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STYLEPARK x TRENDSPOT DESIGN
Die Stylepark
Architects’ Lounge
von Jörg Boner
Treffpunkte sind aus architektonischer Sicht ein herausforderndes Thema: Wie schafft man die Balance zwischen Rückzugsmomenten und Netzwerkatmosphäre? Wie können Aufenthaltsqualitäten klar signalisiert werden? Und was macht einen Treffpunkt aus, dass er als solches erkannt und angenommen wird? Das Gestaltungskonzept von Jörg Boner für die „Stylepark Architects’ Lounge“ der diesjährigen Light + Building in Frankfurt am Main setzt gezielt auf einige einfache, aber wirkungsvolle Elemente – und auf ein austariertes Raumkonzept, das gleichermaßen Funktion und Aufenthaltsqualität erfüllt.

Räume zum Innehalten

Der 420 Quadratmeter große Bereich in Halle 1.2 ist optisch durch rot lasierte Spanplatten hervorgehoben, die den gesamten Boden sowie die Wände überspannen und die unterschiedlichen Nutzungszonen visuell zusammenfassen. Die Ausstellung des „Design Plus“-Wettbewerbs, das „Stylepark Café“ und die leicht erhöhte „Stylepark Architects’ Lounge“ für geladene Gäste bilden eine Einheit, die sich klar absetzt innerhalb der Messehalle: Ein Ort, an dem Besucher bei ihrem Rundgang innehalten und neue Energie schöpfen, an dem sich das Fachpublikum in lockerer Atmosphäre trifft und austauscht. Und nicht zuletzt ein Ort, an dem die stringente Handschrift von Jörg Boner als Gestalter gleich mehrfach ersichtlich wird – im räumlichen Konzept als auch in der Einrichtung und den Produktinszenierungen.

Durch den langgestreckten Raum verläuft in Längsrichtung ein in Dunkelblau abgesetzter Weg, der über eine Treppe führt, die die „Design Plus“-Ausstellung mit dem Café und der Lounge verbindet. Auf der Treppe kann man den gesamten Raum überblicken – ein Orientierungsmoment, der auf einer Messe besonders wichtig ist. Ein kleines, einfaches Häuschen, das unmittelbar an die Treppenkonstruktion anschließt und in seiner Erscheinung an eine reduzierte architektonische Follie erinnert, dient als Theke für das Café. Im großzügigen Cafébereich selbst laden Boners Stühle „Juppa“ für Atelier Pfister an runden Tischen zum Verweilen ein.

Lichter Himmelskörper

Den optischen und alles an Höhe überragenden Anziehungspunkt bildet eine Installation, die Jörg Boner aus insgesamt zehn „Go“-Leuchten entwickelt hat. Die Straßenleuchten von Ewo sind in regelmäßigen Abständen im Kreis platziert, zwischen ihnen ist ein weißes, textiles Dach gespannt, das wie eine große optische Linse nach innen gewölbt erscheint. Von oben strömt das Licht der LED-Mastaufsatzleuchten in den textilen Diffusor und erhellt eine kreisrunde Zone unter ihm. Himmelskörper und astronomische Geräte, Wissenschaft und Atmosphäre begegnen sich im Assoziationsfeld der Installation: Die polygonale Struktur der einzelnen Textilelemente, aus denen sich das Dach zusammensetzt, erinnert an mathematische und wissenschaftliche Phänomene; die Installation selbst an eine Forschungsstation, die von einfachen Zweckbauten umgeben ist.

