Komfort mit Kontur
Die Geschichte von "Floy" begann vor zwei Jahren auf der Orgatec: Dort zeigte der Berliner Designer Werner Aisslinger dem geschäftsführenden Gesellschafter von COR Sitzmöbel, Leo Lübke, erste Entwürfe zu seiner Idee für einen "multichanel chair". "Es ging mir darum, einen Archetypen in die Welt zu setzen", sagt Aisslinger. Ein Stuhl, dessen Erscheinung vertraut wirkt, ohne sich auf historische Vorbilder zu beziehen. Aus diesem Gespräch ging die erste Zusammenarbeit zwischen Werner Aisslinger und COR hervor. Im Mittelpunkt stand ein Sitzmöbel, das universal einsetzbar Lebens- und Arbeitswelten miteinander verbinden soll. "Ich hatte einfach das Bild eines Stuhls im Kopf – gepolstert, fluffig, großzügig – und fing an, ihn zu entwickeln. Dabei wurde mir schnell klar, dass das ein COR-Stuhl sein könnte. Wegen der Qualität, des Flairs, und weil COR in letzter Zeit einfach immer cooler wird", erinnert sich Aisslinger.
Für das Design des Möbels stand die Frage im Raum, wie ein ergonomisches, komfortables Sitzen mit den vorhergesehenen Proportionen realisiert werden kann. Aus dieser Aufgabe entfaltete sich ein intensiver Gestaltungsprozess: "Wir haben die Schalen viermal eins-zu-eins in 3-D gedruckt. Dazwischen kleinere Drucke, zig Modelle. Ergonomie, Polster, Dimensionen, tragende Struktur – da wird's echt kompliziert", sagt Aisslinger. Gemeinsam mit der Produktentwicklung von COR wurden die Proportionen und die technische Basis ausgeklügelt.
"Der Stuhl ist extrem oversized, sehr breit, ausladend – mit klaren Linien und Proportionen", beschreibt Aisslinger den Entwurf. Im Detail schaffen 70 Zentimeter Breite Bewegungsfreiheit und sorgen für ein Sitzgefühl, das eher an einen Sessel als an einen klassischen Stuhl erinnert. Die markante Schale wurde dafür in eine Konstruktion aus Stahl und Formschaum übersetzt. Die straff ausgeführten Außenflächen stehen dem weich gepolsterten Innenbereich gegenüber; horizontale Nähte strukturieren die Polsterung und eine markante Außennaht betonen die Kontur. Die weiche Formensprache kann somit wohnliche Qualitäten auch in Umgebungen bringen, die in erster Linie funktional geprägt sind.
Zur Anpassung an die unterschiedlichen Anforderungen ist "Floy" mit oder ohne Armlehnen erhältlich. Verschiedene Stoff- und Farboptionen sowie drei Gestellvarianten erweitern die Einsatzmöglichkeiten, ohne den gestalterischen Charakter zu verändern. Für Leo Lübke war genau diese Verbindung entscheidend: "Bei diesem Entwurf passte einfach alles: 'Floy' kam zur richtigen Zeit zu uns und ergänzt unser Produktportfolio gerade im Objektbereich bestens." Oder, wie Werner Aisslinger es formuliert: "Er sollte ein Lieblingsmöbel werden. Vielleicht der Stuhl am Tischende."
COR @ Orgatec 2026
Halle 10.2, P10 – N11









