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Neue Formate? Her damit.
von Egon Chemaitis | 28. Februar 2012
Egon Chemaitis, Foto © EC

Das, was wir Design nennen und auf vielfältige Art betreiben, ist schon immer Gegenstand von Selbstbefragungen und Selbstvergewisserungen gewesen. Design ist nun einmal keine Disziplin, mit verbindlichen Standards, Methoden, Terminologien und so weiter. Das macht es anfällig für alle möglichen Auslegungen und Deutungen, es steht als Präfix für das Angesagte, Coole ebenso wie für das Halbseidene, Oberflächliche. Design realisiert sich in der Auseinandersetzung mit der jeweiligen Wirklichkeit. Design kommt vor in verschiedenen Erscheinungs- und Betriebsformen und ist in seinem Kern doch immer der Versuch, Organisationen, Prozesse und Dinge auf einen Zweck hin zusammen zu fügen, aus Unverbundenem ein Eines zu machen: also gestalten.

Man könnte also über die Tatsache, dass das Design, genauer: die Lehransätze im Design sich mehr und mehr von seinem professionellen Kern entfernen und zum Beispiel in Hamburg, wie es scheint, explizit als Form der Kunst betrieben wird, leicht hinweg gehen, denn die Kunst wird es nicht jucken – doch juckt es das Design? Sind die Apologeten künstlerischer Designformate die wahren Visionäre und Vorreiter einer zukünftigen Entwicklung oder lehren sie ins professionelle Nirwana?

Denn unabhängig davon, was in den Hochschulen gedacht (?) und gelehrt wird: was man unter Design landläufig versteht, es manifestiert sich (immer noch) ganz überwiegend in Form von Produkten. Konzipiert, entworfen und entwickelt von Designern – als Einzelkämpfer, in Partnerschaften oder Büros mit Mitarbeitern –, im Auftrag von oder in Zusammenarbeit mit produzierenden Unternehmen. Und von diesen honoriert.

Wie also erklärt sich diese Verschiebung, die ja noch eher als Muster denn als koordinierte Lehrposition zu erkennen ist? Aus meiner Sicht lassen sich dafür zurzeit – neben einigen anderen – vier Gründe ausmachen.

1. die Gesellschaft

Wie kaum eine andere Profession ist das Design stark mit den Gesellschaften verbunden, in denen es praktiziert wird. Man könnte es mit Abraham Maslow beziehungsweise seiner „Hierarchy of Needs" zu erklären versuchen: demnach befinden wir uns hierzulande auf der sechsten Ebene seiner Hierarchie der Bedürfnisse, also dort wo die Bedürfnisse nach Transzendenz und Selbstverwirklichung artikuliert und potenziell erfüllt werden. Man könnte auch auf den Grad der Saturierung hinweisen, es geht weniger um Hunger und mehr um Appetit. Vereinfacht gesagt: wir leben in einer Gesellschaft, die alles hat, und die gleichzeitig durch eine ökologische Diskussion umwelt- und verbrauchskritisch angefixt ist. Nach meiner Beobachtung ist das gerade für die jungen und ernsthaft interessierten Designer ein großes Problem: warum soll man noch entwerfen in einer Welt, die alles bietet, inklusive Schweinezyklus? Diplomanden reagieren nicht selten paralysiert, oder sie büxen aus in ironisch-witzige Nettigkeiten oder Entwürfe, die Lösungen darstellen, für die das Problem erst noch gefunden werden muss. Auch der sogenannte künstlerische Ansatz ist für einige ein Ausweg, nicht selten eine kleine Flucht ins Unverbindliche. Die Probleme, Mängel und Defizite sind heute nicht mehr so offensichtlich wie noch zu Raymond Loewys oder auch zu Ulmer Zeiten, sie sind weniger gut zu greifen, komplex verschachtelt, sie sind viel verdeckter und daher nicht einfach zu erkennen und zu beschreiben. Wie man dennoch auch heute hervorragende entwerferische Designleistungen herausfordern kann, zeigt zum Beispiel der dänische Index-Preis.

