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NOVELTY STORY
Neue Verbindungen

Ruhige Sitzinseln oder wandelbare Sofalandschaften: Mit der neuen Modul-Serie "pads" für Brunner haben jehs+laub ein spielerisches Objektmöbel entwickelt, das sich individuell an jede Raumsituation anpassen lässt.
von Jeanette Kunsmann | 16.11.2020

Markus Jehs und Jürgen Laub denken Polstermöbel mal ganz anders. Mit den neuen "pads", die sie für Brunner entwickelt haben, kann man zum Beispiel im Stehen sitzen und im Sitzen stehen. "Wir wollten alles sprengen, was man mit Polstermöbeln normalerweise macht", erklärt Jürgen Laub den konzeptionellen Ansatz des vielseitig anwendbaren Modulsystems. Die gewünschte Auflösung strenger Sitzprogramme gelingt dem Stuttgarter Designerduo über Volumenkombinationen in unterschiedlichen Höhen. Weil sich jeweils zwei Elemente durchdringen, ergibt sich eine Rückenlehne, auf der man im Stehen sitzen kann – und damit völlig neue Möglichkeiten einer Sitzgruppe: alleine, zu zweit oder mit vielen.

Die multifunktionalen Module haben neben der gewohnten Sitzhöhe von 45 Zentimetern eine Rückenhöhe von 78 Zentimetern inklusive Gleiter, und laden mit komfortabler Fläche zum Verweilen im Stehsitzen ein. Auf diese Weise möchten jehs+laub besonders ein dynamisches Arbeiten fördern und die zwischenmenschliche Kommunikation optimieren. Kurz auf der Arm- oder Rückenlehne sitzen? Ist bei "pads" durchaus erwünscht! "'pads' spielt mit der Durchdringung unterschiedlicher Körper, dadurch entstehen interessante neue Möglichkeiten zum Sitzen, Arbeiten oder Kommunizieren", erklärt das Designerduo.

Spiel mit Höhen und Tiefen

So spielerisch, wie die Elemente kombiniert und genutzt werden können, wurden sie auch entworfen. "Wir benutzen die Polster im Grunde wie Bauklötze", meint Markus Jehs. Insgesamt gibt es neun Elemente, die sich immer wieder anders kombinieren lassen. "In allen drei Dimensionen haben wir die unterschiedlichen Funktionen herausgekitzelt", so die Produktdesigner. Kuben, L-förmige und rechteckige Polstermodule verschiedenster Dimensionen lassen sich darüber hinaus durch Trennwände zu solitären Sitzinseln zusammenstellen.

Für Innenarchitekten dient "pads" somit als Werkzeug der Raumgestaltung. Weil das System grundsätzlich zwei Programme bietet, eignet es sich für die flexible Gestaltung von Mittelzonen, wie als elegantes Sitzmöbel im Chefbüro. Neben der modularen Sitzlandschaft gibt es ein klassisches Sofaprogramm als Basis-Ausführung. "Wir stellen uns vor, wie pads im öffentlichen Bereich verwendet wird: Die Einen bleiben nur kurz für einen Kaffee, andere verweilen länger und werden hier sogar dauerhaft für ein paar Stunden arbeiten", skizziert Jürgen Laub.

Möglichkeiten einer Insel

Nicht nur die Formen, auch die Stoffe und Bezüge sind frei und individuell wählbar. Auf Anfrage ist "pads" selbst mit dem Attribut "schwer entflammbar“ erhältlich. Das Farbkonzept der Designer sieht indes vor, dass die zwei Elemente, die sich durchdringen, farblich voneinander abgesetzt sind. Mit einer Zickzack-Naht beziehen sich die verschiedenen Volumina wiederum aufeinander, um zu betonen, dass sie aus der gleichen Familie sind. In allen Ausführungen lässt sich "pads", ein Begriff aus dem Polsterbereich, erweitern. Mit "Panel pads" und dem elektrifizierbaren Beistelltisch finden dann wirklich alle zueinander. Der Raum zwischen den Modulen und Inseln bleibt dabei jederzeit variabel und anpassungsfähig. Mit der neuen Modul-Serie "pads" haben jehs+laub für Brunner so flexible und mobile Möbel erdacht, die eine solide Lösung auf zukünftige Fragestellungen der Arbeitswelt bieten.

Präsentiert wird "pads" neben weiteren Neuheiten von Brunner auf den Brunner Designs Days im Frühjahr 2021.

pads von jehs+laub für Brunner