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Ich kämpfe immer für meine Ideen
21. August 2011
Yasmine Mahmoudieh, Foto: Nina Reetzke, Stylepark

Der Name Yasmine Mahmoudieh fällt oft in einem Atemzug mit großen Hotels. Die Innenarchitektin deutsch-iranischer Abstammung mit aktuellem Wohnsitz in London modernisierte das „Radisson SAS Royal" in Kopenhagen, das ursprünglich von Arne Jacobsen gebaut wurde. Das „Haus Rheinsberg" wiederum ist behindertengerecht ausgestattet, der alljährliche Cup im Rollstuhl-Rugby etwa wird hier ausgetragen. Das „Flyotel" dahingegen, das in Dubai gebaut werden sollte, jedoch bisher noch nicht realisiert ist, gleicht einer gigantischen Formstudie, die von einem Vogel inspiriert ist, der gerade losfliegen möchte.

Yasmine Mahmoudieh hält häufig Vorträge auf Tagungen, wie etwa kürzlich beim Hotelimmobilien-Kongress in Düsseldorf. Zwischen Fotografien ihrer eigenen Projekte zeigt sie ein Bild von „Physalia", einer futuristische Studie von Vincent Callebaut. Es ist ein walartiges Gefährt, das sich gemächlich durch Gewässer schiebt. Mit seinen bionischen Formen und mit Pflanzen bewachsenen Oberflächen dient es nicht nur als Fortbewegungsmittel, Hotel und Konferenzzentrum, sondern reinigt gleichzeitig das Fahrwasser. Mahmoudieh bemerkt dazu, dass es ihr bei ihrer eigenen Arbeit wichtig ist, die Natur und den Geist des Menschen mit einzubeziehen, interdisziplinär und holistisch zu denken. Nina Reetzke sprach mit Yasmine Mahmoudieh über das neue Selbstverständnis der Hotelbranche, Nachhaltigkeit inklusive Atomkraft und kurzlebige Designkollektionen.

Nina Reetzke: Frau Mahmoudieh, woran arbeiten Sie gerade?

Yasmine Mahmoudieh: Wir beschäftigen uns momentan mit einem Art&Spa-Konzept. Das Projekt wird Ende des Jahres in Rimini eröffnet. Rimini ist bekanntlich die Stadt von Federico Fellini. Das Refugium soll nicht nur ein Erholungsort sein, sondern auch durch Ausstellungen überzeugen, die von einer international renommierten Kuratorin gemacht werden. Idealerweise würde es uns gelingen, Rimini wieder so zu beleben, wie es in den fünfziger und sechziger Jahren war. Ich habe die Entwürfe für die Suite gemacht, in der digitale Bilder zu sehen sein werden, nicht direkt Fellinis Werke, sondern eine abstrakte Form davon, sonst wird es kitschig. Fellini hat viel mit Licht gespielt, seine Liebe für voluminöse Frauen nicht zu vergessen. Dornbracht ist einer unserer wichtigen Partner, die Armaturen beruhen auf einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur des Wassers – in all seiner Komplexität. Unser Projekt wird in Italien das erste Spa-Refugium sein, das mit den neuen Dornbracht-Armaturen ausgestattet ist.

Welchen Stellenwert hat für Sie Design in Hotels?

Mahmoudieh: Hätten wir dieses Interview vor zehn oder fünfzehn Jahren geführt – damals glaubten in der Hotelbranche viele, dass Design nicht als ein Trend wäre, der bald wieder vorbei geht. Das ist heute nicht mehr so. Design gehört heute dazu, das hat jedes Unternehmen erkannt, was auch positiv ist. Zu bemängeln wäre jedoch, dass viele große Hotelkonzerne Design als Mittel zum Zweck nutzen, ohne dass es wahrhaftig oder durchdacht ist. Die Leute lesen viele Zeitschriften und Magazine, lassen sich inspirieren, aber oft steht kein wirkliches Konzept hinter. Dafür haben sie keine Zeit, oder sie nehmen sie sich nicht. Mir geht es darum, soziale Netze zu fördern – mit Architektur und Design, aber auch durch Inhalte.