2. die Öffentlichkeit

Wir können, insbesondere in unserem Metier, eine tiefgreifende Veränderung beobachten: der Drang in die Öffentlichkeit. Die Tendenz zur fast bedingungslosen Veröffentlichung auch der banalsten Ergebnisse, egal ob auf Websites, in Ausstellungen, Blogs, Heften, Katalogen, CDs ... nichts scheint mehr diskret, nichts scheint mehr zurück gehalten zu werden, alles muss raus – eine Art medialer Inkontinenz. Das hat natürlich auch positive Seiten, man wird bekannt, man wird erkannt, es schmeichelt und steigert das Selbstwertgefühl; es informiert die Öffentlichkeit und es kann ein Mehr an Transparenz bedeuten. Aber es führt auch zu einer indirekten Form der Auseinandersetzung, die Themen werden gesetzt, indem sie veröffentlicht werden, die Anerkennung der Projekte (Themen, Inhalte etc.) korreliert mit ihrem medialen Radius; die Positionen der Lehrenden (und vermutlich auch der Studierenden) werden stark von ihren "Veröffentlichungen" abgeleitet. Die Veröffentlichung ist ein Wert an sich, er zahlt sich aus in Form von Renommee, Ansehen, und im Rahmen der W-Besoldung und der Zulagen-Regelung ist die Veröffentlichung hochoffiziell ein geldwerter Vorteil: ich veröffentliche, also bin ich.

3. die Studienform

Die Einführung der zweistufigen BA-/MA-Studienmodelle hat die betroffenen Gestaltungsstudiengänge in eine „Lose-lose"-Situation geführt. Diejenigen, die ein BA-/MA-Programm umsetzen mussten, hadern zurecht mit der rigide-linearen Studienstruktur, die mehr mit einer Berufsschulkarriere zu tun hat als mit einem universitären Bildungsweg. Es gibt keinen Raum für Abweichungen, keinen für Irrtümer, keinen für Leidenschaften, keinen für Entdeckungen und damit auch keinen für das, was man hilfsweise das Schöpferische oder Kreative nennen mag, das Unvorhergesehene, Neue und Nicht-Konventionelle, und es gibt keinen Raum für im Design doch sehr entscheidende persönliche Entwicklungen. Fünf Jahre, das ist der gesetzliche Zeitrahmen, er zwingt die Hochschulen beziehungsweise Studiengänge zu entscheiden, welche Studienstufe – Bachelor oder Master – sie nur in einer Schmalspur-Version anbieten (können), „Lose-lose" eben. Dabei ist ein zweistufiges Studienmodell meines Erachtens durchaus vernünftig, das hat es bereits gegeben, nicht als BA/MA, sondern als Des. grad. und Dipl.-Des. Es ist diese fatale, ökonomisch motivierte Verengung, die insbesondere jenen Fächern zusetzt, die einen wesentlichen Teil ihrer Studieninhalte aus der Aktualität, gewissermaßen in Echtzeit entwickeln; Fächer mit einem hohen Anteil an kanonisiertem Wissen (BWL, Jura,) lassen sich mit dieser Studienform dagegen leichter lehren und studieren.

Das BA-/MA-Oktroy konnte nur abgewehrt beziehungsweise das Diplom nur beibehalten werden, wenn der Studiengang sich zu einem künstlerischen erklärte – mit allen Folgen. Die Frage, ob es trotz aller BA-/MA-Defizite strategisch klug ist, in einem von BA-/MA-Abschlüssen geprägten Umfeld (und das wird demnächst so sein) auf die Karte Diplom zu setzen, muss jeder Studiengang selbst beantworten.

