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Bank aus DuPont Corian von Rotzler Krebs Landschaftsarchitekten in Winterthur
Monolith in Winterthur: Rotzler Krebs Partner Landschaftsarchitekten entwarfen diese 24 Meter lange Bank in Form eines Bumerangs aus Corian von DuPont.
© DuPont
Monolith in Winterthur: Rotzler Krebs Partner Landschaftsarchitekten entwarfen diese 24 Meter lange Bank in Form eines Bumerangs aus Corian von DuPont.

Setzen Sie sich doch!

​Eine Passage oder ein Park ohne Bänke – unvorstellbar. Die Parkbank ist ein wichtiges Element innerhalb der Stadtlandschaft. Die spannendsten Modelle im Überblick.
05.06.2017

Dass Parkbänke besondere Emotionen wecken, sieht man alleine daran, dass es viele Menschen gibt, die sie stiften. Kleine angebrachte Messingschildchen erinnern an den Gönner – der mit so einer Sitzgelegenheit ein scheinbar kleinen, weil alltäglichen, aber dennoch wichtigen Baustein des städtischen Lebens spendet. In Köln kann man etwa eine Bank für 750 Euro, in München sogar schon für 500 Euro stiften.

Die klassische Parkbank, drei Bretter als Sitz, zwei als Rücklehne, getragenen von einem gusseisernen Gestell, existiert mittlerweile in zahllosen Varianten. Obwohl es vielzählige Alternativen aus Stahl oder Aluminium, selbst Beton oder Mineralwerkstoff gibt, sind die Bänke im öffentlichen Raum immer noch meist mit Holzlatten bestückt. Bloß keine Experimente, scheint das Credo – dabei gibt es durchaus gute Beispiele. Etwa die Freiraumvariante des "Chair One" von Konstantin Grcic für Magis, den es sogar als Sitzbank gibt.

Projekte wie das jüngst gestartete "Superbenches" zeigen, dass beim Thema Parkbank noch deutlich mehr Gestaltungsspielraum existiert. Zehn Designer, darunter Namen wie Max Lamb, Leon Ransmeier, Philippe Malouin und Scholten und Bajings, waren aufgefordert, Bänke für den Stockholmer Vorort Jarfälle zu kreieren. Herausgekommen ist eine Reihe an extravaganten, interaktiven, reduzierten wie auch monumentalen Unikaten. Das Projekt ist Teil einer größeren Initiative urbaner Entwicklung, die zum Ziel hat, mittels temporärer Installationen, Design und Architektur die Errichtung einer ganzen Siedlung zu begleiten. "Die Superbenches", so Kurator Felix Burrichter, "sind ein wichtiger Teil dieses ganzen Prozess, als Förderer von Gemeinschaft und neuer, vielfältiger Nachbarschaft". Der Clou von "Superbenches" ist: Nach einem Jahr können die Anwohner selbst entscheiden, welche der Parkbänke stehenbleiben sollen und welche nicht.

In unserer Übersicht zeigen wir Modelle, die aus dem klassischen Schema der Parkbank ausbrechen. (mm)

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