Wie hat sich Ihr Beruf in den letzten Jahren verändert?

Mahmoudieh: In den achtziger Jahren, als ich angefangen habe, war im Hotelbereich noch alles sehr traditionell. In dieser Zeit waren Shopping-Center schon sehr modern, Bürogebäude und Häuser auch, aber Hotels nicht. Besonders im Luxusbereich nicht. Luxus hieß Klassik. Ohne Klassik konnte man sich Luxus nicht vorstellen. Heute ist Luxus ohne Klassik denkbar. Die Werte haben sich geändert. Protziges Gold braucht es nicht mehr. Man kann zum Beispiel einfach den Raum wirken lassen. Ein sehr emotionales Projekt für mich war das „Haus Rheinsberg", ein Vier-Sterne-Hotel für Körperbehinderte.

In welchen Bereichen ist in der Hotelbranche gerade Wachstum möglich?

Mahmoudieh: Wir leben in einer sehr unsicheren Zeit mit starken Wirtschaftskrisen und Naturkatastrophen. In den achtziger Jahren ging alles um Fitness, seit den neunziger Jahren bis heute dreht sich alles um Spa, der nächste Trend meiner Meinung nach ist ... Es gibt schon große Yoga- und Buddhismus-Bewegungen, aber sie erscheinen mir aus westlicher Sicht als zu extrem. Ich glaube jedoch, dass jeder Mensch eine innere, meditative Weisheit gebrauchen kann.

Welche Nachhaltigkeitsstrategien halten Sie für sinnvoll?

Mahmoudieh: Man muss sich überlegen, was mit den Sachen, die wir benutzen, später einmal passiert. Es geht nicht nur um die Handtücher oder die Bettwäsche, die nicht gereinigt werden müssen, weil sie noch nicht schmutzig sind. Das sind heute Basics, die alle Hotels schon haben. Wir sollten mehr ökologische Materialien benutzen, die meist so teuer sind, weil sie nur in kleinen Mengen hergestellt werden – mehr staatliche Subventionen wären hier sinnvoll. Ich bin sehr gegen Atomkraft, aber nicht insgesamt dagegen. Man könnte kollektiv sagen, dass Atomkraftwerke auf ganz sicherem Boden gebaut werden dürfen, von wo aus dann die Welt, auch Japan, versorgt wird.

Kämpfen Sie stark für Ihre Ideen?

Mahmoudieh: Ich kämpfe immer für meine Ideen. Immer. Ich habe ein Ziel im Auge, ich kann das Ergebnis sehen. Ich mache mir Gedanken darüber – so dass am Ende auch alles funktioniert.

Was bedeutet das Wort „Gastfreundschaft" für Sie?

Mahmoudieh: Das bedeutet: Einem Gast das Gefühl zu geben, dass er willkommen ist. Ich war gerade in einem wunderschönen Hotel in Peking, dem „Opposite House" von Kengo Kuma, den ich als Architekt sehr schätze. An einigen Stellen merkt man, dass er noch nicht viel Erfahrung mit Hotels hat, aber insgesamt finde ich es fantastisch inszeniert, man fühlt sich wohl, es ist inspirierend.

Was sind Ihre Gedanken zur Möbelbranche?

Mahmoudieh: Es sollte weniger Messen geben. Vielleicht könnten sich die Messen in Köln und Mailand im Zweijahrestakt abwechseln. Der Druck, ständig etwas Neues produzieren zu müssen, schafft schlechtes Design. Ich mag Firmen, die sich langsam entwickeln, die nicht zwanghaft versuchen, etwas Neues zu machen.

Wie entstehen die Hotelprojekte der Zukunft?

Mahmoudieh: Gerade gründe ich einen „Private Equity Fonds" für zukunftsweisende Immobilienkonzepte. Ich habe oft das Gefühl, dass ich eigentlich besser als viele meiner Auftraggeber weiß, was erfolgreich ist und wo die Entwicklungen hingehen.

