transparent_layer
db-images/cms/banner/img/l1_v369373_958_728_90-1.jpg
Blättern: First Back
von 2143 Forward End
Französische Finesse
Hermès Maison im Palazzo Serbelloni
23. April 2014
Hermès hält Hof im Palazzo Serbelloni – und setzt die einsame Arbeit eines Schriftstellers stilvoll in Szene. Alle Fotos © François Lacour for Hermès
Wie ein König hielt Hermès Maison anlässlich der Vorstellung seiner neuen Möbel- und Leuchtenkollektion Hof im Palazzo Serbelloni. Die Wahl fiel gewiss nicht zufällig auf dieses barocke Prunkstück aus dem 18. Jahrhundert – bereits Napoleon und Josephine wohnten darin.

Das Erlebnis von ausgesuchter Exklusivität begann schon mit der Einladungskarte, die auf feinstem Papier gedruckt war. Wer am viel zu gut aussehenden Security-Personal vorbei kam, durfte sich erwartungsfroh die Treppe hinauf schwingen, um schon im Vorraum eine erste Ahnung der bevorstehenden Pracht zu bekommen: Vor einer hinterleuchteten Glaswand mit Blumenmuster entfaltete sich eine Szenerie, die einem Schriftsteller ein Genuss sein muss. Er könnte auf einer Liege, die aus einem mit Lederriemen bespannten Holzrahmen besteht, ausruhen und über die Literatur sinnieren, die auf dem kleinen Schreibtisch daneben Platz findet. Licht spenden tragbare, lederummantelte Leuchten: „La Lanterne d’Hermès“ von Lichtkünstler Yann Kersalé, die dreifach teilbar sind und die an einen Leuchtturmwärter erinnern, der nachts noch seine letzte Runde dreht.

Dieser Raum hätte unsere Träume genug beflügelt, es ging aber noch weiter. In einem prächtigen Saal mit Malereien und Lüstern zeigte Hermès Maison Sessel und Sofas, Leuchten, Tische und Schränke – darunter auch die neuen Re-Editionen von Jean-Michel Frank. Ein Sessel, eine Bank und ein Beistelltisch erweitern die seit 2010 wiederaufgelegte Kollektion des französischen Möbeldesigners, der im Zweiten Weltkrieg vor dem Naziregime nach Amerika geflüchtet war. Bestes Leder, eine hochwertige Verarbeitung und elegante Formen zeichnen alle Objekte aus. Etwa einen Schrank allein für Getränke, ein anderer nur für Schuhe – Napoleon und Josephine hätten ihre wahre Freude daran gehabt. Schade nur, dass große Teile des Palazzo von einer Holzkonstruktion verdeckt wurden, die den Produkten eine Bühne bot. Wie viel schöner wäre es gewesen, die neuen Leuchten „Pantographe“ und „Harnais“ von Michele de Lucchi oder Philippe Nigros „Nécessaires d’Hermès“ vor dem eigentlichen Interieur zu sehen. An diesem Punkt verließen wir ähnlich einem Leuchtturmwärter den Palazzo, zogen hinaus in den milden Mailänder Abend, während unsere Gedanken sehnsuchtsvoll dem aus kühnen Träumen geborenen Ort für Mußestunden hinterherhingen. (bw)

www.hermes.com
Nicht ohne meinen Kofferschrank: Der „Coffre à chaussures“ bietet Platz für bis zu 18 Paar Schuhe und ein Paar Stiefel. Daneben: Hermès erweitert die Re-Edition des Designers Jean-Michel Frank (1895 - 1941) um eine Bank, einen Sessel und einen Konsolentisch und legt mit „Harnnais“ eine neue Leuchte von Michele De Lucchi auf.
Früher logierten hier Napoleon und Josephine, heute sind es die neuen Möbel und Leuchten des französischen Lederwarenconnaisseurs Hermès – im Vordergrund „Pantographe“, im Hintergrund „Harnais“ von Michele De Lucchi.
News & Stories › 2014 › April
Französische Finesse
Hermès Maison im Palazzo Serbelloni
23. April 2014
Das französische Meisteratelier stellt zum Salone zu Leder gewordene Träume vor: „La Lanterne d’Hermès“ von Yann Kersalé, „Pantographe“ und „Harnais“ von Michele de Lucchi sowie weitere Re-Editionen von Jean-Michel Frank.
Wie ein König hielt Hermès Maison anlässlich der Vorstellung seiner neuen Möbel- und Leuchtenkollektion Hof im Palazzo Serbelloni. Die Wahl fiel gewiss nicht zufällig auf dieses barocke Prunkstück aus dem 18. Jahrhundert – bereits Napoleon und Josephine wohnten darin.

Das Erlebnis von ausgesuchter Exklusivität begann schon mit der Einladungskarte, die auf feinstem Papier gedruckt war. Wer am viel zu gut aussehenden Security-Personal vorbei kam, durfte sich erwartungsfroh die Treppe hinauf schwingen, um schon im Vorraum eine erste Ahnung der bevorstehenden Pracht zu bekommen: Vor einer hinterleuchteten Glaswand mit Blumenmuster entfaltete sich eine Szenerie, die einem Schriftsteller ein Genuss sein muss. Er könnte auf einer Liege, die aus einem mit Lederriemen bespannten Holzrahmen besteht, ausruhen und über die Literatur sinnieren, die auf dem kleinen Schreibtisch daneben Platz findet. Licht spenden tragbare, lederummantelte Leuchten: „La Lanterne d’Hermès“ von Lichtkünstler Yann Kersalé, die dreifach teilbar sind und die an einen Leuchtturmwärter erinnern, der nachts noch seine letzte Runde dreht.

Dieser Raum hätte unsere Träume genug beflügelt, es ging aber noch weiter. In einem prächtigen Saal mit Malereien und Lüstern zeigte Hermès Maison Sessel und Sofas, Leuchten, Tische und Schränke – darunter auch die neuen Re-Editionen von Jean-Michel Frank. Ein Sessel, eine Bank und ein Beistelltisch erweitern die seit 2010 wiederaufgelegte Kollektion des französischen Möbeldesigners, der im Zweiten Weltkrieg vor dem Naziregime nach Amerika geflüchtet war. Bestes Leder, eine hochwertige Verarbeitung und elegante Formen zeichnen alle Objekte aus. Etwa einen Schrank allein für Getränke, ein anderer nur für Schuhe – Napoleon und Josephine hätten ihre wahre Freude daran gehabt. Schade nur, dass große Teile des Palazzo von einer Holzkonstruktion verdeckt wurden, die den Produkten eine Bühne bot. Wie viel schöner wäre es gewesen, die neuen Leuchten „Pantographe“ und „Harnais“ von Michele de Lucchi oder Philippe Nigros „Nécessaires d’Hermès“ vor dem eigentlichen Interieur zu sehen. An diesem Punkt verließen wir ähnlich einem Leuchtturmwärter den Palazzo, zogen hinaus in den milden Mailänder Abend, während unsere Gedanken sehnsuchtsvoll dem aus kühnen Träumen geborenen Ort für Mußestunden hinterherhingen. (bw)

www.hermes.com