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Girard meets Eames
Streichholzschachteln. Gestempelte Kartons. Ein Zettelkasten voller Zitate. Unzählige winzige Porträts – Alexander Girard war ein leidenschaftlicher, geradezu manischer Sammler. In jedem Schnipsel, egal ob modernes Industriedesign oder traditionelle Volkskunst, fand er Inspiration, eine Form, eine Idee. Und was der italienisch-amerikanische Architekt aus diesem unerschöpflichen Schatz an Vorlagen alles zu machen wusste! Ob Corporate Design für eine Fluglinie oder ein Interior für den Industriellen J. Irwin Miller – Girard entwickelte aus jedem Projekt ein Gesamtkunstwerk, durchdacht vom Kaffeebecher bis zur Steckdose. Er arbeitete mit Saul Steinberg und Georgia O’Keeffe zusammen, mit Eero Saarinen und George Nelson. Und mit Ray und Charles Eames. Vor allem mit Letzteren verband ihn eine enge und überaus produktive Freundschaft; man tauschte sich aus über Radiodesign und Wohnungsbau, man reiste gemeinsam, und Charles Eames fotografierte sogar Girards Interiors. Dass beide, der Vitra-Altstar und die Wiederentdeckung, nun in den „Home Complements“ zusammenfinden, ist also alles andere als bloß eine zufällige Begegnung.

Außerdem: Girards gesamter Nachlass inklusive seiner umfangreichen Sammlungen liegt heute im Vitra Design Museum; besonders weit war der Weg aus Weil am Rhein hinein in die Bilder- und Gedankenwelt des Architekten und Designers also nicht. Es ist ein fröhliches Universum, mal floral-zart wie das Kissen, mal poppig und schrill wie die bunten Dinge, die nun die „Home Complements“ verstärken. Weitere Nachbarn in Vitras Accessoire-Olymp: Hella Jongerius, Arik Levy, Jasper Morrison, die Bouroullecs und andere – alt sieht Girard aber selbst in Gesellschaft der Jüngsten nicht aus.

www.vitra.com
Girard liebte und sammelte Volkskunst – sein ikonisches „Augen”-Grafikdesign aus den Sechzigern zeugt davon. Foto © Vitra
Foto oben: Produktive Freundschaft: Alexander Girard mit Ray und Charles Eames. Foto © Vitra
2015 von Vitra in den „Homecomplemets“ wieder aufgelegt: Einige der „Graphic Print Pillows“. Foto © Vitra
Die Tabletts entwarf Alexander Girard von 1952 bis 1974… Foto © Vitra
…in unterschiedlichen Mustern. Foto © Vitra
1961 eröffnete Girard das Geschäft „Textiles & Objects“ in New York City, wo er unter anderem Decken verkaufte. Foto © Vitra
In nahezu jedem Projekt sah er kreatives Potenzial… Foto © Vitra
…auch bei Streichholzschachteln. Foto © Vitra
Den Hocker entwarfen die Eames für das „Rockefeller Center” in New York. Foto © Vitra
Markiert den Beginn der Eames’schen Designkarriere: der „Plywood Chair DCW” aus dem Jahr 1945. Foto © Vitra
Mit dem „Wired Chair“ und den „Plastic Chairs DAW“ und „DSW“ setzten die Eames nach dem Krieg Zeichen in puncto Materialeinsatz. Foto © Vitra
Produkte
Vitra: Kissen Maharam Millerstripe multicoloured bright @ Stylepark
Vitra
Kissen Maharam Millerstripe multicoloured bright
Alexander Girard
Vitra: Kissen Maharam Quatrefoil pink @ Stylepark
Vitra
Kissen Maharam Quatrefoil pink
Alexander Girard
Vitra: Eames Desk Unit EDU @ Stylepark
Vitra
Eames Desk Unit EDU
Charles Eames
Ray Eames
Vitra: DCW @ Stylepark
Vitra
DCW
Ray Eames
Charles Eames
Vitra: Eames Stool Modell A @ Stylepark
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Eames Stool Modell A
Charles Eames
Ray Eames
Vitra: Wooden Dolls @ Stylepark
Vitra
Wooden Dolls
Alexander Girard
Vitra: Kissen Maharam Toostripe orange @ Stylepark
Vitra
Kissen Maharam Toostripe orange
Alexander Girard
Vitra: Kissen Maharam Checker black/white @ Stylepark
Vitra
Kissen Maharam Checker black/white
Alexander Girard
Vitra: Wire Chair DKR- 5 @ Stylepark
Vitra
Wire Chair DKR- 5
Ray Eames
Charles Eames
Vitra: Eames House Bird @ Stylepark
Vitra
Eames House Bird
Ray Eames
Charles Eames
News & Stories › 2015 › Juli
Girard meets Eames
von Andreas Kühnlein | 23. Juli 2015
Alexander Girard verband mit Charles Eames eine enge und überaus produktive Freundschaft; dass beider Werke in Vitras „Home Complements“ zusammenfinden, ist also alles andere als bloß eine zufällige Begegnung.
Streichholzschachteln. Gestempelte Kartons. Ein Zettelkasten voller Zitate. Unzählige winzige Porträts – Alexander Girard war ein leidenschaftlicher, geradezu manischer Sammler. In jedem Schnipsel, egal ob modernes Industriedesign oder traditionelle Volkskunst, fand er Inspiration, eine Form, eine Idee. Und was der italienisch-amerikanische Architekt aus diesem unerschöpflichen Schatz an Vorlagen alles zu machen wusste! Ob Corporate Design für eine Fluglinie oder ein Interior für den Industriellen J. Irwin Miller – Girard entwickelte aus jedem Projekt ein Gesamtkunstwerk, durchdacht vom Kaffeebecher bis zur Steckdose. Er arbeitete mit Saul Steinberg und Georgia O’Keeffe zusammen, mit Eero Saarinen und George Nelson. Und mit Ray und Charles Eames. Vor allem mit Letzteren verband ihn eine enge und überaus produktive Freundschaft; man tauschte sich aus über Radiodesign und Wohnungsbau, man reiste gemeinsam, und Charles Eames fotografierte sogar Girards Interiors. Dass beide, der Vitra-Altstar und die Wiederentdeckung, nun in den „Home Complements“ zusammenfinden, ist also alles andere als bloß eine zufällige Begegnung.

Außerdem: Girards gesamter Nachlass inklusive seiner umfangreichen Sammlungen liegt heute im Vitra Design Museum; besonders weit war der Weg aus Weil am Rhein hinein in die Bilder- und Gedankenwelt des Architekten und Designers also nicht. Es ist ein fröhliches Universum, mal floral-zart wie das Kissen, mal poppig und schrill wie die bunten Dinge, die nun die „Home Complements“ verstärken. Weitere Nachbarn in Vitras Accessoire-Olymp: Hella Jongerius, Arik Levy, Jasper Morrison, die Bouroullecs und andere – alt sieht Girard aber selbst in Gesellschaft der Jüngsten nicht aus.

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