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Poul Kjærholms PKs von Fritz Hansen
von Vera Siegmund | 22. November 2007
Was haben das MoMA, das Museum of Modern Art in New York und das NACT, das National Art Center in Tokio gemeinsam? In beiden Fällen stammen die Sitzgelegenheiten der Besucherbereiche aus Dänemark und sind so prominent wie ihre Designer. Die einen heißen PK 22, PK 80 und 3107 - und der Kenner weiß, dass es sich um Ikonen wie "Easy Chair" und "Sieben" handelt. Die anderen - die Designer - das sind Poul Kjærholm (1929 bis 1980) und Arne Jacobsen (1902 bis 1971). Alleiniger Rechteinhaber und Hersteller dieser prominenten Möbel ist das Traditionsunternehmen Fritz Hansen. 1872 in Kopenhagen gegründet und zunächst auf die Herstellung von Möbelteilen wie Stuhlbeine und Metallrohr-Gestelle spezialisiert, setzte das Unternehmen Mitte der zwanziger Jahre auf die enge Zusammenarbeit mit bekannten Designern und Architekten, darunter Piet Hein, Bruno Mathsson und Niels Gammelgaard. Mitte der dreißiger Jahre begann die äußerst erfolgreiche Verbindung mit dem Architekten Arne Jacobsen. Seither steht der Name Fritz Hansen für Design-Klassiker made in Denmark. Die aktuelle Herbst/Winter-Kollektion 2007 von Fritz Hansen ist ein Tribut an Poul Kjærholm, den "Meister des Details". Zwei noch nie produzierte Möbel, der Stuhl PK 8 und der Esstisch PK 58 (ein kleiner Bruder des runden PK 54 mit seinem berühmten kubischen Fuß), wurden auf der Grundlage von hinterlassenen Zeichnungen und Prototypen von Kjærholms Witwe, der Architektin Hanne Kjærholm, und Fritz Hansen zur Serienreife entwickelt. Darüber hinaus wurden bekannte Klassiker neu interpretiert: Der Sessel PK 22 ist ab sofort auch mit einem weichen Wildleder-Bezug erhältlich, der Liegesessel PK 24, im Original aus Peddigrohr, in gepolsterter Lederausführung. Kjærholm, der nur natürliche Materialien verwendete - Stahl zählte für ihn auch dazu - war ständig auf der Suche nach dem ultimativen Material und Finish. Vermutlich weil seine Interpretationen des Modernismus eine weichere und leichtere Formensprache aufweisen als der strenge Funktionalismus eines Mies van der Rohe oder eines Gerrit Rietveld, steht der PK 22 heute ganz selbstverständlich im NACT, wo er perfekt mit der zeitgenössischen japanischen Architektur harmoniert.www.fritzhansen.com
PK 24
PK 80
PK 9
PK 22
PK 31
PK 91
PK 8