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Lass die Pappe leuchten
von Kerstin Baumgartner | 26. Mai 2013
„Die letzten zwei Jahre waren wir nicht auf der ICFF. Aber dieses Jahr verspüren wir neue Energie, mehr Interesse und Positivismus“, sagt Laura Adamo von Ridgley Studio Works, einem upcoming Designstudio aus Toronto. Nach einigen trägen Jahren zeigen sich die Hersteller und Teilnehmer der 25. ICFF ein wenig zufriedener. 570 Aussteller aus 30 Ländern stellen im Jacob K. Javits Convention Center aus. 30 Prozent von ihnen sind erstmals dabei, rund die Hälfte der Firmen kommen aus den USA, 30 Prozent aus anderen Ländern.

Die Mischung und Vielfalt von Ständen auf der größten Möbelmesse in den USA reicht von großen Namen wie Axor oder Tom Dixon bis zu kleineren One-Man-Shows, die die Schau attraktiver macht als andere in den Staaten. Man ist durchaus positiv überrascht, wenn ein junges Designunternehmen wie Bend, dessen Gründer Gaurav Nanda einen selbst am Stand willkommen heißt, direkt neben dem Vitra Stand platziert ist. Allerdings fehlen große Namen wie Moroso, Kartell oder Boffi. Diese gehen neue Wege und stellten bei Designboom oder bei WantedDesign auf der 11th Avenue aus, wo Jungdesigner die Chance bekommen für ihre Prototypen zu werben.

Die vier Tage sind gefüllt von Positivismus und Festivitäten. Soho-Showrooms auf der Greene Street öffneten ihre Türen für Cocktail-Empfänge, Architekturbüros wie Snohetta laden zu Partys ein und überall versprühen die Abende in New York italienisches Aperitivo-Flair. Alles in allem kann man sagen, dass die ICFF dieses Jahr die Design Week nach New York zurückholt, in kleinen Portionen, über die ganze Stadt verteilt und manchmal nur am Rande bemerkbar, aber den Titel hat sie sich durchaus dieses Jahr nach langem wieder verdient.

www.icff.com
www.2013.wanteddesignnyc.com

Designboom: Claudio Mochi (links) von nadlab mit seiner Tischlampe „Filomena“, diskutiert mit Designer Cosimo de Vita, der die Stuhlserie „Florence Experience“ vorstellt. Foto © Kerstin Baumgartner
Ihre Ideen inspirieren schon längst andere Firmen: Molo mit seinen Softwall und Softblock Modular-Systemen und wunderschönen Lampen. Foto © Kerstin Baumgartner
„Firefly” von Studio KCA. Foto © Kerstin Baumgartner
Clean und spielerisch, die Möbel für Innen und Außen von Bend, eine Designfirma aus Los Angeles. Foto © Kerstin Baumgartner
Mary Wallis aus New York kreiiert handgemachte leuchtende Objekte. Foto © Kerstin Baumgartner
„Bootstrap” von PNCA, ein Prototyp für kleine, mobile und günstige Behausungen für Obdachlose. Foto © Kerstin Baumgartner
Leuchte von Hinterland Design aus Seattle, deren Macher Gegenstände bei ihren Streifzügen im Wald und am Strand finden und sie zu neuen Produkten recyclen. Foto © Kerstin Baumgartner
Scheunenlampen und Glasvasen von Loris & Livia für die Sonderausstellung „Wonder Cabinets of Europe“ auf der ICFF. Foto © Kerstin Baumgartner
„751 Solo Lounge Chair” von Neri & Hu, getestet von Alberto Talamante, Designer aus Spanien. Foto © Kerstin Baumgartner
Schutzraum, Universität Cincinnati. Foto © Kerstin Baumgartner
„Ceasarstone”, Steingarten-Installation von Nendo. Foto © Kerstin Baumgartner
„Scraplights” entworfen von Graypants, die ihren Erfolg von Jahr zu Jahr ausbauen können. Foto © Kerstin Baumgartner
News & Stories › 2013 › Mai
Lass die Pappe leuchten
von Kerstin Baumgartner | 26. Mai 2013
Zum 25. Mal fand die International Contemporary Furniture Fair in New York statt und brachte ökologisches Gewissen in die Neue Welt.

„Die letzten zwei Jahre waren wir nicht auf der ICFF. Aber dieses Jahr verspüren wir neue Energie, mehr Interesse und Positivismus“, sagt Laura Adamo von Ridgley Studio Works, einem upcoming Designstudio aus Toronto. Nach einigen trägen Jahren zeigen sich die Hersteller und Teilnehmer der 25. ICFF ein wenig zufriedener. 570 Aussteller aus 30 Ländern stellen im Jacob K. Javits Convention Center aus. 30 Prozent von ihnen sind erstmals dabei, rund die Hälfte der Firmen kommen aus den USA, 30 Prozent aus anderen Ländern.

Die Mischung und Vielfalt von Ständen auf der größten Möbelmesse in den USA reicht von großen Namen wie Axor oder Tom Dixon bis zu kleineren One-Man-Shows, die die Schau attraktiver macht als andere in den Staaten. Man ist durchaus positiv überrascht, wenn ein junges Designunternehmen wie Bend, dessen Gründer Gaurav Nanda einen selbst am Stand willkommen heißt, direkt neben dem Vitra Stand platziert ist. Allerdings fehlen große Namen wie Moroso, Kartell oder Boffi. Diese gehen neue Wege und stellten bei Designboom oder bei WantedDesign auf der 11th Avenue aus, wo Jungdesigner die Chance bekommen für ihre Prototypen zu werben.

Die vier Tage sind gefüllt von Positivismus und Festivitäten. Soho-Showrooms auf der Greene Street öffneten ihre Türen für Cocktail-Empfänge, Architekturbüros wie Snohetta laden zu Partys ein und überall versprühen die Abende in New York italienisches Aperitivo-Flair. Alles in allem kann man sagen, dass die ICFF dieses Jahr die Design Week nach New York zurückholt, in kleinen Portionen, über die ganze Stadt verteilt und manchmal nur am Rande bemerkbar, aber den Titel hat sie sich durchaus dieses Jahr nach langem wieder verdient.

www.icff.com
www.2013.wanteddesignnyc.com