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von 2143 Forward End
Molteni & C - Family Business und Wahlverwandtschaften
von Vera Siegmund | 6. Februar 2008
Die Institution der Familie hat in Italien traditionell einen hohen Stellenwert und ihr Zusammenhalt bedarf fortwährend eines regen Unternehmergeistes. Es verwundert daher nicht, dass es gerade in Italien überdurchschnittlich viele familiengeführte Unternehmen gibt - und zwar überaus erfolgreiche.
Im Fall von Molteni & C hat das Familienunternehmen mit 250 Mitarbeitern längst Konzerngröße erreicht und zählt zu den wichtigsten Herstellern der Möbelbranche. Die Geschichte ist typisch für solche Firmen: In den dreißiger Jahren von Angelo Molteni als Handwerksbetrieb gegründet, stellte man in den Fünfzigern auf industrielle Produktion um. In den siebziger Jahren erfolgte der Ankauf von drei Firmen: Unifor, für Büromöbel, Dada, für Küchen und Citterio für Modular Systeme. Damit ging die Aufteilung des Molteni-Konzerns in drei Betriebe einher. Heute ist das Molteni-Unternehmen eines der wenigen, das einen vollständigen Herstellungszyklus von der Auswahl der Materialien bis zur Fertigbearbeitung der Möbelstücke aufweisen kann.Technologische Forschung und hoch entwickeltes handwerkliches Können machen so intelligente und vielseitig einsetzbare Modularmöbel wie Gliss 5th möglich. In die Aluminium-Rückwand des Schranksystems können in horizontale Rillen Einlegeböden und Kleiderstangen je nach persönlichem Bedarf eingesetzt werden.
Die Produktentwicklung erfolgt bei Molteni & C in enger Zusammenarbeit mit so bekannten Designern wie Michele De Lucchi, Foster & Partners, Luca Meda und Patricia Urquiola.Dabei geht das Familienunternehmen auch ungewöhnliche Verbindungen ein - wie die mit der britischen Modeschöpferin und ehemaligen "Queen of punk" Vivienne Westwood. Anlässlich ihrer Retrospektive im Palazzo Reale in Mailand wurden Patricia Urquiolas Glove Chair und das Sofasystem Freestyle von Ferruccio Laviani mit deren Stoffkreation "Rubbish" bezogen - oder treffender gesagt: angezogen. Denn die an Collagetechniken der Streetart erinnernden Bezüge kleiden die Sitzmöbel im wahrsten Sinne des Wortes neu ein. Und warum sollten Möbel nicht auch einfach mal ihren Look mit Hilfe eines neuen Kleidungsstücks ändern? Für Vivienne Westwood ist das schon lange eine Lebensweisheit: "You have a much better life if you wear impressive clothes".
Glove Chair von Patrcia Urquiola
Freestyle von Ferruccio Laviani
Freestyle von Ferruccio Laviani
News & Stories › 2008 › Februar
Molteni & C - Family Business und Wahlverwandtschaften
von Vera Siegmund | 6. Februar 2008
Die Institution der Familie hat in Italien traditionell einen hohen Stellenwert und ihr Zusammenhalt bedarf fortwährend eines regen Unternehmergeistes. Es verwundert daher nicht, dass es gerade in Italien überdurchschnittlich viele familiengeführte Unternehmen gibt - und zwar überaus erfolgreiche.
Im Fall von Molteni & C hat das Familienunternehmen mit 250 Mitarbeitern längst Konzerngröße erreicht und zählt zu den wichtigsten Herstellern der Möbelbranche.
Die Institution der Familie hat in Italien traditionell einen hohen Stellenwert und ihr Zusammenhalt bedarf fortwährend eines regen Unternehmergeistes. Es verwundert daher nicht, dass es gerade in Italien überdurchschnittlich viele familiengeführte Unternehmen gibt - und zwar überaus erfolgreiche.
Im Fall von Molteni & C hat das Familienunternehmen mit 250 Mitarbeitern längst Konzerngröße erreicht und zählt zu den wichtigsten Herstellern der Möbelbranche. Die Geschichte ist typisch für solche Firmen: In den dreißiger Jahren von Angelo Molteni als Handwerksbetrieb gegründet, stellte man in den Fünfzigern auf industrielle Produktion um. In den siebziger Jahren erfolgte der Ankauf von drei Firmen: Unifor, für Büromöbel, Dada, für Küchen und Citterio für Modular Systeme. Damit ging die Aufteilung des Molteni-Konzerns in drei Betriebe einher. Heute ist das Molteni-Unternehmen eines der wenigen, das einen vollständigen Herstellungszyklus von der Auswahl der Materialien bis zur Fertigbearbeitung der Möbelstücke aufweisen kann.Technologische Forschung und hoch entwickeltes handwerkliches Können machen so intelligente und vielseitig einsetzbare Modularmöbel wie Gliss 5th möglich. In die Aluminium-Rückwand des Schranksystems können in horizontale Rillen Einlegeböden und Kleiderstangen je nach persönlichem Bedarf eingesetzt werden.
Die Produktentwicklung erfolgt bei Molteni & C in enger Zusammenarbeit mit so bekannten Designern wie Michele De Lucchi, Foster & Partners, Luca Meda und Patricia Urquiola.Dabei geht das Familienunternehmen auch ungewöhnliche Verbindungen ein - wie die mit der britischen Modeschöpferin und ehemaligen "Queen of punk" Vivienne Westwood. Anlässlich ihrer Retrospektive im Palazzo Reale in Mailand wurden Patricia Urquiolas Glove Chair und das Sofasystem Freestyle von Ferruccio Laviani mit deren Stoffkreation "Rubbish" bezogen - oder treffender gesagt: angezogen. Denn die an Collagetechniken der Streetart erinnernden Bezüge kleiden die Sitzmöbel im wahrsten Sinne des Wortes neu ein. Und warum sollten Möbel nicht auch einfach mal ihren Look mit Hilfe eines neuen Kleidungsstücks ändern? Für Vivienne Westwood ist das schon lange eine Lebensweisheit: "You have a much better life if you wear impressive clothes".