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Ein Boden der leuchtet
07.10.2014
Die Lichtlinien von TTC Timmler schlängeln sich durch den Innenhof des Verwaltungsgebäudes. Foto © TTC Timmler

Die neue Enervie-Zentrale in Hagen-Haßley wurde im Mai 2014 fertig gestellt. Nachhaltiges Wirtschaften ist das Motto des Energiekonzerns, der Südwestfalen mit Energie und Wasser versorgt. Um dieses auch im eigenen Unternehmen erfolgreich umzusetzen, war ein Neubau der Firmenzentrale notwendig. Denn zuvor waren Verwaltung und Werkstätten des Betriebes auf insgesamt neun Standorte im Stadtgebiet verteilt: Das führte zu langen Fahrtzeiten und hohen Miet- und Betriebskosten.

Die neue Zentrale bündelt nun alle Bereiche des Unternehmens an einem Ort. Hierfür entwarfen JSWD Architekten eine Anlage mit unterschiedlich hohen Bauten. Die umlaufende Fassade aus vertikalen Metall-Lamellen fasst die Baukörper zu einem optisch einheitlichen Komplex zusammen. Den Eingang markiert der höchste Kubus: das neue, viergeschossige Bürogebäude des Energiekonzerns. Dahinter schließen sich die Werkstätten und eine Prüfstelle für Zähler und Schaltanlagen an, verbunden durch eine großzügige Freifläche. Um weitere Kosten zu sparen, wurden Photovoltaik-Anlagen, Solarthermie sowie Kleinwindkraftanlagen im neuen Firmensitz integriert – denn dieser soll sich künftig autonom mit Energie versorgen können.

Den Mittelpunkt des Bürogebäudes bildet ein aufwendig gestalteter Innenhof – ein Ort, an dem sich die Mitarbeiter informell treffen, die Mittagspause genießen und sich ein wenig Erholung gönnen. Der Boden des Innenhofes besteht aus zwei verschiedenfarbigen Belägen. Die geschwungenen Flächen der Beläge akzentuieren die Bereiche des Hofes. Kleine Sitzwürfel, Bäume und Beete, die mit Bambus bepflanzt wurden, laden zum Verweilen ein. Das internationale Lichtplanungsbüro Licht Kunst Licht AG Berlin/Bonn, unter Führung von Prof. Andreas Schulz, entschied sich für ein raffiniertes Lichtkonzept, das den Innenhof nicht nur in ein atmosphärisches Licht taucht, sondern zugleich auch als Wegleitsystem dient. Hierfür beauftragten sie die Firma TTC Timmler. Zwischen den unterschiedlichen Belägen wurden insgesamt 120 Meter LED-Lichtlinien eingelassen, die bündig abschließen.

Die Lichtlinien sind äußert robust, sodass ihnen auch eine hohe Belastung durch viele Fußgänger nichts anhaben kann. Sie folgen den unterschiedlich geschwungenen Flächen und betonen so auch bei Dunkelheit das Muster auf dem Boden, das durch die beiden Farben der Beläge entsteht. Die unterschiedlichen Radien der Linienführungen waren ohne Probleme realisierbar. Die LEDs tauchen nun das Herzstück der neuen Zentrale von Enervie in ein stimmungsvolles Licht – und verbrauchen, wie es der Bauherr wünschte, nur wenig Energie.

Die Lichtlinien von TTC Timmler schlängeln sich durch den Innenhof des Verwaltungsgebäudes. Foto © TTC Timmler
Alle LED-Linien verfügen über eine DMX-Steuerung. Foto © TTC Timmler
Die Lichtlinien setzen farbliche Akzente und sind auch bei Dunkelheit noch gut zu sehen. Foto © TTC Timmler
Helles und dunkles Grau wird durch die Lichtlinien voneinander klar abgegrenzt. Foto © TTC Timmler
TTC Timmler installierte die Lichtlinien mit individuellen Radien. Foto © TTC Timmler
Die Lichtlinien schließen bündig mit der Bodenfläche ab. Foto © TTC Timmler
Stark belastbar – eine Eigenschaft, die bei einer Bodenbeleuchtung besonders wichtig ist. Foto © TTC Timmler
Das geschwungene Fußbodenmuster bildet einen Kontrast zu der Symmetrie der Fassade. Foto © TTC Timmler

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