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Was tut die Stadt für mich?
Was tue ich für die Stadt?
von Martina Metzner | 29. Mai 2013
Mobilmacher von Morgen in New York: Luca de Meo, Audi Vorstand für Vertrieb und Marketing, Anne Guiney, Leiterin des New Yorker Urban Design Institutes und Mark Wigley, Dekan der Columbia Graduate School of Architecture, New York. Foto © Audi Urban Future Initiative

Am 23. Mai 2007 war es soweit. Nach Hochrechnungen der UNO lebte erstmals die Hälfte aller Menschen in einer Stadt. Tendenz: extrem steigend. 2030 werden es rund 60 Prozent sein, 2050 sogar 70 Prozent – und das bei immer mehr Erdbewohnern. Die rasante Zunahme der Weltbevölkerung wirft viele Fragen auf. Mobilität ist nur eine davon, allerdings eine der wichtigsten.

Sechs Jahre später, im Mai dieses Jahres, treffen sich Experten in New York um über die Mobilität der Zukunft zu diskutieren. Mit an Bord sind Architekten, Stadtplaner, Wissenschaftler und Experten von Audi, der Columbia University, von Höweler + Yoon Architekten und von Stylepark. Beim „Extreme Cities Project“ geht die Expertenrunde von der „Extremsituation“ aus, dass 2050 nahezu Dreiviertel der Weltbevölkerung in einer Stadt leben wird, in Zahlen gesprochen rund 6,3 Milliarden. Besonders in Asien und Afrika werden dann noch mehr Megacities entstanden sein. Ein Katalysator für weiteres Wachstum, aber nur unter der Voraussetzung einer funktionierenden Mobilität. Umdenken ist angesagt.

Langzeitradar für Audi

Das Wetter ist top, die Frisuren sitzen, der Ablauf ist reibungslos. Gemeinsam entwickeln und diskutieren die Vertreter der Privatwirtschaft mit Wissenschaftlern schnelle, unbürokratische Lösungen. Audi engagiert sich bereits seit drei Jahren im Rahmen der „Audi Urban Future Initiative“ rund um das Thema „Mobilitätskonzepte für die Zukunft“. Neben den alle zwei Jahre vergebenen „Audi Urban Future Awards“ sind es Workshops wie eben jene, die der Automobilhersteller dazu nutzt, sich fit für die Zukunft zu machen. Es geht darum, bewusst über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken, wobei ganz oben auf der Agenda die Leitfragen stehen: „Wie können wir das Leben in den Städten von morgen verbessern?“ Und wie verändert sich Mobilität?

Doch nicht allein die Weiterentwicklung bereits vorhandener Infrastrukturen und Verkehrsmittel werden in New York diskutiert, es werden auch völlig neue Ansätze vorgestellt, wie Mobilität in der Zukunft aussehen könnte. Einen Rahmen dafür bilden fünf Hypothesen über Mensch, Mobilität und Stadt im Jahr 2050, die als ein Ergebnis aus einer Kooperation von Audi mit der Columbia University New York hervorgegangen sind und erstmals öffentlich vorgestellt werden.

„Wir haben fünf wesentliche Faktoren von Städten identifiziert, die wir analysieren und ausreizen“, erklärt Mark Wigley, Dekan der Columbia Graduate School of Architecture und Leiter der Runde. „Wir betrachten diese Faktoren als die ureigensten Prinzipien urbaner Dichte, als Katalysatoren, durch die Städte entstehen und sich weiterentwickeln.“

„Potenziale des Generationsmix“, „Asymmetrische Mobilität“, „Komplexität“, „Migration“ und „Großzügigkeit“ – das sind die Stichworte der Hypothesen (siehe unten), an denen sich Audi wie an einem Langzeitradar kontinuierlich ausrichten wird, so Luca de Meo, Audi-Vorstand für Vertrieb und Marketing. Die Hypothesen sollen künftigen Produkt- und Service-Entwicklungen des Autobauers Impulse geben, womit die Gemeinschaftsarbeit von Audi mit der Columbia University, so sagt de Meo weiter, ein Weg zu nachhaltiger Mobilität sei.

