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Frida aus Manzano
07.04.2016

Vor zehn Jahren gründete Pedrali ein Werk in Manzano im Friaul, in der Provinz Udine, einer Region, die für ihre traditionelle Textil- und Möbelproduktion bekannt ist. Ein wichtiger Grund für den Hersteller, dort die Produktion der Holzmöbel in einem neuen Werk anzusiedeln, während im lombardischen Bergamo seit 50 Jahren mit Kunststoffen, Metall und Polsterungen gearbeitet wird. In Manzano jedoch nutzt das Familienunternehmen zwar die traditionelle Expertise im Umgang mit Holz, nutzt aber Hightech aus dem 21. Jahrhundert. Das Produktionsmodell entspricht demselben wie in der Produktionsstätte in Bergamo: Der Großteil aller Produkte und Komponenten wird intern gefertigt, um ein Maximum an Qualität zu garantieren und dabei die Kontrolle über jede Phase der Herstellung zu haben – und zwar vom Design-Prozess bis eben zur Produktion selbst. Industrieroboter führen die einzelnen Arbeitsschritte mit größter Präzision aus, und kommen auch bei der auf Wasser basierten Lackierung zum Einsatz. Große Stückzahlen ermöglichen dabei faire Preise für die Endkunden, die die italienischen Möbel vor allem für den Objektbereich verwenden.

Der Stuhl „Frida“ zeigt sehr schön diesen „Spagat“ zwischen traditionellem Handwerk und zeitgemäßer Produktion: Auf den ersten Blick erinnert das Modell an elegante, zeitlose Klassiker mit sehr leichten, schnörkellosen Design. Doch wer genau hinschaut, erkennt schnell, in welchem Maße die Reduktion der Form und die Verarbeitung der Details gelungen ist: Die leicht gewölbte Sitzschale aus Holz ist „State of the art“, der Stuhl wirkt sehr skulptural und fällt zudem durch feine, feminine Konturen ins Auge. Der Entwurf von Odoardo Fioravanti wurde bereits 2011 mit dem Designpreis „Compasso d’oro“ honoriert. „Frida“ wird aus gebleichter Eiche und gebeizter Wenge gefertigt und steht für die edlen Hölzer, die Pedrali in Manzano verarbeitet.

Auch der Stuhl „Babila“, ebenfalls von Fioravanti entworfen, wirkt leicht und zeitlos. In der Holz-Ausführung hat er eine Sitzfläche aus Schichtholz, allerdings gibt es ihn auch mit eleganten Kufen oder mit einer Sitzschale aus Technopolymer. Ein ähnlicher Mix von Materialien kommt seit 2015 bei der Produktion des Stuhles „Nemea“ zum Einsatz. Hier verstärkt ein Aluminiumrahmen die Sitzfläche des Stuhls mit den charakteristisch schrägen Hinterbeinen. Auch hier wurde der klassische Look, realisiert von dem Designer-Trio Michele Cazzaniga, Simone Mandelli und Antonio Pagliarulo, auf grundlegende Formen reduziert und passt somit hervorragend in Hotels, Bars oder Restaurants. Der Stuhl ist stapelbar und so auch in großen Mengen leicht zu handhaben. Dass die Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen, versteht sich im Jahre 2016 von selbst. (rw)

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Die Holzproduktion von Pedrali feiert ihr 10-jähriges Betriebsjubiläum mit der Sanierung und Erweiterung ihrer Produktionseinheit in Manzano. Neuste technische Ausstattung und erfahrene Handwerker schaffen die hochqualitativen Möbel von Pedrali. Video © Pedrali

Industrieroboter führen die einzelnen Arbeitsschritte mit größter Präzision aus, und kommen auch bei der auf Wasser basierten Lackierung zum Einsatz.
Foto © Filippo Romano

Wo die Möbel von Pedrali entstehen: In dem Werk in Manzano arbeiten gerade einmal 20 Mitarbeiter. Foto © Filippo Romano – Rechtes Bild: Tivoli Stuhl von Cazzaniga Mandelli Pagliarulo. Foto © Pedrali

Pedrali legt Wert darauf möglichst alle Möbel-Komponenten selbst herzustellen, das sichert die Unabhängigkeit und spart Kosten. Foto © Filippo Romano

Wie von Geisterhand bewegen sich die Möbelkomponenten durch die Fabrikation.
Foto © Filippo Romano

Die "Babila"-Kollektion von Odo Fioravanti. Foto © Pedrali

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