NACHHALTIGKEIT
Gutes Klima
"KlimaKover" heißt der Pavillon, der in Städten während der heißen Sommermonate zukünftig für Abkühlung sorgen soll: Henning Larsen hat in Zusammenarbeit mit der University of Pennsylvania und AIL Research ein Verfahren entwickelt, das Strahlungskühlungstechnologie nutzt, um die Belastung durch Hitzestress zu reduzieren. Der Energieverbrauch soll dabei zehnmal geringer sein als der von herkömmlichen Klimaanlagen. Das System besteht aus modularen Paneelen, die an die jeweilige städtische Umgebung angepasst werden können. Diese sorgen für Strahlungskühlung und -heizung, werden mit Solarenergie betrieben und benötigen keine externe Wasserversorgung.
Im Detail zirkuliert das System gekühltes Wasser durch Mikroröhrchen in die Strahlungspanels und bietet zudem eine Beschattung aus Stoff. Dank der infrarotdurchlässigen Membran kann eine Kondensation vermieden werden. "Untersuchungen unserer Partner an der University of Pennsylvania zeigen, dass die Paneele innerhalb von fünf bis sieben Minuten beginnen, den Körper zu kühlen, wobei der Effekt dann spürbar wird, und nach 20 Minuten ist das Kühlgefühl deutlich zu spüren", so Kritika Kharbanda, Leiterin der Abteilung für Nachhaltigkeit bei Henning Larsen.
Für die Struktur des Prototypen wurde Carbon Smart Wood verwendet, das eine negative CO2-Bilanz hat. Hergestellt wird es aus Holz, das andernfalls entsorgt werden müsste. Thermisch modifiziert mittels einer Ofentrocknungstechnologie, entwickelt es bei der Verwendung im Außenbereich eine silberne Patina. Der Aufbau kann als permanente oder temporäre Lösung konstruiert werden und ist erweiterbar. Etwa 75 US-Dollar pro Quadratfuß kostet aktuell die Serienproduktion. "Wir können uns vorstellen, dass KlimaKover Schulhöfe, Bushaltestellen, Straßenverkäufer oder Baustellen beschattet und so zeigt, wie energiesparende Kühlung in Städten skaliert werden kann", so Jakob Stramann-Andersen, Direktor für Innovation und Nachhaltigkeit bei Henning Larsen.
Die erste KlimaKover-Installation steht derzeit auf Governors Island in New York und ist dort frei zugänglich. Nach Auswertung der Daten soll diese im kommenden Jahr an diversen Orten in der Stadt für die Bürgerinnen und Bürger aufgestellt werden, um dort jeweils die Leistungsfähigkeit zu testen. (am)













