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Flexibler Beton

10.10.2016
Die geradlinige Architektur des Gebäudes wird durch die schmalen, langen Lamellen von Rieder unterstrichen.
© Rieder / Ditz Fejer 
Die geradlinige Architektur des Gebäudes wird durch die schmalen, langen Lamellen von Rieder unterstrichen.

Moderne, funktionelle Fassaden, die gleichzeitig urban wirken – das war die Herausforderung für Rieder beim Entwurf für das neue „Center for Integraded Life Sciences and Engineering“ der Universität Boston. Aufgrund des Platzmangels wurde das Gebäude auf dem Charles River Campus von den Payette Architekten sehr geradlinig gestaltet. Um in den eleganten Vorhangfassaden aus Glas Betonelemente integrieren zu können, mussten diese für die Montage leicht und in ihrer Form zurückhaltend gestaltet sein. Die Entscheidung fiel daher auf formparts aus dem Material „fibreC“ - langlebige Lamellen, die nur 13 mm dick sind. Das Material kann im nassen Zustand vor der Aushärtung verarbeitet werden, was komplexere Formen und Spannweiten bis zu 4,25 m in der Gestaltung erlaubt. Die Befestigungsanker wurden bereits bei Rieder in die U-förmigen Elemente eingebaut, sodass die Lamellen inklusive sekundärerer Unterkonstruktion als Einheit in die USA geliefert wurden. Dort konnten die fibreC 3D Elemente dank der vormontierten mechanischen Verankerungen schnell und einfach angebracht werden: Alle Formteile werden nur an die Unterkonstruktion eingehängt und feinjustiert. Mit dem eigens für das Projekt entwickelten System der Montage ermöglicht Rieder erstmals die Verwendung von Beton für Element-Fassaden.

Das sandsteinfarbene Material greift dazu die ursprüngliche Campusarchitektur auf und integriert das neue, neunstöckige Gebäude der Universität ideal in die bestehende Architektur. In Verbindung mit der ansonsten strukturlosen Glasverkleidung werden so an der Fassade auffällige, dynamische Effekte erzielt: Je nach Blickrichtung und Entfernung vom Center stechen die vertikalen formparts seitlich hervor oder scheinen in der reflektierenden Glashaut zu verschwinden. Für die rückwärtigen Wandverkleidungen kamen die großformatigen Paneele „concrete skin“ aus dem gleichen Material zum Einsatz. Der Glasfaserbeton von Rieder geht somit im Verlauf der Front- zur Rückseite von den Lamellen in flache Muster über und stellt das Eingangsgebäude zum Charles River Campus in den Fokus.

Die Fassadenspezialisten standen den Planern bei der gesamtheitlichen Lösung für die Gebäudehülle in jedem Schritt unterstützend zur Seite. Der integrative Ansatz von Rieder umfasst Serviceleistungen von der Designausarbeitung über Prototyping bis zum Logistikkonzept. (am)

Rieder hat die Glasfaserbetonelemente für die Fassade des „Center for Integraded Life Sciences and Engineering“ der Universität Boston geliefert.
© Rieder / Ditz Fejer
Rieder hat die Glasfaserbetonelemente für die Fassade des „Center for Integraded Life Sciences and Engineering“ der Universität Boston geliefert.
Die filigranen Betonelemente fungieren als Sonnenschutz und treten je nach Blickwinkel unterschiedlich stark in den Vordergrund.
© Rieder / Ditz Fejer
Die filigranen Betonelemente fungieren als Sonnenschutz und treten je nach Blickwinkel unterschiedlich stark in den Vordergrund.
Auf der Rückseite des Gebäudes wurden flache Paneele installiert.
© Rieder / Ditz Fejer
Auf der Rückseite des Gebäudes wurden flache Paneele installiert.
Dank der vormontierten mechanischen Verankerungen können die Lamellen einfach in die Unterkonstruktion eingehängt werden.
© Rieder / Ditz Fejer
Dank der vormontierten mechanischen Verankerungen können die Lamellen einfach in die Unterkonstruktion eingehängt werden.

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