinere, weniger etablierte Firmen wie Akustik+Raum, Petersen Ziegel, Cembrit oder di Legno finden. Von der Fassade bis zum Beleuchtungssystem, vom Teppich bis zur Metalldecke, vom Türgriff bis zur innovativen LED-Tapete – alle wichtigen Bereiche sind gleichberechtigt und qualitativ hochwertig vertreten. Besser geht es kaum.

Ganz gleich, ob Sie sich selbst in den Stuttgarter Messehallen umgesehen haben oder auf einen Besuch verzichten mussten, hier gelangen Sie zu dem von Stylepark eingerichteten „Showroom“, der einen Überblick über die präsentierten Produkte und Systeme gewährt: www.architectatwork.de

Im kommenden Jahr wird die Architect@Work übrigens erstmalig in London (Januar), Zürich (Mai) und Berlin (Oktober) zu Gast sein. Dazu kommt in Deutschland die dritte Edition in Düsseldorf (Dezember).

www.architectatwork.eu