Testlabor Boston

Auch an Konzepten für die Metropolregion Boston-Washington, kurz Boswash, die 2011 von Stylepark als Kurator als eines der globalen Testlabors für den „Audi Urban Future Award 2012“ ausgesucht wurde, wird im Rahmen des „City Dossier Boston“ weiter gearbeitet. Schon seit längerem steht das Ballungsgebiet im Fokus von Stadtplanern, aufgrund seines wuchernden Netzwerks von Stadtrandgebieten, Außenbezirken und dicht besiedelten Innenstadtbereichen mitsamt einer Infrastruktur von Straßen und öffentlichen Verkehrsmitteln, deren Zusammenspiel kompliziert und ineffizient ist. Mit am „City Dossier Boston“ arbeiten die Architekten Höweler + Yoon, 2012 die Gewinner des „Audi Urban Future Award“. Ihre Idee eines „Shareway“, einer multimodalen Mobilitätsplattform, die sich durch den Zugang zu Mobilität definiert und auf bereits vorhandenen Strukturen aufbaut, wird bei der Runde in New York weiter konkretisiert. Für das „City Dossier Boston“ haben Höweler + Yoon die vorhandene Infrastruktur in Boston analysiert und mit Blick auf Verbindungen Schwachpunkte identifiziert. Den Fokus richtet das Architekten-Team dabei auf die Bedürfnisse von Pendlern, genauer auf „Switch“ – wie und wo können Übergänge von einem zum anderen Verkehrsmittel nahtloser erfolgen und angenehmer gestaltet werden – und „Share“ – wie und wo können Synergien auf der Basis von bereits vorhandenen Infrastrukturen ausgebaut und genutzt werden.

„Switching und Sharing haben sich zu Schlüsselstrategien in der urbanen Mobilität der Boswash-Region entwickelt“, bekräftigen Meejin Yoon und Eric Höweler. Das „Switching“ werde zunehmend wichtiger, da kein einzelnes Mobilitätssystem all unsere Bedürfnisse erfülle. Und so stellen sich die beiden ihr „Switch & Share“-Modell vor: vom privaten Auto zum Fahrrad-Sharing, vom Auto-Sharing zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wie wichtig Eigeninitiative ist, wo Leben, Umwelt und damit Mobilität gestaltet werden, betont Alexandros Washburn, Leiter des Stadtbauamts in New York City, und fordert: „Frag nicht, was die Stadt für dich tun kann, sondern: Was kannst du für die Stadt tun? Und wie kann die Stadt von Mobilität profitieren?“ Umdenken und umsetzen, so lautet das Motto der Runde in New York.

Fünf Hypothesen für „Extreme Cities“ im Jahr 2050:

1. Potenziale des Generationsmix. Der Ruhestand wird aufgelöst, ältere Menschen bleiben aktiv und mobil. Da die Menschen rund um den Globus immer älter werden, bieten sich nach Meinung der Experten generationsübergreifenden Synergieeffekte an, die das Modell „Bildung – Beruf – Ruhestand“ aufheben. Die Älteren übernehmen neue Aufgaben, nehmen am gesellschaftlichen Leben einer Stadt weiterhin teil. Eine seniorengerechte Umwelt mit altersgerechter Mobilität und Dienstleistungen wird den Best- und Silver-Agern von morgen gerecht.

2. Asymmetrische Mobilität. Verkehrsströme einer Stadt sind zunehmend asymmetrischer – und damit unvorhersehbar. Die Menschen werden vielfältige Verkehrsmittel benutzen, zwischen denen sie flexibel hin- und herwechseln können. Dank des technischen Fortschritts durch neue Informationstechnologien werden Fortbewegungskosten dramatisch gesenkt. Insgesamt wird Mobilität in der Stadt dadurch komplexer, vielfältiger und flexibler.

3. Komplexität. Die Stadt bietet einen bunten Strauß an Möglichkeiten und Ressourcen. Hier finden sich Menschen aller Klassen, Ethnizitäten und mit unterschiedlichen Ideen zusammen, die durch multiple, sich überschneidende lokale Systeme und gemeinsame Infrastrukturen und Technologien Wachstum vorantreiben. Solche komplexe Systeme sind natürlich auch besonders anfällig für Störungen wie Naturkatastrophen oder Kriege, da sie aufeinander aufbauen. Nutzt eine „Extreme City“ diese komplexen Ressourcen intelligent und effizient, können nach Meinung der Expertenrunde neue Ressourcen entstehen.

