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Architekten sind nun auch in Berlin @Work
Daniel von Bernstorff
17.10.2013

Berlin ist eigen, mit keiner anderen Stadt auf der Welt vergleichbar. Berlin ist angeblich noch immer arm und sexy, weltoffen und provinziell, tolerant und kleingeistig, reich an Kultur und arm an finanzieller Kraft, sympathisch und arrogant. Die Aufzählung von Gegensätzen ließe sich beliebig fortsetzen. Letztlich macht sie deutlich, dass sich Berlin der Einordnung in bestimmte Schubladen und Raster verweigert. Funktioniert etwas an einem anderen Ort, so heißt es noch lange nicht, dass es auch in der deutschen Hauptstadt erfolgreich ist. Das Beispiel der groß angekündigten und grandios gescheiterten „Qubique“, einer angeblich genau auf die Bedürfnisse der Stadt maßgeschneiderten „Möbelmesse der Zukunft“ im ehemaligen Flughafen Tempelhof steht uns allen noch als mahnendes Beispiel vor Augen.

Bewusst hatten sich die Macher der „Architect@Work“, einer kuratierten Schau ausgewählter Hersteller aus dem Baubereich ausschließlich für Architekten und Planer, für Ihre Premierenveranstaltung in Deutschland im Jahr 2010 nicht Berlin, sondern das überschaubarere Düsseldorf ausgesucht. Es folgte im letzten Jahr – ebenfalls auf Anhieb erfolgreich – Stuttgart.

Nun also Berlin. Die Wahl des Veranstaltungsortes, der „Station Berlin“, einem ehemaligen Postbahnhof am Gleisdreieck in unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz, scheint jedenfalls ebenso klug gewählt wie das Datum 23. und 24. Oktober, da es in diesem Herbst keine nennenswerten Konkurrenzveranstaltungen in der Stadt gibt. Und sicher ist es einfacher, ein bereits bestehendes und andernrorts erfolgreich erprobtes Format zu importieren als etwas völlig Neues zu erschaffen.

Hinzu kommt: Anders als die „Qubique“ adressiert die „Architect@Work“ eine klare Zielgruppe. Die Aussteller wissen, wer die Besucher sind und die Besucher können sich – dank klarer und systematischer Präsentation – in kurzer Zeit ein gutes Bild von Innovationen und Entwicklungen im Baubereich machen. Wovon die meisten Messen nur träumen können, ist bei der „Architect@Work“ zum Standard geworden: Seit Monaten schon sind die Ausstellerplätze auf der Messe ausverkauft; in Berlin gibt es sogar eine lange Warteliste.

Den Besucher erwarten etablierte Firmen wie Duravit, Vola (wo man zwei neue Produkte der runden Serie vorstellt), Lindner Group, Dorma, Gira, Jung, Sto und Tece ebenso wie weniger bekannte Unternehmen wie etwa Tecanno aus Paderborn, das sich auf die Produktion hochwertiger Lüftungsventile spezialisiert hat. Alle wichtigen Baubereiche im Innen- und Außenbereich sind qualitativ hochwertig vertreten. Dabei dürfen laut Konzept ausschließlich Produkte und Systeme vorgestellt werden, die innerhalb ihres Bereiches einen besonderen innovativen Wert haben und nicht länger als zwei Jahre auf dem Markt sind. Über die Einhaltung dieser Kriterien wacht in jedem Land ein eigenes Auswahlgremien, das mit Architekten, Innenarchitekten und weiteren Fachleuten besetz ist.

Gute Voraussetzungen, die auf eine erfolgreiche Premierenveranstaltung in Berlin hoffen lassen. Garantieren lässt sich das freilich nicht – dafür ist Berlin einfach zu speziell.


Architect@Work Berlin
23. und 24. Oktober 2013
jeweils von 11 – 18 Uhr
Station Berlin
Luckenwalder Str.4-6

www.architectatwork.de

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Collage © Sabrina Spee, Stylepark

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