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Hitzige Orte:
Die Brautschleier von Sancy
von Sara Bertsche | 22. August 2014
Elfendusche oder Kunstwerk? Die „Voile de la mariée“ ist nur eines von insgesamt elf Installationen des Festivals. Foto © Louis Sicard
Die grünen Hänge und sanften Hügel der Auvergne erinnern jeden J. R. R. Tolkien Leser an die Landschaft des von ihm erdachten Auenlandes. Ein Ort, an dem nicht nur Hobbits leben, sondern auch Geschichten von Elfen, Feen, Zwergen oder Magiern erzählt werden. Und so ist wenig verwunderlich, das in mitten des Zentralmassivs von Sancy ein Festival mit dem Namen „Horizons Arts-Nature“ stattfindet. Die Natur solle, so die Initiatoren des Festivals, als Inspirationsquelle für Künstler dienen.

Mystisch ist auch die Installation von Louis Sicard: „Voile de la mariée“ nennt er seine Konstruktion aus Kiefernholz, von der Wasser in regelmäßigen Abständen plätschert, sodass der Eindruck einer transparenten, sich bewegenden Wand entsteht, die tatsächlich wie der zarte Brautschleier einer Fee wirkt – und auch als Dusche für Zwerge, Elfen und verschwitzte Wanderer dienen könnte.

Ausreichend Abkühlung verspricht die Installation in jedem Fall, denn die Holzkonstruktion erstreckt sich über 40 Meter und führt im Zickzack zwischen Kiefernbäumen und vulkanischem Gestein durch den Naturpark „Volcans d’Auvergne“. Ein Speichertank sammelt das Wasser einer natürlichen Quelle und gibt es, reguliert durch einen Filter, über eine erhöhte Holzrinne ab. Im Abstand von jeweils einem Zentimeter wurden kleine Löcher in die Rinne gebohrt. Sicards „Brautschleier“ wird noch bis zum 28. September 2014 gezeigt, dann macht der Herbst ohnehin jede Abkühlung obsolet und auch Elfen duschen wieder lieber zuhause.

Horizons, Arts Nature en Sancy,
11 Installationen von 11 Künstlern werden in der Landschaft des Naturparks „Volcans d’Auvergne“ gezeigt.
Le Mont-Dore, Frankreich
14. Juni bis 28. September 2014
www.horizons-sancy.com


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(15. August 2014)

Hitzige Orte - Im Schatten des Riesenpilzes: Auf dem Innenhof des Museums of Modern Art verspricht die Installation von David Benjamin ein schattiges Plätzchen in der sommerlichen Hitze – dafür sorgt ein Geflecht aus abertausenden Mikroorganismen.
(08. August 2014)

Rund 200.000 Besucher kommen zum Festival, um dort Skulpturen, Installationen und Lichtkunst zu bestaunen. Foto © Louis Sicard
Lichtdurchflutete Dusche: Vereinzelt brechen Sonnenstrahlen durch das Laub und werden vom Wasser reflektiert. Foto © Louis Sicard
Wer wasserscheu ist, kann den „Voile de la mariée“ mit einem Schutzdach überqueren und bleibt so trocken – theoretisch. Foto © Louis Sicard
Mit Abstand von einem Zentimeter wurde ein Loch gebohrt, sodass das Wasser gleichmäßig abfließen kann. Foto © Louis Sicard
Ein Behälter sammelt das Wasser am Fuße eines Wasser auf und lässt es von dort aus in die hölzerne Rinne laufen. Foto © Louis Sicard
Die Brautschleier am Puy de Sancy. Foto © Louis Sicard
Beihnahe melodisch klingt das Wasserrauschen der Voile de la mariée. Video © Louis Sicard
Architektur › 2014 › August
Hitzige Orte:
Die Brautschleier von Sancy
von Sara Bertsche | 22. August 2014
Der Architekt Louis Sicard hat in der Auvergne eine Dusche für Elfen, Feen, Zwerge und Wanderer installiert.
Die grünen Hänge und sanften Hügel der Auvergne erinnern jeden J. R. R. Tolkien Leser an die Landschaft des von ihm erdachten Auenlandes. Ein Ort, an dem nicht nur Hobbits leben, sondern auch Geschichten von Elfen, Feen, Zwergen oder Magiern erzählt werden. Und so ist wenig verwunderlich, das in mitten des Zentralmassivs von Sancy ein Festival mit dem Namen „Horizons Arts-Nature“ stattfindet. Die Natur solle, so die Initiatoren des Festivals, als Inspirationsquelle für Künstler dienen.

Mystisch ist auch die Installation von Louis Sicard: „Voile de la mariée“ nennt er seine Konstruktion aus Kiefernholz, von der Wasser in regelmäßigen Abständen plätschert, sodass der Eindruck einer transparenten, sich bewegenden Wand entsteht, die tatsächlich wie der zarte Brautschleier einer Fee wirkt – und auch als Dusche für Zwerge, Elfen und verschwitzte Wanderer dienen könnte.

Ausreichend Abkühlung verspricht die Installation in jedem Fall, denn die Holzkonstruktion erstreckt sich über 40 Meter und führt im Zickzack zwischen Kiefernbäumen und vulkanischem Gestein durch den Naturpark „Volcans d’Auvergne“. Ein Speichertank sammelt das Wasser einer natürlichen Quelle und gibt es, reguliert durch einen Filter, über eine erhöhte Holzrinne ab. Im Abstand von jeweils einem Zentimeter wurden kleine Löcher in die Rinne gebohrt. Sicards „Brautschleier“ wird noch bis zum 28. September 2014 gezeigt, dann macht der Herbst ohnehin jede Abkühlung obsolet und auch Elfen duschen wieder lieber zuhause.

Horizons, Arts Nature en Sancy,
11 Installationen von 11 Künstlern werden in der Landschaft des Naturparks „Volcans d’Auvergne“ gezeigt.
Le Mont-Dore, Frankreich
14. Juni bis 28. September 2014
www.horizons-sancy.com


MEHR auf Stylepark:

Hitzige Orte - Wasser über Wein: In kühlen Weinkellern lässt sich die Sommerhitze gut aushalten: Die Architektur des Weinguts VIK von Smiljan Radić im chilenischen Millahue-Tal ist eine gebaute Sinneserfrischung.
(15. August 2014)

Hitzige Orte - Im Schatten des Riesenpilzes: Auf dem Innenhof des Museums of Modern Art verspricht die Installation von David Benjamin ein schattiges Plätzchen in der sommerlichen Hitze – dafür sorgt ein Geflecht aus abertausenden Mikroorganismen.
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