Worauf wird es aus Ihrer Sicht beim Bau von Hotels in den kommenden Jahren ankommen?

Mahmoudieh: Innerhalb der Hotelbranche wäre es sehr wichtig, einen Dialog zwischen Investoren, Architekten und Betreibern zu ermöglichen. Selbst auf den großen Konferenzen werden diese Bereiche meist getrennt präsentiert, man müsste die Themen aber mehr miteinander in Berührung bringen. Dann ließe sich untereinander auch offen über die Problematiken sprechen. Was wünschen sich die Investoren? Was wünschen sich die Architekten? Was wünschen sich die Betreiber? Die Bauherrn müssen lernen, nach Konzepten zu entscheiden. Es ist wichtig, für Qualität Geld auszugeben und großzügig zu denken.

www.mahmoudieh.com

Panoramablick auf das Intercontinental Berchtesgaden Resort, Copyright: Intercontinental
Lobby im Berchtesgaden Resort mit Blick ins Grüne, Copyright: Intercontinental
Blick ins Doppelzimmer im Haus Rheinsberg, Copyright: Haus Rheinsberg
Bar mit Club-Atmosphäre im Hotel Nevai in schweizerischen Verbier, Copyright: Hotel Nevai
Gestaltungsdetail im Hotel Nevai, Copyright: Hotel Nevai
Bar im ersten Stock im Hotel Nevai, Copyright: Hotel Nevai
Lobby im Erdgeschoss im Hotel Nevai, Copyright: Hotel Nevai
Doppelzimmer im Hotel Nevai, Copyright: Hotel Nevai
Aquadom im Radisson Blu Hotel in Berlin, Copyright: Radisson
Nikolai Suite im Radisson Blu Hotel, Copyright: Radisson
Doppelzimmer im Five+ Sensotel im schweizerischen Willisau, Copyright: Five+ Sensotel
Badezimmer im Five+ Sensotel, Copyright: Five+ Sensotel
Visualisierung des Flyotels für Dubai, Copyright: Mahmoudieh Design, Oosterhuis Lénárd
Modell des Flyotels, Copyright: Mahmoudieh Design, Oosterhuis Lénárd
Produkte
Axo Light: Aura suspension 60 @ Stylepark
Axo Light
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Manuel Vivian
next home collection: DROP_2 @ Stylepark
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DROP_2
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Team by Wellis: BoCu Kreuzfuß @ Stylepark
Team by Wellis
BoCu Kreuzfuß
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Louis Poulsen: PH 4/3 Tischleuchte @ Stylepark
Louis Poulsen
PH 4/3 Tischleuchte
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ligne roset: GLACON @ Stylepark
ligne roset
GLACON
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Dornbracht: MEM Waschtisch-Dreilochbatterie @ Stylepark
Dornbracht
MEM Waschtisch-Dreilochbatterie
Sieger Design
News & Stories › 2011 › August
Ich kämpfe immer für meine Ideen
21. August 2011
Ein Hotel ist eine große Investition. Umso wichtiger, dass ein stimmiges Konzept dahinter steht. Die Innenarchitektin Yasmine Mahmoudieh hat sich in den letzten Jahren nicht nur mit dem „Haus Rheinsberg" einen Namen gemacht. Nina Reetzke traf Yasmine Mahmoudieh für ein Gespräch.
Der Name Yasmine Mahmoudieh fällt oft in einem Atemzug mit großen Hotels. Die Innenarchitektin deutsch-iranischer Abstammung mit aktuellem Wohnsitz in London modernisierte das „Radisson SAS Royal" in Kopenhagen, das ursprünglich von Arne Jacobsen gebaut wurde. Das „Haus Rheinsberg" wiederum ist behindertengerecht ausgestattet, der alljährliche Cup im Rollstuhl-Rugby etwa wird hier ausgetragen. Das „Flyotel" dahingegen, das in Dubai gebaut werden sollte, jedoch bisher noch nicht realisiert ist, gleicht einer gigantischen Formstudie, die von einem Vogel inspiriert ist, der gerade losfliegen möchte.

