top
Fast ausgewachsen: Der "Neue Henninger Turm" von Meixner Schlüter Wendt Architekten ist schon weit gediehen. Im Hintergrund wächst das "Winx" in die Höhe.
© Norbert Miguteltz
Fast ausgewachsen: Der "Neue Henninger Turm" von Meixner Schlüter Wendt Architekten ist schon weit gediehen. Im Hintergrund wächst das "Winx" in die Höhe.

Was wächst denn da?

Gut ein Dutzend Hochhäuser sollen in den nächsten fünf Jahren in Frankfurt am Main gebaut werden. Ein Überblick über die kommende – mal mehr, mal weniger – aufregende und aufgeregte Hochhausarchitektur.
28.07.2017

Das Hochhaus gilt unter Architekten noch immer als gebautes Statement. Anders muss es daherkommen, ikonisch soll es sein – nicht allein durch seine Höhe. Das wollen nicht nur die Architekten, das fordern auch Projektentwickler und Immobilieninvestoren, schließlich muss sich das Investment auszahlen und eine Adresse geschaffen werden.
 
Mehr als ein Dutzend Hochhäuser sind für die kommenden fünf Jahre in Frankfurt konkret geplant oder befinden sich bereits im Bau. Darunter ein paar Türme zum Wohnen, doch das Gros der gebauten Fläche soll dem Arbeiten dienen. Nicht, dass es zu wenig freie Büroflächen in Frankfurt gäbe! Zwar sind diese in den vergangenen Jahren weniger geworden, aber auch 2016 blieben 11 Prozent dieser Flächen der Mainmetropole ungenutzt. Damit ist Frankfurt laut dem Immobilienberatungsunternehmen Collier die einzige deutsche Großstadt mit einem Büroleerstand im zweistelligen Bereich. Trotz des Überangebotes kann man Höchstpreise pro Quadratmeter verlangen: Durchschnittlich 20 Euro pro Quadratmeter werden in Frankfurt gezahlt, im High-End-Bereich gar bis zu 40 Euro.
 
Der schwebende Brexit ist kein unerheblicher Treiber für den Bau von noch mehr Flächen. Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung konkretisieren internationale Großbanken ihr Pläne. So habe Morgan Stanley sich bereits Etagen in BIGs neuen Hochhaus "Omnitower" gesichert, man plane die Mitarbeiterzahl von derzeit 200 auf 400 zu verdoppeln. Und da die eherne Regel unter Banken gilt – wenigsten die eine, an die man sich anscheinend hält – das zwei Großbanken nicht in dieselbe Immobilie ziehen, mag der Bedarf an Flächen in unterschiedlichen Gebäuden steigen. Nun, in den kommenden fünf Jahren wird es reichlich Auswahl geben. (as)