4. das Personal

Inzwischen sind die hauptamtlich Lehrenden, also vor allem die Professoren, durchsetzt von Biografien, deren Sozialisierung sich unter den Bedingungen, die hier unter 1. und 2. skizziert worden sind, vollzogen hat. Lehrende, durchaus qualifiziert, aber zunehmend ohne nennenswerte (reflektierte) Entwurfs-Praxis, die sie dann unter den zeitlichen Beanspruchung durch Lehre und akademische Selbstverwaltung auch nicht weiter auf- oder ausbauen. Wenn es richtig ist, dass die nach Hans Gugelot lehrbaren Anteile im Design, nämlich „Fertigkeit und Wissen", sich laufend und rasant verändern und schon deshalb der kontinuierlichen Nachbesserung und Aktualisierung bedürfen, dann ist diese Art der Fortbildung am besten mit einer eigenen Entwurfspraxis zu erzielen. Dafür erteilt jede Universitätsverwaltung eine sogenannte Nebentätigkeits-Genehmigung. Die in der Praxis gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in Lehrkonzepte, Lehrinhalte und Lehrformate zu transformieren und das ganze in einer angemessenen zeitlichen Balance und Abstimmung zu den Lehraufgaben zu halten, ist eine andere Geschichte.

Also, neue Strategien? Immer. Neue Formate? Her damit. Neue Inhalte? Versuchen. Das Design hat sich immer schon gehäutet, gewandelt und dabei auch so manche Sackgasse mit überhöhter Geschwindigkeit angefahren. Aber es ist halt nicht umsonst zu haben, und wie für die Studierenden gilt für die Lehrenden: „Fertigkeit und Wissen", ja, das braucht's, aber selbst wenn man es hat, ist man noch kein Designlehrender.

Nein, Design zu einer Form von Kunst zu erklären, heißt, das Designstudium auf einen Weg des geringeren Widerstands zu führen – und weder die Kunst noch das Design ernst zu nehmen. Oder zu verstehen?

www.udk-berlin.de
designchemaitis.de

News & Stories › 2012 › Februar
Neue Formate? Her damit.
von Egon Chemaitis | 28. Februar 2012
Sind Lehrende, die selbst kaum nennenswerte Entwurfspraxis vorweisen können, in der Lage auszubilden? Diese Frage stellt Egon Chemaitis, pensionierter Professor für Design-Grundlagen an der Universität der Künste Berlin. Vier Gründe benennt er, die aus seiner Sicht zur Verschiebung der Designausbildung in Richtung Kunst beigetragen haben.
Das, was wir Design nennen und auf vielfältige Art betreiben, ist schon immer Gegenstand von Selbstbefragungen und Selbstvergewisserungen gewesen. Design ist nun einmal keine Disziplin, mit verbindlichen Standards, Methoden, Terminologien und so weiter. Das macht es anfällig für alle möglichen Auslegungen und Deutungen, es steht als Präfix für das Angesagte, Coole ebenso wie für das Halbseidene, Oberflächliche. Design realisiert sich in der Auseinandersetzung mit der jeweiligen Wirklichkeit. Design kommt vor in verschiedenen Erscheinungs- und Betriebsformen und ist in seinem Kern doch immer der Versuch, Organisationen, Prozesse und Dinge auf einen Zweck hin zusammen zu fügen, aus Unverbundenem ein Eines zu machen: also gestalten.

Man könnte also über die Tatsache, dass das Design, genauer: die Lehransätze im Design sich mehr und mehr von seinem professionellen Kern entfernen und zum Beispiel in Hamburg, wie es scheint, explizit als Form der Kunst betrieben wird, leicht hinweg gehen, denn die Kunst wird es nicht jucken – doch juckt es das Design? Sind die Apologeten künstlerischer Designformate die wahren Visionäre und Vorreiter einer zukünftigen Entwicklung oder lehren sie ins professionelle Nirwana?

Denn unabhängig davon, was in den Hochschulen gedacht (?) und gelehrt wird: was man unter Design landläufig versteht, es manifestiert sich (immer noch) ganz überwiegend in Form von Produkten. Konzipiert, entworfen und entwickelt von Designern – als Einzelkämpfer, in Partnerschaften oder Büros mit Mitarbeitern –, im Auftrag von oder in Zusammenarbeit mit produzierenden Unternehmen. Und von diesen honoriert.