Yasmine Mahmoudieh hält häufig Vorträge auf Tagungen, wie etwa kürzlich beim Hotelimmobilien-Kongress in Düsseldorf. Zwischen Fotografien ihrer eigenen Projekte zeigt sie ein Bild von „Physalia", einer futuristische Studie von Vincent Callebaut. Es ist ein walartiges Gefährt, das sich gemächlich durch Gewässer schiebt. Mit seinen bionischen Formen und mit Pflanzen bewachsenen Oberflächen dient es nicht nur als Fortbewegungsmittel, Hotel und Konferenzzentrum, sondern reinigt gleichzeitig das Fahrwasser. Mahmoudieh bemerkt dazu, dass es ihr bei ihrer eigenen Arbeit wichtig ist, die Natur und den Geist des Menschen mit einzubeziehen, interdisziplinär und holistisch zu denken. Nina Reetzke sprach mit Yasmine Mahmoudieh über das neue Selbstverständnis der Hotelbranche, Nachhaltigkeit inklusive Atomkraft und kurzlebige Designkollektionen.

Nina Reetzke: Frau Mahmoudieh, woran arbeiten Sie gerade?

Yasmine Mahmoudieh: Wir beschäftigen uns momentan mit einem Art&Spa-Konzept. Das Projekt wird Ende des Jahres in Rimini eröffnet. Rimini ist bekanntlich die Stadt von Federico Fellini. Das Refugium soll nicht nur ein Erholungsort sein, sondern auch durch Ausstellungen überzeugen, die von einer international renommierten Kuratorin gemacht werden. Idealerweise würde es uns gelingen, Rimini wieder so zu beleben, wie es in den fünfziger und sechziger Jahren war. Ich habe die Entwürfe für die Suite gemacht, in der digitale Bilder zu sehen sein werden, nicht direkt Fellinis Werke, sondern eine abstrakte Form davon, sonst wird es kitschig. Fellini hat viel mit Licht gespielt, seine Liebe für voluminöse Frauen nicht zu vergessen. Dornbracht ist einer unserer wichtigen Partner, die Armaturen beruhen auf einer intensiven Auseinandersetzung mit der Kultur des Wassers – in all seiner Komplexität. Unser Projekt wird in Italien das erste Spa-Refugium sein, das mit den neuen Dornbracht-Armaturen ausgestattet ist.

Welchen Stellenwert hat für Sie Design in Hotels?

Mahmoudieh: Hätten wir dieses Interview vor zehn oder fünfzehn Jahren geführt – damals glaubten in der Hotelbranche viele, dass Design nicht als ein Trend wäre, der bald wieder vorbei geht. Das ist heute nicht mehr so. Design gehört heute dazu, das hat jedes Unternehmen erkannt, was auch positiv ist. Zu bemängeln wäre jedoch, dass viele große Hotelkonzerne Design als Mittel zum Zweck nutzen, ohne dass es wahrhaftig oder durchdacht ist. Die Leute lesen viele Zeitschriften und Magazine, lassen sich inspirieren, aber oft steht kein wirkliches Konzept hinter. Dafür haben sie keine Zeit, oder sie nehmen sie sich nicht. Mir geht es darum, soziale Netze zu fördern – mit Architektur und Design, aber auch durch Inhalte.

Wie hat sich Ihr Beruf in den letzten Jahren verändert?

Mahmoudieh: In den achtziger Jahren, als ich angefangen habe, war im Hotelbereich noch alles sehr traditionell. In dieser Zeit waren Shopping-Center schon sehr modern, Bürogebäude und Häuser auch, aber Hotels nicht. Besonders im Luxusbereich nicht. Luxus hieß Klassik. Ohne Klassik konnte man sich Luxus nicht vorstellen. Heute ist Luxus ohne Klassik denkbar. Die Werte haben sich geändert. Protziges Gold braucht es nicht mehr. Man kann zum Beispiel einfach den Raum wirken lassen. Ein sehr emotionales Projekt für mich war das „Haus Rheinsberg", ein Vier-Sterne-Hotel für Körperbehinderte.

