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Foto: KFF

Florale Schöpfung

Monica Armani hat mit "Gaia" für Karl-Friedrich Förster Design (KFF) eine Blüte zum Sitzen geschaffen.
von Anna Moldenhauer | 31.05.2019

Nach Gaia, der Muttergöttin der Erde in der griechischen Mythologie, ist die Sitzmöbelkreation von Monica Armani für KFF benannt. Sieben gepolsterte Rückenelemente mit sanften Rundungen stützen den Sitzenden ergonomisch. Das Gestell als Vierfuß oder in Kufenform ist zudem äußerst filigran gestaltet, was den "blumigen" Eindruck des Möbels noch verstärkt. Eineinhalb Jahre hat die Designerin an der Realisation des Entwurfes gefeilt und ihn Schritt für Schritt von Zeichnungen über Modelle in 3-D bis zum Prototyp im Maßstab 1:1 weiterentwickelt. Mit soften Farbtönen von leichtem Rosé bis frischem Mint und Akzenten in kräftigem Violett und sattem Rotorange bis hin zu warmem Braun spielt das Design mit den Kontrasten. Zudem kann zwischen Bezügen in Stoff und Leder gewählt werden. Dass florales Design nicht immer mit Zuckerwattefarben einhergehen muss, zeigte KFF kürzlich auf dem Salone del Mobile 2019: Um den ungewöhnlichen Charakter des Stuhls zu unterstreichen, trug "Gaia" in Mailand ein Kleid ganz in Schwarz. "Im Kern kommt es auf das Design an, nicht auf die Farbe", so Armani.

Und die vielfältige Blütenfamilie wächst: Zu Beginn des Jahres wurde die Kollektion um den Sessel "Gaia Lounge", den "Gaia Thekenstuhl" und den Sessel "Gaia Calice" erweitert. So bietet die "Gaia"-Familie nun eine Sitzgelegenheit für alle Fälle: Wer sich zum Beispiel etwas zurückziehen möchte, kann sich in den 114 Zentimeter hohen Rücken von "Gaia Calice" schmiegen. "Gaia Lounge" dagegen ist mit einer Höhe von 69 Zentimetern kommunikativer ausgelegt, überzeugt aber gleichfalls mit hohem Sitzkomfort. Als nächstes möchte die italienische Architektin und Designerin gerne die Kollektion um ein kleines Sofa ergänzen. Die verspielte Form von "Gaia" ist im Werk von Armani eine interessante Ergänzung, zieht sich doch sonst eine gewisse geometrische Strenge durch ihre Entwürfe. Kein Zufall, denn Armanis großes Vorbild ist ihr Vater Marcello, ein Architekt des Rationalismus, der ihr Elternhaus mit viel Glas und klaren Linien entwarf. "Ich bin umgeben von Design und Architektur großgeworden, für mich war es normal diesen Weg weiterzugehen", erzählt sie.  

Foto: KFF
Foto: KFF
Foto: KFF
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