4. Migration. Vom Steinzeit- zum Stadtnomaden. Rund um die Welt werden sich Migrationsströme verstärken, die Städte werden dadurch durchlässiger und dynamischer. Das Umziehen wird zur Norm und der Unterschied zwischen „zuhause“ und „unterwegs“ wird sich mehr und mehr auflösen. Diese Wanderung zwischen und innerhalb der Städte werden „Extreme Cities“ mit neuen Infrastrukturen und Mobilitätskonzepten begünstigen.

5. Großzügigkeit. Schenken macht stark. Seit jeher war die Stadt ein Ort der Großzügigkeit, ein Ort des Zusammenlebens, wo Menschen sich austauschen, Dinge teilen, Wissen weitergeben. Das Geben und Nehmen treibt eine Stadt voran. Und das Beste daran: Dieses Potenzial ist menschlich und daher nie ausgeschöpft. „Extreme Cities“ fördern den kulturellen und sozialen Austausch und gewinnen dadurch an Stärke.

www.extreme-cities.gsapp.org
www.audi-urban-future-initiative.com

„Switch & Share”: Meejin Yoon von Höweler + Yoon Architekten, die mit Federico Parolotto vom italienischen Büro Mobility in Chain (MiC) ihre Heimat Boston als Testlabor für neue Mobilitätskonzepte vorschlägt. Foto © Audi Urban Future Initiative
Pendeln in der Zukunft: effizienter, angenehmer und umweltverträglicher durch neue Transportmöglichkeiten und nahtlosere Verbindungen. Foto: Höweler + Yoon Architecture © Audi Urban Future Initiative
Smart Switching: Lücken der Nutzung zwischen Mobilitäts-Systemen identifizieren, verbinden und smarter nutzen. Foto: Höweler + Yoon Architecture © Audi Urban Future Initiative
Die Region Boswash ist charakterisiert von einem hohen Grad von öffentlicher und privater Mobilität, um diese zu optimieren schauen die Experten auf das Phänomen der „letzten Meile“. Foto: Höweler + Yoon Architecture © Audi Urban Future Initiative
„Shareway“ to heaven: Mit ihrer ausgezeichneten Mobilitäts-Vision für Boston verbinden Höweler + Yoon Architekten verschiedene Transportsysteme in einer Art „physikalisches Internet“. Foto: Höweler + Yoon Architecture © Audi Urban Future Initiative
Um die Boston vor einem Verkehrskollaps zu bewahren, arbeiten die Experten von Audi, Höweler + Yoon und Stylepark im Rahmen des „City Dossiers“ ganz pragmatisch an Pilotprojekten. Foto: Höweler + Yoon Architecture © Audi Urban Future Initiative
Wie kann die Stadt von Mobilität profitieren? Alexandros Washburn, Leiter des Städtebauamts in New York City, und Kairos Shen, Stadtplaner von Boston. Foto © Audi Urban Future Initiative
News & Stories › 2013 › Mai
Was tut die Stadt für mich?
Was tue ich für die Stadt?
von Martina Metzner | 29. Mai 2013
Schon jetzt platzen Städte aus allen Nähten. Um das Leben in den Megacities von Morgen zu gestalten, brauchen wir neue Formen von Mobilität. In New York suchten Experten von Audi gemeinsam mit Architekten, Stadtplanern und Wissenschaftlern nach Antworten auf eine der dringendsten Fragen der Zukunft.
Am 23. Mai 2007 war es soweit. Nach Hochrechnungen der UNO lebte erstmals die Hälfte aller Menschen in einer Stadt. Tendenz: extrem steigend. 2030 werden es rund 60 Prozent sein, 2050 sogar 70 Prozent – und das bei immer mehr Erdbewohnern. Die rasante Zunahme der Weltbevölkerung wirft viele Fragen auf. Mobilität ist nur eine davon, allerdings eine der wichtigsten.