In welchen Bereichen ist in der Hotelbranche gerade Wachstum möglich?

Mahmoudieh: Wir leben in einer sehr unsicheren Zeit mit starken Wirtschaftskrisen und Naturkatastrophen. In den achtziger Jahren ging alles um Fitness, seit den neunziger Jahren bis heute dreht sich alles um Spa, der nächste Trend meiner Meinung nach ist ... Es gibt schon große Yoga- und Buddhismus-Bewegungen, aber sie erscheinen mir aus westlicher Sicht als zu extrem. Ich glaube jedoch, dass jeder Mensch eine innere, meditative Weisheit gebrauchen kann.

Welche Nachhaltigkeitsstrategien halten Sie für sinnvoll?

Mahmoudieh: Man muss sich überlegen, was mit den Sachen, die wir benutzen, später einmal passiert. Es geht nicht nur um die Handtücher oder die Bettwäsche, die nicht gereinigt werden müssen, weil sie noch nicht schmutzig sind. Das sind heute Basics, die alle Hotels schon haben. Wir sollten mehr ökologische Materialien benutzen, die meist so teuer sind, weil sie nur in kleinen Mengen hergestellt werden – mehr staatliche Subventionen wären hier sinnvoll. Ich bin sehr gegen Atomkraft, aber nicht insgesamt dagegen. Man könnte kollektiv sagen, dass Atomkraftwerke auf ganz sicherem Boden gebaut werden dürfen, von wo aus dann die Welt, auch Japan, versorgt wird.

Kämpfen Sie stark für Ihre Ideen?

Mahmoudieh: Ich kämpfe immer für meine Ideen. Immer. Ich habe ein Ziel im Auge, ich kann das Ergebnis sehen. Ich mache mir Gedanken darüber – so dass am Ende auch alles funktioniert.

Was bedeutet das Wort „Gastfreundschaft" für Sie?

Mahmoudieh: Das bedeutet: Einem Gast das Gefühl zu geben, dass er willkommen ist. Ich war gerade in einem wunderschönen Hotel in Peking, dem „Opposite House" von Kengo Kuma, den ich als Architekt sehr schätze. An einigen Stellen merkt man, dass er noch nicht viel Erfahrung mit Hotels hat, aber insgesamt finde ich es fantastisch inszeniert, man fühlt sich wohl, es ist inspirierend.

Was sind Ihre Gedanken zur Möbelbranche?

Mahmoudieh: Es sollte weniger Messen geben. Vielleicht könnten sich die Messen in Köln und Mailand im Zweijahrestakt abwechseln. Der Druck, ständig etwas Neues produzieren zu müssen, schafft schlechtes Design. Ich mag Firmen, die sich langsam entwickeln, die nicht zwanghaft versuchen, etwas Neues zu machen.

Wie entstehen die Hotelprojekte der Zukunft?

Mahmoudieh: Gerade gründe ich einen „Private Equity Fonds" für zukunftsweisende Immobilienkonzepte. Ich habe oft das Gefühl, dass ich eigentlich besser als viele meiner Auftraggeber weiß, was erfolgreich ist und wo die Entwicklungen hingehen.

Worauf wird es aus Ihrer Sicht beim Bau von Hotels in den kommenden Jahren ankommen?

Mahmoudieh: Innerhalb der Hotelbranche wäre es sehr wichtig, einen Dialog zwischen Investoren, Architekten und Betreibern zu ermöglichen. Selbst auf den großen Konferenzen werden diese Bereiche meist getrennt präsentiert, man müsste die Themen aber mehr miteinander in Berührung bringen. Dann ließe sich untereinander auch offen über die Problematiken sprechen. Was wünschen sich die Investoren? Was wünschen sich die Architekten? Was wünschen sich die Betreiber? Die Bauherrn müssen lernen, nach Konzepten zu entscheiden. Es ist wichtig, für Qualität Geld auszugeben und großzügig zu denken.

www.mahmoudieh.com