Wie also erklärt sich diese Verschiebung, die ja noch eher als Muster denn als koordinierte Lehrposition zu erkennen ist? Aus meiner Sicht lassen sich dafür zurzeit – neben einigen anderen – vier Gründe ausmachen.

1. die Gesellschaft

Wie kaum eine andere Profession ist das Design stark mit den Gesellschaften verbunden, in denen es praktiziert wird. Man könnte es mit Abraham Maslow beziehungsweise seiner „Hierarchy of Needs" zu erklären versuchen: demnach befinden wir uns hierzulande auf der sechsten Ebene seiner Hierarchie der Bedürfnisse, also dort wo die Bedürfnisse nach Transzendenz und Selbstverwirklichung artikuliert und potenziell erfüllt werden. Man könnte auch auf den Grad der Saturierung hinweisen, es geht weniger um Hunger und mehr um Appetit. Vereinfacht gesagt: wir leben in einer Gesellschaft, die alles hat, und die gleichzeitig durch eine ökologische Diskussion umwelt- und verbrauchskritisch angefixt ist. Nach meiner Beobachtung ist das gerade für die jungen und ernsthaft interessierten Designer ein großes Problem: warum soll man noch entwerfen in einer Welt, die alles bietet, inklusive Schweinezyklus? Diplomanden reagieren nicht selten paralysiert, oder sie büxen aus in ironisch-witzige Nettigkeiten oder Entwürfe, die Lösungen darstellen, für die das Problem erst noch gefunden werden muss. Auch der sogenannte künstlerische Ansatz ist für einige ein Ausweg, nicht selten eine kleine Flucht ins Unverbindliche. Die Probleme, Mängel und Defizite sind heute nicht mehr so offensichtlich wie noch zu Raymond Loewys oder auch zu Ulmer Zeiten, sie sind weniger gut zu greifen, komplex verschachtelt, sie sind viel verdeckter und daher nicht einfach zu erkennen und zu beschreiben. Wie man dennoch auch heute hervorragende entwerferische Designleistungen herausfordern kann, zeigt zum Beispiel der dänische Index-Preis.

2. die Öffentlichkeit

Wir können, insbesondere in unserem Metier, eine tiefgreifende Veränderung beobachten: der Drang in die Öffentlichkeit. Die Tendenz zur fast bedingungslosen Veröffentlichung auch der banalsten Ergebnisse, egal ob auf Websites, in Ausstellungen, Blogs, Heften, Katalogen, CDs ... nichts scheint mehr diskret, nichts scheint mehr zurück gehalten zu werden, alles muss raus – eine Art medialer Inkontinenz. Das hat natürlich auch positive Seiten, man wird bekannt, man wird erkannt, es schmeichelt und steigert das Selbstwertgefühl; es informiert die Öffentlichkeit und es kann ein Mehr an Transparenz bedeuten. Aber es führt auch zu einer indirekten Form der Auseinandersetzung, die Themen werden gesetzt, indem sie veröffentlicht werden, die Anerkennung der Projekte (Themen, Inhalte etc.) korreliert mit ihrem medialen Radius; die Positionen der Lehrenden (und vermutlich auch der Studierenden) werden stark von ihren "Veröffentlichungen" abgeleitet. Die Veröffentlichung ist ein Wert an sich, er zahlt sich aus in Form von Renommee, Ansehen, und im Rahmen der W-Besoldung und der Zulagen-Regelung ist die Veröffentlichung hochoffiziell ein geldwerter Vorteil: ich veröffentliche, also bin ich.