Der Lichtkreis, der sich auf der Bodenfläche abzeichnet, schafft einen Übergang zwischen dem Café und der Lounge, die mit den komfortablen Leder-Sesseln und -Sofas „Oyster“ von Jörg Boner für Wittmann ausgestattet ist. Abgeschottet vom Trubel schweift so der Blick der Lounge-Besucher bequem zum jeweiligen Gegenüber und über das Café. Komfortabler könnte der Rückzugsort für die Gespräche des Fachpublikums wohl kaum ausfallen.
Modell im Studio von Jörg Boner: Der „Design Plus“-Wettbewerb, das „Stylepark Café“ und die „Stylepark Architects’ Lounge“ Gäste finden auf 420 Quadratmetern in Halle 1.2 Platz. Foto © Jörg Boner Productdesign
Den optischen Anziehungspunkt bildet eine Installation, die Jörg Boner aus zehn „Go“-Leuchten entwickelt hat. Foto © Jörg Boner Productdesign
Der Weg, der über eine Treppe führt, verbindet die Ausstellung mit dem Café und der Lounge. Foto © Jörg Boner Productdesign
Produkte
Wittmann: Oyster Fauteuil XL @ Stylepark
Wittmann
Oyster Fauteuil XL
Jörg Boner
Wittmann: Oyster Hocker @ Stylepark
Wittmann
Oyster Hocker
Jörg Boner
ewo: GO  @ Stylepark
ewo
GO
Jörg Boner
Normann Copenhagen: Petal @ Stylepark
Normann Copenhagen
Petal
Jörg Boner
Atelier Pfister: Lavin Wandleuchte @ Stylepark
Atelier Pfister
Lavin Wandleuchte
Jörg Boner
Wittmann: Oyster Sofa 140 @ Stylepark
Wittmann
Oyster Sofa 140
Jörg Boner
Wittmann: Oyster & Oyster II @ Stylepark
Wittmann
Oyster & Oyster II
Jörg Boner
Nils Holger Moormann: Dresscode @ Stylepark
Nils Holger Moormann
Dresscode
Jörg Boner
ewo: UN @ Stylepark
ewo
UN
Jörg Boner
Atelier Pfister: Lavin Pendelleuchte @ Stylepark
Atelier Pfister
Lavin Pendelleuchte
Jörg Boner
News & Stories › 2016 › März
Die Stylepark
Architects’ Lounge
von Jörg Boner
von Sandra Hofmeister | 2. März 2016
Für die „Stylepark Architects’ Lounge“ der Light + Building in Frankfurt am Main setzt der Schweizer Gestalter Jörg Boner gezielt auf einige einfache, aber wirkungsvolle Elemente.
Treffpunkte sind aus architektonischer Sicht ein herausforderndes Thema: Wie schafft man die Balance zwischen Rückzugsmomenten und Netzwerkatmosphäre? Wie können Aufenthaltsqualitäten klar signalisiert werden? Und was macht einen Treffpunkt aus, dass er als solches erkannt und angenommen wird? Das Gestaltungskonzept von Jörg Boner für die „Stylepark Architects’ Lounge“ der diesjährigen Light + Building in Frankfurt am Main setzt gezielt auf einige einfache, aber wirkungsvolle Elemente – und auf ein austariertes Raumkonzept, das gleichermaßen Funktion und Aufenthaltsqualität erfüllt.

Räume zum Innehalten

Der 420 Quadratmeter große Bereich in Halle 1.2 ist optisch durch rot lasierte Spanplatten hervorgehoben, die den gesamten Boden sowie die Wände überspannen und die unterschiedlichen Nutzungszonen visuell zusammenfassen. Die Ausstellung des „Design Plus“-Wettbewerbs, das „Stylepark Café“ und die leicht erhöhte „Stylepark Architects’ Lounge“ für geladene Gäste bilden eine Einheit, die sich klar absetzt innerhalb der Messehalle: Ein Ort, an dem Besucher bei ihrem Rundgang innehalten und neue Energie schöpfen, an dem sich das Fachpublikum in lockerer Atmosphäre trifft und austauscht. Und nicht zuletzt ein Ort, an dem die stringente Handschrift von Jörg Boner als Gestalter gleich mehrfach ersichtlich wird – im räumlichen Konzept als auch in der Einrichtung und den Produktinszenierungen.

Durch den langgestreckten Raum verläuft in Längsrichtung ein in Dunkelblau abgesetzter Weg, der über eine Treppe führt, die die „Design Plus“-Ausstellung mit dem Café und der Lounge verbindet. Auf der Treppe kann man den gesamten Raum überblicken – ein Orientierungsmoment, der auf einer Messe besonders wichtig ist. Ein kleines, einfaches Häuschen, das unmittelbar an die Treppenkonstruktion anschließt und in seiner Erscheinung an eine reduzierte architektonische Follie erinnert, dient als Theke für das Café. Im großzügigen Cafébereich selbst laden Boners Stühle „Juppa“ für Atelier Pfister an runden Tischen zum Verweilen ein.

Lichter Himmelskörper

Den optischen und alles an Höhe überragenden Anziehungspunkt bildet eine Installation, die Jörg Boner aus insgesamt zehn „Go“-Leuchten entwickelt hat. Die Straßenleuchten von Ewo sind in regelmäßigen Abständen im Kreis platziert, zwischen ihnen ist ein weißes, textiles Dach gespannt, das wie eine große optische Linse nach innen gewölbt erscheint. Von oben strömt das Licht der LED-Mastaufsatzleuchten in den textilen Diffusor und erhellt eine kreisrunde Zone unter ihm. Himmelskörper und astronomische Geräte, Wissenschaft und Atmosphäre begegnen sich im Assoziationsfeld der Installation: Die polygonale Struktur der einzelnen Textilelemente, aus denen sich das Dach zusammensetzt, erinnert an mathematische und wissenschaftliche Phänomene; die Installation selbst an eine Forschungsstation, die von einfachen Zweckbauten umgeben ist.

Der Lichtkreis, der sich auf der Bodenfläche abzeichnet, schafft einen Übergang zwischen dem Café und der Lounge, die mit den komfortablen Leder-Sesseln und -Sofas „Oyster“ von Jörg Boner für Wittmann ausgestattet ist. Abgeschottet vom Trubel schweift so der Blick der Lounge-Besucher bequem zum jeweiligen Gegenüber und über das Café. Komfortabler könnte der Rückzugsort für die Gespräche des Fachpublikums wohl kaum ausfallen.
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