transparent_layer
db-images/cms/banner/img/l1_v369374_958_728_90-1.jpg
Blättern: First Back
von 2143 Forward End
Hitzige Orte:
Im Schatten des Riesenpilzes
von Sara Bertsche | 8. August 2014
Die Installation „Hy-Fi“ von David Benjamin ist der Gewinner des Wettbewerbs „Young Architects Program 2014“. Foto © Susan L Shafer
Wenn bei sommerlichen Temperaturen die Luft in den Hochhäuserschluchten in New York City zum flirren beginnt, dann ist die Verlockung, sich unter einen schattigen Baum zu setzen, größer, als sich in den zahlreichen Kunstmuseen und Galerien der Metropole die neusten Ausstellungen anzuschauen. Dieser Verlockung setzt das „MoMa PS1“ aber ein „sowohl-als-auch“ entgegen: Im Innenhof empfängt den Besucher zwar kein Blätterdach, wohl aber bietet ein riesiges Pilzgeflecht mit dem Namen „Hy-Fi“ von dem Architekten David Benjamin einen kühlen Rückzugsort.

Die knapp dreizehn Meter hohe, temporäre Installation ist ein amorphes Gebilde aus drei ineinandergreifenden Röhren, die wie Schornsteine in den Himmel ragen. Rauch entweicht den Öffnungen jedoch nicht, wohl aber die warme Luft aus dem Inneren der Installation. Denn sowohl ihre Form wie auch das Material – Ziegel, die mit einer speziellen Spiegelfolie der Firma 3M überzogen sind und das einfallende Licht reflektieren – sorgen dafür, dass ein erfrischendes Lüftchen in „Hy-Fi“ weht.

Die Ziegel wurden von der New Yorker Fima „Ecovative“ entwickelt, die sich auf die Herstellung organischer Bausubstanzen spezialisiert hat. In dem Bemühen, alternative und umweltfreundliche Bausubstanzen anzubieten, haben sie in ihrer Werkstoffschmiede für die Ziegel ein Gemisch aus Maisstielen und Pilzgeflechten in quadratischen Behältern gedeihen lassen. Den Wachstumsprozess setzen unzählige Mikroorganismen in Gang, sodass bei der Herstellung der Bausteine für „Hy-Fi“ keine externe Energiezufuhr benötigt wird. Also auf ins PS1 und im kühlendem Luftzug der Installation den Sommer genießen.

www.thelivingnewyork.com

„Hy-Fi“ – Young Architects Program
27. Juni bis 6. September 2014
PS1 Contemporary Art Centre
www.momaps1.org


MEHR auf Stylepark:

Hitzige Orte – Modernistisch baden gehen: Garantiert frei von „Riesen-Erlebniswasserrutschen“ und „Hot-Whirlpool“ sind die „Piscinas de Marés“ von Álvaro Siza. Hier badet man ganz in der portugiesischen Moderne.
(04. August 2014)

Hitzige Orte – Die One Man Sauna: Nix gemischte Sauna! In Bochum werden nicht nur Grenzräume analysiert, hier wird auch ganz allein transpiriert.
(14. Juli 2014)

Hitzige Orte - Baden in der Stadt und am Fluss: Kann es Schöneres geben, als an brütend-heißen Tagen, in einem kühlen Fluss zu schwimmen?
(18. Juli 2014)

