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Kultur im Umbau
von Arquine Magazine | 20. März 2014
Die neuen Räume des spanischen Kulturzentrums ermöglichen einen Blick auf die Kathedrale. Foto © Rafael Gamo
Das Gebäude hinter der Kathedrale in Mexiko-Stadt, das nun vom spanischen Kulturzentrum genutzt wird, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Doch die Geschichte und die Kulturen, die an diesem Ort aufeinander trafen, reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Seither wurde der Ort immer wieder verändert und unterschiedlich genutzt – während die barocke Fassade und der historische Charakter, sogar die Fundamente, erhalten blieben.

Im Rahmen der letzten Sanierungsmaßnahme sollten die Räume für verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen optimiert und auch zusammengelegt werden. Der Entwurf der Architekten JSa (Javier Sánchez) in Kooperation mit arquitectura 911sc (Jose Castillo und Saidee Springall) von 2012 umfasst einen ganzen Häuserblock, der in den historischen Kern von Mexiko-Stadt eingebettet ist. Fußgänger können durch diesen Häuserblock hindurchgehen; er verbindet die Straßen Guatemala und Donceles.

Diese Offenheit und Zugänglichkeit prägt auch das Gebäude selbst. So gibt es Ausstellungsbereiche, Vortragssäle, Auditorien, Büros, Terrassen und sogar ein unterirdisches Museum. Der in das existierende, historische Gebäude „eingepflanzte“ Neubau ermöglicht große, stützenfreie Räume mit Deckenhöhen von über 4,5 Metern. Die Wahl der unterschiedlichen Materialien (Sichtbeton, Holz, verwitterter Stahl) und die Rücksprünge in den Wänden schaffen eine visuelle Verbindung, die mit den Farben und der Tiefe der Fassaden der angrenzenden Gebäude harmoniert.

Der Zugang von der Donceles-Straße ist gerahmt durch eine Reihe von trapezförmig durchbrochenen Gittern und öffnet sich zu einem langen Gang, der als Lobby für das Auditorium und als Verteiler für Ausstellungsbereiche, Museum, Vortragssäle und Büros dient. Zwei Treppen, eine in der Mitte und eine in der Ecke, akzentuieren die labyrinthische Bewegung zwischen den Räumen und verbinden die unterschiedlichen Bereiche dieses zwischen zwei Straßen gelegenen Kulturzentrums.


www.jsa.com.mx
www.arq911.com
Erstveröffentlichung des Artikels bei Arquine.
Das Gebäude integriert den öffentlichen Weg. Foto © Rafael Gamo
Die Nischen bieten Sitzmöglichkeiten. Foto © Pedro Hiriart
Vor- und Rücksprünge prägen die Fassadenstruktur. Foto © Rafael Gamo
Architektur › 2014 › März
Kultur im Umbau
von Arquine Magazine | 20. März 2014
Das spanische Kulturzentrum in Mexiko-Stadt hat Platz in einem historischen Gebäude gefunden. Der Bau wurde von Javier Sanchez Arquitectos und Arquitectura 911sc sensibel saniert und erweitert.
Das Gebäude hinter der Kathedrale in Mexiko-Stadt, das nun vom spanischen Kulturzentrum genutzt wird, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Doch die Geschichte und die Kulturen, die an diesem Ort aufeinander trafen, reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Seither wurde der Ort immer wieder verändert und unterschiedlich genutzt – während die barocke Fassade und der historische Charakter, sogar die Fundamente, erhalten blieben.

Im Rahmen der letzten Sanierungsmaßnahme sollten die Räume für verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen optimiert und auch zusammengelegt werden. Der Entwurf der Architekten JSa (Javier Sánchez) in Kooperation mit arquitectura 911sc (Jose Castillo und Saidee Springall) von 2012 umfasst einen ganzen Häuserblock, der in den historischen Kern von Mexiko-Stadt eingebettet ist. Fußgänger können durch diesen Häuserblock hindurchgehen; er verbindet die Straßen Guatemala und Donceles.

Diese Offenheit und Zugänglichkeit prägt auch das Gebäude selbst. So gibt es Ausstellungsbereiche, Vortragssäle, Auditorien, Büros, Terrassen und sogar ein unterirdisches Museum. Der in das existierende, historische Gebäude „eingepflanzte“ Neubau ermöglicht große, stützenfreie Räume mit Deckenhöhen von über 4,5 Metern. Die Wahl der unterschiedlichen Materialien (Sichtbeton, Holz, verwitterter Stahl) und die Rücksprünge in den Wänden schaffen eine visuelle Verbindung, die mit den Farben und der Tiefe der Fassaden der angrenzenden Gebäude harmoniert.

Der Zugang von der Donceles-Straße ist gerahmt durch eine Reihe von trapezförmig durchbrochenen Gittern und öffnet sich zu einem langen Gang, der als Lobby für das Auditorium und als Verteiler für Ausstellungsbereiche, Museum, Vortragssäle und Büros dient. Zwei Treppen, eine in der Mitte und eine in der Ecke, akzentuieren die labyrinthische Bewegung zwischen den Räumen und verbinden die unterschiedlichen Bereiche dieses zwischen zwei Straßen gelegenen Kulturzentrums.


www.jsa.com.mx
www.arq911.com
Erstveröffentlichung des Artikels bei Arquine.