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Organisches Ziegelwerk
29. August 2012
Dort, wo die Straßen Jydeholmen und Indertoften im Kopenhagener Vorort Vanløse aufeinandertreffen, steht das Altenwohnheim Hebsgaards Have, gestaltet aus handgemachten roten und schwarzen Ziegeln. Sie stammen aus der renommierten dänischen Ziegelei Petersen Tegl, die als eine der wenigen Fabriken weltweit ihre Steine mit Kohle brennt. Die Prozedur bewirkt ein Farbenspiel aus hellen und dunklen Nuancen auf der Ziegeloberfläche, was das Mauerwerk des Gebäudes belebt.

Genau deshalb fiel die Wahl des Architekturbüro MAPT, heute Lendager Architects + Argency, bei der Planung von Hebsgaards Have auf rote, „B07“, und schwarzgraue, „B85“, Ziegelsteine von Petersen. Sie heben die organische Form des Gebäudes hervor und lassen eine Veränderung zu: In der Dämmerung werden die dunklen Steine unsichtbar.

Das Ziegelmuster der Fassade ist nicht auf der Baustelle entstanden, sondern wurde vorab digital erstellt und in der Fabrik in Sandwichelemente eingebracht. Vor Ort bauten Handwerker die Elemente dann zu Hebsgaards Have zusammen.

Die Gehwege, die das Altenwohnheim umgeben, sind mit den gleichen Ziegeln gestaltet wie die Gebäudefassade, die sich dadurch bis auf den Gehweg zu erstrecken scheint. Das gelegte Muster markiert Fußgängern den Weg entlang des Hauses bis zur Straßenecke.

Das Altenwohnheim wurde nach dem Glaser Per Stehen Hebsgaard benannt, der dort seine Werkstatt hatte. Zahlreiche dänische Künstler, darunter Bjørn Nørgaard, ließen von Hebsgaard ihre Entwürfe anfertigen.
Die runden Ecken des Kopenhagener Altenwohnheims Hebsgaards Have formten Handwerker mit der Stirnseite der Ziegelsteine, Foto © Anders Sune Berg
Auch der Gehweg vor dem Gebäude ist mit den Ziegeln „B07“ und „B85“ von Petersen Tegel gepflastert, Foto © Anders Sune Berg
Die Gehwegpflasterung weist den Fußgängern den Weg, Foto © Anders Sune Berg
Bei Petersen Tegel werden Ziegelsteine mit Kohle gebrannt. Die dadurch entstehenden Farbnuancen beleben die Gebäudefassade, Foto © Anders Sune Berg
Hebsgaards Have ist ein Entwurf des dänischen Architekturbüro MAPT, heute Lendager Architects + Argency, Foto © Anders Sune Berg
Das Gebäude schließt die Häuserreihe und markiert die Straßenecke, Foto © Anders Sune Berg
Rote und grauschwarze Ziegel von Petersen Tegel heben die organische Bauweise des Altenwohnheims Hebsgaards Have hervor, Foto © Anders Sune Berg
Architektur › 2012 › August
Organisches Ziegelwerk
29. August 2012
Dort, wo die Straßen Jydeholmen und Indertoften im Kopenhagener Vorort Vanløse aufeinandertreffen, steht das Altenwohnheim Hebsgaards Have, gestaltet aus handgemachten roten und schwarzen Ziegeln. Sie stammen aus der renommierten dänischen Ziegelei Petersen Tegl, die als eine der wenigen Fabriken weltweit ihre Steine mit Kohle brennt. Die Prozedur bewirkt ein Farbenspiel aus hellen und dunklen Nuancen auf der Ziegeloberfläche, was das Mauerwerk des Gebäudes belebt.

Genau deshalb fiel die Wahl des Architekturbüro MAPT, heute Lendager Architects + Argency, bei der Planung von Hebsgaards Have auf rote, „B07“, und schwarzgraue, „B85“, Ziegelsteine von Petersen. Sie heben die organische Form des Gebäudes hervor und lassen eine Veränderung zu: In der Dämmerung werden die dunklen Steine unsichtbar.

Das Ziegelmuster der Fassade ist nicht auf der Baustelle entstanden, sondern wurde vorab digital erstellt und in der Fabrik in Sandwichelemente eingebracht. Vor Ort bauten Handwerker die Elemente dann zu Hebsgaards Have zusammen.

Die Gehwege, die das Altenwohnheim umgeben, sind mit den gleichen Ziegeln gestaltet wie die Gebäudefassade, die sich dadurch bis auf den Gehweg zu erstrecken scheint. Das gelegte Muster markiert Fußgängern den Weg entlang des Hauses bis zur Straßenecke.

Das Altenwohnheim wurde nach dem Glaser Per Stehen Hebsgaard benannt, der dort seine Werkstatt hatte. Zahlreiche dänische Künstler, darunter Bjørn Nørgaard, ließen von Hebsgaard ihre Entwürfe anfertigen.