Sechs Jahre später, im Mai dieses Jahres, treffen sich Experten in New York um über die Mobilität der Zukunft zu diskutieren. Mit an Bord sind Architekten, Stadtplaner, Wissenschaftler und Experten von Audi, der Columbia University, von Höweler + Yoon Architekten und von Stylepark. Beim „Extreme Cities Project“ geht die Expertenrunde von der „Extremsituation“ aus, dass 2050 nahezu Dreiviertel der Weltbevölkerung in einer Stadt leben wird, in Zahlen gesprochen rund 6,3 Milliarden. Besonders in Asien und Afrika werden dann noch mehr Megacities entstanden sein. Ein Katalysator für weiteres Wachstum, aber nur unter der Voraussetzung einer funktionierenden Mobilität. Umdenken ist angesagt.

Langzeitradar für Audi

Das Wetter ist top, die Frisuren sitzen, der Ablauf ist reibungslos. Gemeinsam entwickeln und diskutieren die Vertreter der Privatwirtschaft mit Wissenschaftlern schnelle, unbürokratische Lösungen. Audi engagiert sich bereits seit drei Jahren im Rahmen der „Audi Urban Future Initiative“ rund um das Thema „Mobilitätskonzepte für die Zukunft“. Neben den alle zwei Jahre vergebenen „Audi Urban Future Awards“ sind es Workshops wie eben jene, die der Automobilhersteller dazu nutzt, sich fit für die Zukunft zu machen. Es geht darum, bewusst über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken, wobei ganz oben auf der Agenda die Leitfragen stehen: „Wie können wir das Leben in den Städten von morgen verbessern?“ Und wie verändert sich Mobilität?

Doch nicht allein die Weiterentwicklung bereits vorhandener Infrastrukturen und Verkehrsmittel werden in New York diskutiert, es werden auch völlig neue Ansätze vorgestellt, wie Mobilität in der Zukunft aussehen könnte. Einen Rahmen dafür bilden fünf Hypothesen über Mensch, Mobilität und Stadt im Jahr 2050, die als ein Ergebnis aus einer Kooperation von Audi mit der Columbia University New York hervorgegangen sind und erstmals öffentlich vorgestellt werden.

„Wir haben fünf wesentliche Faktoren von Städten identifiziert, die wir analysieren und ausreizen“, erklärt Mark Wigley, Dekan der Columbia Graduate School of Architecture und Leiter der Runde. „Wir betrachten diese Faktoren als die ureigensten Prinzipien urbaner Dichte, als Katalysatoren, durch die Städte entstehen und sich weiterentwickeln.“

„Potenziale des Generationsmix“, „Asymmetrische Mobilität“, „Komplexität“, „Migration“ und „Großzügigkeit“ – das sind die Stichworte der Hypothesen (siehe unten), an denen sich Audi wie an einem Langzeitradar kontinuierlich ausrichten wird, so Luca de Meo, Audi-Vorstand für Vertrieb und Marketing. Die Hypothesen sollen künftigen Produkt- und Service-Entwicklungen des Autobauers Impulse geben, womit die Gemeinschaftsarbeit von Audi mit der Columbia University, so sagt de Meo weiter, ein Weg zu nachhaltiger Mobilität sei.

Testlabor Boston

Auch an Konzepten für die Metropolregion Boston-Washington, kurz Boswash, die 2011 von Stylepark als Kurator als eines der globalen Testlabors für den „Audi Urban Future Award 2012“ ausgesucht wurde, wird im Rahmen des „City Dossier Boston“ weiter gearbeitet. Schon seit längerem steht das Ballungsgebiet im Fokus von Stadtplanern, aufgrund seines wuchernden Netzwerks von Stadtrandgebieten, Außenbezirken und dicht besiedelten Innenstadtbereichen mitsamt einer Infrastruktur von Straßen und öffentlichen Verkehrsmitteln, deren Zusammenspiel kompliziert und ineffizient ist. Mit am „City Dossier Boston“ arbeiten die Architekten Höweler + Yoon, 2012 die Gewinner des „Audi Urban Future Award“. Ihre Idee eines „Shareway“, einer multimodalen Mobilitätsplattform, die sich durch den Zugang zu Mobilität definiert und auf bereits vorhandenen Strukturen aufbaut, wird bei der Runde in New York weiter konkretisiert. Für das „City Dossier Boston“ haben Höweler + Yoon die vorhandene Infrastruktur in Boston analysiert und mit Blick auf Verbindungen Schwachpunkte identifiziert. Den Fokus richtet das Architekten-Team dabei auf die Bedürfnisse von Pendlern, genauer auf „Switch“ – wie und wo können Übergänge von einem zum anderen Verkehrsmittel nahtloser erfolgen und angenehmer gestaltet werden – und „Share“ – wie und wo können Synergien auf der Basis von bereits vorhandenen Infrastrukturen ausgebaut und genutzt werden.

