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NOVELTY
Rieder 2022: Glasfaserbeton

Mit einem neuen Glasfaserbeton will Rieder den Zement in seinen Produkten stufenweise substituieren.

Der Fassadenhersteller Rieder hat einen neuen Beton entwickelt. Der Ideengeber dafür ist tausende Jahre alt: das Pantheon in Rom oder genauer das dort verwendete Opus caementicium. Diesem "Gussmauerwerk" mischten die römischen Baumeister natürliche Puzzolane – Vulkanasche, Trass und ähnliche Mineralien – bei. Sukzessive wird der Zement der Fassadenplatten bei Rieder daher durch natürliche Puzzolane ersetzt. Im ersten Schritt wurden 50 Prozent Zement substituiert. Das Ergebnis ist in der Farbe "pine green" und der Textur "slate" an der Fassade des neuen Rieder-Headquarters glemm21 in Maishofen, Österreich zu besichtigen. Die Produkte "concrete skin", "öko skin" und "formparts" sind in ausgewählten Farben verfügbar. Bis 2027 ist die Umstellung der gesamten Produktpalette von Rieder auf ein zementfreies Material vorgesehen. Somit ist das Familienunternehmen der erste Fassadenhersteller, der einen neuen Glasfaserbeton produziert.