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Das Akustikpaneel avanciert zum neuen Liebling der Büroeinrichter: am Stand bei Slalom auf der Orgatec in Köln. Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Es geht auch etwas leiser
23. Oktober 2014
Kunst im Büro? Gemälde an der Wand? Das können Sie vergessen. Jetzt kommen, des Lärmes willen, Akustikpaneele auf die Wand. Auf der Orgatec in Köln waren sie allgegenwärtig. Kaum ein Hersteller hat es sich nehmen lassen, irgendwelche Schall absorbierende Raumobjekte vorzustellen. Es gibt sie quadratisch, rechteckig und rund; als Kacheln auf der Wand und als Paravent im Raum; mal schweben sie über allem, mal markieren sie als Trennwand auf dem Tisch den eigenen Bereich; stets sind sie mit schallschluckenden Textilien bezogen – und natürlich gibt es sie in allen Farben.

Bei DeVorm hängen die dämpfenden Teile wie dunkle Akustik-Wolken über dem Schreibtisch und tragen den schönen Namen „Onde“. Acousticpearls bietet die geradlinigen „Colour Fields“ an, textile Wandpaneele in fünf verschiedenen Größen und 107 Farben. Bei BuzziSpace sind ganze Akustik-Häuschen fürs Arbeiten verfügbar, aber auch Planken, die womöglich den Weg zum Vorgesetzten versperren sollen, die man aber auch gut dazu nutzen könnte, einen Slalom-Parcour auf dem Weg nach oben abzustecken. Und bei Blå Station kleben Gingkoblätter aus Polyester-Filz an der Wand, die unser Leben leiser machen.

Nachdem der Büroraum hin zu kommunikativen Landschaften geöffnet wurde, mauert man sich nun offenbar wieder am Schreibtisch ein. Ein wenig zumindest. Rundum wird der Büroarbeiter mittels Paneelen eingehegt, damit er nicht alles mitbekommt, was sich auf der anderen Seite seiner „Werkbank“ gerade abspielt. Dafür schaut man jetzt auf eine bunte oder hübsch bedruckte Wand, auf die sich endlich auch wieder Bilder und Notizen pinnen lassen. Aber bitte nicht in jenes Exemplar, das die schwedische Firma Götessons anbietet und das nicht nur das Gehör schont, sondern obendrein auch die Luft reinigt.

Kurzum: Das Akustikpaneel avanciert zum neuen Liebling der Büroeinrichter. Es soll helfen, den einen oder anderen Nachteil des Großraumbüros und seiner Offenheit auszugleichen. Hübsche Farbtupfer in die noch vielerorts vorhandene Tristesse der sprichwörtlich grauen Bürowelt bringen sie auf jeden Fall.

Ob schon bald wieder jeder in seiner eigenen Parzelle arbeitet? Im oben offenen, aber akustisch abgeschirmten kleinen „Cubicle“? Huch, kamen wir da nicht gerade her? Sei’s drum. Wir haben für Sie zusammengetragen, was es in Sachen Akustikpaneele so alles gibt. (as)

MEHR auf Stylepark:

Mit Liebe arbeiten: Auf der Orgatec in Köln lässt sich beobachten: Heim und Büro werden sich immer ähnlicher.
(24. Oktober 2014)
Im Büro ziehen (leise) Wolken auf: „Onde“ von DeVorm. Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Zurück in die „Cubicles”: „Limbus Concept“ von Glimakra of Sweden.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Très francais: Akustikpaneele in pudrigen Tönen. Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Bei Blå Station kann man mit Ginkgo Blättern den Lärm dämpfen.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Rundum wird der Büroarbeiter mittels Paneelen eingehegt, wie bei Tecno.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Voll auf Farbe setzt Steel & Wood. Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Kunst können Sie vergessen – jetzt kommen schallabsorbierende Kacheln an die Wand.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
BuzziSpace präsentiert Akustik-Planken für den Slalom-Parcour.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Ob die Augen schneller müde werden, wenn man auf diese wilden Muster starrt? Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Produkte
acousticpearls: WALL COVER acoustic surface system @ Stylepark
acousticpearls
WALL COVER acoustic surface system
String: string® works wire screen @ Stylepark
String
string® works wire screen
Björn Dahlström
Anna von Schewen
RMIG: Perforiertes Akustikmodul, Wall @ Stylepark
RMIG
Perforiertes Akustikmodul, Wall
Vitra: Alcove Meet @ Stylepark
Vitra
Alcove Meet
Erwan Bouroullec
Ronan Bouroullec
BuzziSpace: BuzziVille @ Stylepark
BuzziSpace
BuzziVille
Alain Gilles
BuzziSpace Design Team
BuzziSpace: BuzziTile 3D @ Stylepark
BuzziSpace
BuzziTile 3D
Sas Adriaenssens
WINI: WINEA SINUS @ Stylepark
WINI
WINEA SINUS
Design Composite: AIR-board® acoustic Paneel @ Stylepark
Design Composite
AIR-board® acoustic Paneel
Nimbus Group: TP30 WOOL @ Stylepark
Nimbus Group
TP30 WOOL
Blå Station: Koja Element @ Stylepark
Blå Station
Koja Element
Fredrik Mattson
Martela: Face Trennwandsystem @ Stylepark
Martela
Face Trennwandsystem
Pekka Toivola
Iiro Viljanen
Abstracta: Airwave @ Stylepark
Abstracta
Airwave
Stefan Borselius
Blå Station: Ginkgo @ Stylepark
Blå Station
Ginkgo
Eva Prego
Cutu Mazuelos
Caimi Brevetti: Pli @ Stylepark
Caimi Brevetti
Pli
Marc Sadler
Nimbus Group: CP30 Membrankörper Translucent @ Stylepark
Nimbus Group
CP30 Membrankörper Translucent
acousticpearls: ARCHITECTS GLASS Desktop @ Stylepark
acousticpearls
ARCHITECTS GLASS Desktop
Mobica+: Keko @ Stylepark
Mobica+
Keko
Martin Ballendat
OFFECCT: Soundwave Ando @ Stylepark
OFFECCT
Soundwave Ando
Daniel Svahn
BULO: Kei Trennwand @ Stylepark
BULO
Kei Trennwand
Woodnotes: WHISPER COLLAGE @ Stylepark
Woodnotes
WHISPER COLLAGE
OFFECCT: Notes @ Stylepark
OFFECCT
Notes
Luca Nichetto
Abstracta: Bits @ Stylepark
Abstracta
Bits
Anya Sebton
Ruckstuhl: Pannello murale quer @ Stylepark
Ruckstuhl
Pannello murale quer
Matteo Thun
Karl Andersson: QUARTZ Akustikpaneel Wand @ Stylepark
Karl Andersson
QUARTZ Akustikpaneel Wand
Joel Karlsson
STUA: Satellite @ Stylepark
STUA
Satellite
Jon Gasca
Ruckstuhl: Pannello sospeso @ Stylepark
Ruckstuhl
Pannello sospeso
Matteo Thun
König + Neurath: TEAM.WORK.SPACE @ Stylepark
König + Neurath
TEAM.WORK.SPACE
Michael Schmidt
OFFECCT: Flo @ Stylepark
OFFECCT
Flo
Karim Rashid
Carpet Concept: CAS Objects @ Stylepark
Carpet Concept
CAS Objects
Carsten Gollnick
News & Stories › 2014 › Oktober
Es geht auch etwas leiser
von Adeline Seidel | 23. Oktober 2014
Graue Filzwolken über dem Schreibtisch, Planken auf dem Tisch oder Gingkoblätter an der Wand: Auf der Orgatec in Köln ließ sich eine fröhlich-bunte Bürowelt voller Akustikpaneele beobachten, die der kommunikativen Kakophonie des Großraumbüros Grenzen setzt.
Kunst im Büro? Gemälde an der Wand? Das können Sie vergessen. Jetzt kommen, des Lärmes willen, Akustikpaneele auf die Wand. Auf der Orgatec in Köln waren sie allgegenwärtig. Kaum ein Hersteller hat es sich nehmen lassen, irgendwelche Schall absorbierende Raumobjekte vorzustellen. Es gibt sie quadratisch, rechteckig und rund; als Kacheln auf der Wand und als Paravent im Raum; mal schweben sie über allem, mal markieren sie als Trennwand auf dem Tisch den eigenen Bereich; stets sind sie mit schallschluckenden Textilien bezogen – und natürlich gibt es sie in allen Farben.

Bei DeVorm hängen die dämpfenden Teile wie dunkle Akustik-Wolken über dem Schreibtisch und tragen den schönen Namen „Onde“. Acousticpearls bietet die geradlinigen „Colour Fields“ an, textile Wandpaneele in fünf verschiedenen Größen und 107 Farben. Bei BuzziSpace sind ganze Akustik-Häuschen fürs Arbeiten verfügbar, aber auch Planken, die womöglich den Weg zum Vorgesetzten versperren sollen, die man aber auch gut dazu nutzen könnte, einen Slalom-Parcour auf dem Weg nach oben abzustecken. Und bei Blå Station kleben Gingkoblätter aus Polyester-Filz an der Wand, die unser Leben leiser machen.

Nachdem der Büroraum hin zu kommunikativen Landschaften geöffnet wurde, mauert man sich nun offenbar wieder am Schreibtisch ein. Ein wenig zumindest. Rundum wird der Büroarbeiter mittels Paneelen eingehegt, damit er nicht alles mitbekommt, was sich auf der anderen Seite seiner „Werkbank“ gerade abspielt. Dafür schaut man jetzt auf eine bunte oder hübsch bedruckte Wand, auf die sich endlich auch wieder Bilder und Notizen pinnen lassen. Aber bitte nicht in jenes Exemplar, das die schwedische Firma Götessons anbietet und das nicht nur das Gehör schont, sondern obendrein auch die Luft reinigt.

Kurzum: Das Akustikpaneel avanciert zum neuen Liebling der Büroeinrichter. Es soll helfen, den einen oder anderen Nachteil des Großraumbüros und seiner Offenheit auszugleichen. Hübsche Farbtupfer in die noch vielerorts vorhandene Tristesse der sprichwörtlich grauen Bürowelt bringen sie auf jeden Fall.

Ob schon bald wieder jeder in seiner eigenen Parzelle arbeitet? Im oben offenen, aber akustisch abgeschirmten kleinen „Cubicle“? Huch, kamen wir da nicht gerade her? Sei’s drum. Wir haben für Sie zusammengetragen, was es in Sachen Akustikpaneele so alles gibt. (as)

MEHR auf Stylepark:

Mit Liebe arbeiten: Auf der Orgatec in Köln lässt sich beobachten: Heim und Büro werden sich immer ähnlicher.
(24. Oktober 2014)