„Switching und Sharing haben sich zu Schlüsselstrategien in der urbanen Mobilität der Boswash-Region entwickelt“, bekräftigen Meejin Yoon und Eric Höweler. Das „Switching“ werde zunehmend wichtiger, da kein einzelnes Mobilitätssystem all unsere Bedürfnisse erfülle. Und so stellen sich die beiden ihr „Switch & Share“-Modell vor: vom privaten Auto zum Fahrrad-Sharing, vom Auto-Sharing zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Wie wichtig Eigeninitiative ist, wo Leben, Umwelt und damit Mobilität gestaltet werden, betont Alexandros Washburn, Leiter des Stadtbauamts in New York City, und fordert: „Frag nicht, was die Stadt für dich tun kann, sondern: Was kannst du für die Stadt tun? Und wie kann die Stadt von Mobilität profitieren?“ Umdenken und umsetzen, so lautet das Motto der Runde in New York.

Fünf Hypothesen für „Extreme Cities“ im Jahr 2050:

1. Potenziale des Generationsmix. Der Ruhestand wird aufgelöst, ältere Menschen bleiben aktiv und mobil. Da die Menschen rund um den Globus immer älter werden, bieten sich nach Meinung der Experten generationsübergreifenden Synergieeffekte an, die das Modell „Bildung – Beruf – Ruhestand“ aufheben. Die Älteren übernehmen neue Aufgaben, nehmen am gesellschaftlichen Leben einer Stadt weiterhin teil. Eine seniorengerechte Umwelt mit altersgerechter Mobilität und Dienstleistungen wird den Best- und Silver-Agern von morgen gerecht.

2. Asymmetrische Mobilität. Verkehrsströme einer Stadt sind zunehmend asymmetrischer – und damit unvorhersehbar. Die Menschen werden vielfältige Verkehrsmittel benutzen, zwischen denen sie flexibel hin- und herwechseln können. Dank des technischen Fortschritts durch neue Informationstechnologien werden Fortbewegungskosten dramatisch gesenkt. Insgesamt wird Mobilität in der Stadt dadurch komplexer, vielfältiger und flexibler.

3. Komplexität. Die Stadt bietet einen bunten Strauß an Möglichkeiten und Ressourcen. Hier finden sich Menschen aller Klassen, Ethnizitäten und mit unterschiedlichen Ideen zusammen, die durch multiple, sich überschneidende lokale Systeme und gemeinsame Infrastrukturen und Technologien Wachstum vorantreiben. Solche komplexe Systeme sind natürlich auch besonders anfällig für Störungen wie Naturkatastrophen oder Kriege, da sie aufeinander aufbauen. Nutzt eine „Extreme City“ diese komplexen Ressourcen intelligent und effizient, können nach Meinung der Expertenrunde neue Ressourcen entstehen.

4. Migration. Vom Steinzeit- zum Stadtnomaden. Rund um die Welt werden sich Migrationsströme verstärken, die Städte werden dadurch durchlässiger und dynamischer. Das Umziehen wird zur Norm und der Unterschied zwischen „zuhause“ und „unterwegs“ wird sich mehr und mehr auflösen. Diese Wanderung zwischen und innerhalb der Städte werden „Extreme Cities“ mit neuen Infrastrukturen und Mobilitätskonzepten begünstigen.

5. Großzügigkeit. Schenken macht stark. Seit jeher war die Stadt ein Ort der Großzügigkeit, ein Ort des Zusammenlebens, wo Menschen sich austauschen, Dinge teilen, Wissen weitergeben. Das Geben und Nehmen treibt eine Stadt voran. Und das Beste daran: Dieses Potenzial ist menschlich und daher nie ausgeschöpft. „Extreme Cities“ fördern den kulturellen und sozialen Austausch und gewinnen dadurch an Stärke.

www.extreme-cities.gsapp.org
www.audi-urban-future-initiative.com