Hitzige Orte – Ein Pool in der Wüste: In der Wüste ist es, zumindest tagsüber, recht heiß. Da kommt ein Pool, um sich darin abzukühlen, gerade recht. Sofern man den Schlüssel mitgenommen hat
(30. Juli 2014)
Die Ziegel des „Riesenpilzes“ sind biologisch abbaubar – beim Herstellungsprozess werden keinerlei Emissionen freigesetzt. Foto © Susan L Shafer
Kleine Fugen in den Wänden sorgen für Lichtspiele im Inneren der Installation. Foto © Susan L Shafer
Ein Kranz aus spiegelnden Ziegeln bildet den Abschluss der Röhren und reflektiert das einfallende Licht. Foto © Susan L Shafer
„Hy-Fi“ ist dreizehn Meter groß und ist in seiner vollen Gestalt nur von weitem zu erkennen. Foto © Susan L Shafer
Der ökologische Riesenpilz: ein willkommener Rückzugsort in der New Yorker Sommerhitze. Foto © Susan L Shafer
„Hy-Fi“ lugt über die Mauern des PS1-Geländes. Foto © Susan L Shafer
Produkte
3M™: Fasara™ Venetian @ Stylepark
3M™
Fasara™ Venetian
3M™: DI-NOC™ Metallic @ Stylepark
3M™
DI-NOC™ Metallic
3M™: DI-NOC™ Fine Wood @ Stylepark
3M™
DI-NOC™ Fine Wood
3M™: Fasara™ Prism Silver @ Stylepark
3M™
Fasara™ Prism Silver
3M™: DI-NOC™ Abstract Soft @ Stylepark
3M™
DI-NOC™ Abstract Soft
3M™: DI-NOC™ High Gloss @ Stylepark
3M™
DI-NOC™ High Gloss
Architektur › 2014 › August
Hitzige Orte:
Im Schatten des Riesenpilzes
von Sara Bertsche | 8. August 2014
Auf dem Innenhof des Museums of Modern Art verspricht die Installation von David Benjamin ein schattiges Plätzchen in der sommerlichen Hitze – dafür sorgt ein Geflecht aus abertausenden Mikroorganismen.
Wenn bei sommerlichen Temperaturen die Luft in den Hochhäuserschluchten in New York City zum flirren beginnt, dann ist die Verlockung, sich unter einen schattigen Baum zu setzen, größer, als sich in den zahlreichen Kunstmuseen und Galerien der Metropole die neusten Ausstellungen anzuschauen. Dieser Verlockung setzt das „MoMa PS1“ aber ein „sowohl-als-auch“ entgegen: Im Innenhof empfängt den Besucher zwar kein Blätterdach, wohl aber bietet ein riesiges Pilzgeflecht mit dem Namen „Hy-Fi“ von dem Architekten David Benjamin einen kühlen Rückzugsort.

Die knapp dreizehn Meter hohe, temporäre Installation ist ein amorphes Gebilde aus drei ineinandergreifenden Röhren, die wie Schornsteine in den Himmel ragen. Rauch entweicht den Öffnungen jedoch nicht, wohl aber die warme Luft aus dem Inneren der Installation. Denn sowohl ihre Form wie auch das Material – Ziegel, die mit einer speziellen Spiegelfolie der Firma 3M überzogen sind und das einfallende Licht reflektieren – sorgen dafür, dass ein erfrischendes Lüftchen in „Hy-Fi“ weht.

Die Ziegel wurden von der New Yorker Fima „Ecovative“ entwickelt, die sich auf die Herstellung organischer Bausubstanzen spezialisiert hat. In dem Bemühen, alternative und umweltfreundliche Bausubstanzen anzubieten, haben sie in ihrer Werkstoffschmiede für die Ziegel ein Gemisch aus Maisstielen und Pilzgeflechten in quadratischen Behältern gedeihen lassen. Den Wachstumsprozess setzen unzählige Mikroorganismen in Gang, sodass bei der Herstellung der Bausteine für „Hy-Fi“ keine externe Energiezufuhr benötigt wird. Also auf ins PS1 und im kühlendem Luftzug der Installation den Sommer genießen.

www.thelivingnewyork.com

„Hy-Fi“ – Young Architects Program
27. Juni bis 6. September 2014
PS1 Contemporary Art Centre
www.momaps1.org


MEHR auf Stylepark:

Hitzige Orte – Modernistisch baden gehen: Garantiert frei von „Riesen-Erlebniswasserrutschen“ und „Hot-Whirlpool“ sind die „Piscinas de Marés“ von Álvaro Siza. Hier badet man ganz in der portugiesischen Moderne.
(04. August 2014)

Hitzige Orte – Die One Man Sauna: Nix gemischte Sauna! In Bochum werden nicht nur Grenzräume analysiert, hier wird auch ganz allein transpiriert.
(14. Juli 2014)

Hitzige Orte - Baden in der Stadt und am Fluss: Kann es Schöneres geben, als an brütend-heißen Tagen, in einem kühlen Fluss zu schwimmen?
(18. Juli 2014)

Hitzige Orte – Ein Pool in der Wüste: In der Wüste ist es, zumindest tagsüber, recht heiß. Da kommt ein Pool, um sich darin abzukühlen, gerade recht. Sofern man den Schlüssel mitgenommen hat
(30. Juli 2014)