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Smarter Sonnenschutz

Colt International zeigt am Innovationszentrum für Merck in Darmstadt mit Lamellenfassaden und Farbstoffsolarzellen den Fortschritt der Photovoltaik auf.
27.09.2016
Das Innovationszentrum von Merck in Darmstadt entwickelten Henn Architekten aus einzelnen Stahlmodulen.
© Colt
Das Innovationszentrum von Merck in Darmstadt entwickelten Henn Architekten aus einzelnen Stahlmodulen.

Der Arzneimittel- und Chemiekonzern Merck baut seinen Stammsitz in Darmstadt zum 350jährigen Firmenjubiläum zu einer modernen und globalen Konzernzentrale aus. Unter dem Projektnamen ONE Global Headquarters begann die Umgestaltung des Werksgeländes mit einem sogenannten Modularen Innovationszentrum. Und der Neubau von Henn Architekten weist gleich einen technischen Fortschritt auf: Farbige Sonnenschutzlamellen von Colt International produzieren Strom. Die senkrecht installierten und drehbaren Photovoltaik-Elemente sorgen zusätzlich für Beschattung und Wärmereflexion. Merck selbst entwickelte die Farbstoffsolarzellen, die Colt in das Fassadensystem Shadovoltaik integrierte. So verweisen die auffälligen orangenen Paneele schon von außen auf die Entwicklungen, die noch kommen sollen.

Die Errichtung des Modularen Innovationszentrums ist die erste Etappe beim Umbau der Zentrale. Nach dem Vorbild von Coworking Spaces sollen Mitarbeiter hier mit ihren Ideen in die Rolle eines Start Up Unternehmers wechseln und so mit firmeninterner Unterstützung Produkte weiterentwickeln. Das zweigeschossige Gebäude wirkt wie aus verschiedenen quaderförmigen Baukörpern zusammengesetzt, die um einen Innenhof herum arrangiert wurden. Es beherbergt auf 4.000 Quadratmetern flexible Arbeitsflächen für wechselnde interdisziplinäre Teams sowie ein Gästecasino und Tagungsflächen. Henn Architekten konstruierten das Gebäude aus vorgefertigten Stahlelementen und mit raumhohen Fenstern zum zentralen Platz und Innenhof. Die kubischen Baukörper kragen über einem Sockel aus und wirken so leichter und wie gegeneinander verschoben. Insgesamt erscheint das Gebäude temporär – ein gewollter Eindruck, denn 2018 soll es von einem deutlich größeren Innovationszentrum abgelöst werden und dann als Besuchercenter genutzt werden.

Auch dann werden die farbigen Photovoltaik-Lamellen von Colt noch ein Hingucker sein. Sie enthalten farbstoffsensibilisierte Solarzellen, die ausreichend Strom für einen Ein-Personen-Haushalt produzieren. Dabei sind sie beweglich und folgen dem Sonnenstand. Andere Fenster des Gebäudes können mit Flüssigkristallen verdunkelt werden, ebenfalls eine Entwicklung von Merck. Und an der Südseite produzieren starr angebrachte Lamellen Strom, hier mit beidseitig aktiven Solarzellen. So verbinden die Fassadenelemente von Colt einen hohen architektonischen Anspruch, effizienten Sonnenschutz und die Produktion von umweltfreundlichem Strom. (rw)

Die Module wirken wie übereinander gestapelt, was der temporären Nutzung entspricht.
© Colt
Die Module wirken wie übereinander gestapelt, was der temporären Nutzung entspricht.
Die farbigen Photovoltaik-Lamellen von Colt prägen den Gesamteindruck des Gebäudes.
© Colt
Die farbigen Photovoltaik-Lamellen von Colt prägen den Gesamteindruck des Gebäudes.
Strom aus der Lamelle: Colt Shadovoltaik Lamellen sind beidseitig solaraktiv.
© Colt
Strom aus der Lamelle: Colt Shadovoltaik Lamellen sind beidseitig solaraktiv.
Als Sonnenschutz für die Arbeitsräume dienen auch die Farbstoffsolar-Lamellen.
© Colt
Als Sonnenschutz für die Arbeitsräume dienen auch die Farbstoffsolar-Lamellen.
Eingefasst in geschliffene Edelstahlrahmen folgen die Großlamellen von Colt dem Verlauf der Sonne von Ost nach West.
© Colt
Eingefasst in geschliffene Edelstahlrahmen folgen die Großlamellen von Colt dem Verlauf der Sonne von Ost nach West.

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