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Das Akustikpaneel avanciert zum neuen Liebling der Büroeinrichter: am Stand bei Slalom auf der Orgatec in Köln. Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Es geht auch etwas leiser
24.10.2014

Kunst im Büro? Gemälde an der Wand? Das können Sie vergessen. Jetzt kommen, des Lärmes willen, Akustikpaneele auf die Wand. Auf der Orgatec in Köln waren sie allgegenwärtig. Kaum ein Hersteller hat es sich nehmen lassen, irgendwelche Schall absorbierende Raumobjekte vorzustellen. Es gibt sie quadratisch, rechteckig und rund; als Kacheln auf der Wand und als Paravent im Raum; mal schweben sie über allem, mal markieren sie als Trennwand auf dem Tisch den eigenen Bereich; stets sind sie mit schallschluckenden Textilien bezogen – und natürlich gibt es sie in allen Farben.

Bei DeVorm hängen die dämpfenden Teile wie dunkle Akustik-Wolken über dem Schreibtisch und tragen den schönen Namen „Onde“. Acousticpearls bietet die geradlinigen „Colour Fields“ an, textile Wandpaneele in fünf verschiedenen Größen und 107 Farben. Bei BuzziSpace sind ganze Akustik-Häuschen fürs Arbeiten verfügbar, aber auch Planken, die womöglich den Weg zum Vorgesetzten versperren sollen, die man aber auch gut dazu nutzen könnte, einen Slalom-Parcour auf dem Weg nach oben abzustecken. Und bei Blå Station kleben Gingkoblätter aus Polyester-Filz an der Wand, die unser Leben leiser machen.

Nachdem der Büroraum hin zu kommunikativen Landschaften geöffnet wurde, mauert man sich nun offenbar wieder am Schreibtisch ein. Ein wenig zumindest. Rundum wird der Büroarbeiter mittels Paneelen eingehegt, damit er nicht alles mitbekommt, was sich auf der anderen Seite seiner „Werkbank“ gerade abspielt. Dafür schaut man jetzt auf eine bunte oder hübsch bedruckte Wand, auf die sich endlich auch wieder Bilder und Notizen pinnen lassen. Aber bitte nicht in jenes Exemplar, das die schwedische Firma Götessons anbietet und das nicht nur das Gehör schont, sondern obendrein auch die Luft reinigt.

Kurzum: Das Akustikpaneel avanciert zum neuen Liebling der Büroeinrichter. Es soll helfen, den einen oder anderen Nachteil des Großraumbüros und seiner Offenheit auszugleichen. Hübsche Farbtupfer in die noch vielerorts vorhandene Tristesse der sprichwörtlich grauen Bürowelt bringen sie auf jeden Fall.

Ob schon bald wieder jeder in seiner eigenen Parzelle arbeitet? Im oben offenen, aber akustisch abgeschirmten kleinen „Cubicle“? Huch, kamen wir da nicht gerade her? Sei’s drum. Wir haben für Sie zusammengetragen, was es in Sachen Akustikpaneele so alles gibt. (as)

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Mit Liebe arbeiten: Auf der Orgatec in Köln lässt sich beobachten: Heim und Büro werden sich immer ähnlicher.
(24. Oktober 2014)

Im Büro ziehen (leise) Wolken auf: „Onde“ von DeVorm. Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Zurück in die „Cubicles”: „Limbus Concept“ von Glimakra of Sweden.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Très francais: Akustikpaneele in pudrigen Tönen. Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Bei Blå Station kann man mit Ginkgo Blättern den Lärm dämpfen.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Rundum wird der Büroarbeiter mittels Paneelen eingehegt, wie bei Tecno.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Voll auf Farbe setzt Steel & Wood. Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Kunst können Sie vergessen – jetzt kommen schallabsorbierende Kacheln an die Wand.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
BuzziSpace präsentiert Akustik-Planken für den Slalom-Parcour.
Foto © Adeline Seidel, Stylepark
Ob die Augen schneller müde werden, wenn man auf diese wilden Muster starrt? Foto © Adeline Seidel, Stylepark

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