3. die Studienform

Die Einführung der zweistufigen BA-/MA-Studienmodelle hat die betroffenen Gestaltungsstudiengänge in eine „Lose-lose"-Situation geführt. Diejenigen, die ein BA-/MA-Programm umsetzen mussten, hadern zurecht mit der rigide-linearen Studienstruktur, die mehr mit einer Berufsschulkarriere zu tun hat als mit einem universitären Bildungsweg. Es gibt keinen Raum für Abweichungen, keinen für Irrtümer, keinen für Leidenschaften, keinen für Entdeckungen und damit auch keinen für das, was man hilfsweise das Schöpferische oder Kreative nennen mag, das Unvorhergesehene, Neue und Nicht-Konventionelle, und es gibt keinen Raum für im Design doch sehr entscheidende persönliche Entwicklungen. Fünf Jahre, das ist der gesetzliche Zeitrahmen, er zwingt die Hochschulen beziehungsweise Studiengänge zu entscheiden, welche Studienstufe – Bachelor oder Master – sie nur in einer Schmalspur-Version anbieten (können), „Lose-lose" eben. Dabei ist ein zweistufiges Studienmodell meines Erachtens durchaus vernünftig, das hat es bereits gegeben, nicht als BA/MA, sondern als Des. grad. und Dipl.-Des. Es ist diese fatale, ökonomisch motivierte Verengung, die insbesondere jenen Fächern zusetzt, die einen wesentlichen Teil ihrer Studieninhalte aus der Aktualität, gewissermaßen in Echtzeit entwickeln; Fächer mit einem hohen Anteil an kanonisiertem Wissen (BWL, Jura,) lassen sich mit dieser Studienform dagegen leichter lehren und studieren.

Das BA-/MA-Oktroy konnte nur abgewehrt beziehungsweise das Diplom nur beibehalten werden, wenn der Studiengang sich zu einem künstlerischen erklärte – mit allen Folgen. Die Frage, ob es trotz aller BA-/MA-Defizite strategisch klug ist, in einem von BA-/MA-Abschlüssen geprägten Umfeld (und das wird demnächst so sein) auf die Karte Diplom zu setzen, muss jeder Studiengang selbst beantworten.

4. das Personal

Inzwischen sind die hauptamtlich Lehrenden, also vor allem die Professoren, durchsetzt von Biografien, deren Sozialisierung sich unter den Bedingungen, die hier unter 1. und 2. skizziert worden sind, vollzogen hat. Lehrende, durchaus qualifiziert, aber zunehmend ohne nennenswerte (reflektierte) Entwurfs-Praxis, die sie dann unter den zeitlichen Beanspruchung durch Lehre und akademische Selbstverwaltung auch nicht weiter auf- oder ausbauen. Wenn es richtig ist, dass die nach Hans Gugelot lehrbaren Anteile im Design, nämlich „Fertigkeit und Wissen", sich laufend und rasant verändern und schon deshalb der kontinuierlichen Nachbesserung und Aktualisierung bedürfen, dann ist diese Art der Fortbildung am besten mit einer eigenen Entwurfspraxis zu erzielen. Dafür erteilt jede Universitätsverwaltung eine sogenannte Nebentätigkeits-Genehmigung. Die in der Praxis gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in Lehrkonzepte, Lehrinhalte und Lehrformate zu transformieren und das ganze in einer angemessenen zeitlichen Balance und Abstimmung zu den Lehraufgaben zu halten, ist eine andere Geschichte.

Also, neue Strategien? Immer. Neue Formate? Her damit. Neue Inhalte? Versuchen. Das Design hat sich immer schon gehäutet, gewandelt und dabei auch so manche Sackgasse mit überhöhter Geschwindigkeit angefahren. Aber es ist halt nicht umsonst zu haben, und wie für die Studierenden gilt für die Lehrenden: „Fertigkeit und Wissen", ja, das braucht's, aber selbst wenn man es hat, ist man noch kein Designlehrender.

Nein, Design zu einer Form von Kunst zu erklären, heißt, das Designstudium auf einen Weg des geringeren Widerstands zu führen – und weder die Kunst noch das Design ernst zu nehmen. Oder zu verstehen?

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