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Aus ausrangierten Jeans wird Circulose – ein neues Material, das durch Rückgewinnung von Baumwolle aus abgenutzter Kleidung für neue Kleidungsstücke gewonnen wird.

NACHHALTIGKEIT
Kann Design die Umwelt retten?

Noch bis zum 20. Februar 2022 präsentiert das London Design Museum die Schau "Waste Age: What can design do?".
05.01.2022

Mit repräsentativen Beispielen aus den unterschiedlichen Disziplinen des Designs ist die aktuelle Ausstellung "Waste Age: What can design do?" im London Design Museum in drei Abschnitte unterteilt: In "Waste Age 1-3" wird anschaulich vermittelt, welche fatalen Folgen der Massenkonsum für die Umwelt bisher hat, wie man dem vermeintlichen Abfall ein neues Leben schenken kann und welche experimentellen Ansätze dabei helfen könnten, Produkte aus nachhaltigen Ressourcen herzustellen. Viele der Exponate stammen von namhaften Kreativen, wie Formafantasma, Snøhetta oder Stella McCartney. "Design hat dazu beigetragen, unsere verschwenderische Gesellschaft zu erschaffen, und es wird für den Aufbau einer saubereren Zukunft entscheidend sein. Das bedeutet, dass wir den Lebensstil und die Materialien, die soviel Schaden anrichten, überdenken müssen. Unsere Ausstellung ist optimistisch und belegt mit welcher Energie und welchem Einfallsreichtum diese Herausforderung angegangen wird – und wir wollen, dass sie einen Wendepunkt markiert. Es gibt so viel, was wir tun können, aber es beginnt damit ein Verständnis für unsere Abfälle zu schaffen", so Chefkurator und Co-Kurator Justin McGuirk.

Auch das Museum selbst wird auf seine Umweltauswirkungen überprüft: Sophie Thomas und Alexie Sommer von der Umweltorganisation Urge Collective werden mit dem Datenanalysten Ralf Waterfield die Ausstellung und den damit einhergehenden Ressourcenverbrauch einer Umweltprüfung unterziehen. Diese soll dazu beitragen, die Auswirkungen von musealen Schauen im London Design Museum besser einzuschätzen und Optimierungsmöglichkeiten bieten. Die Ausstellung ist zudem Teil des Future Observatory, eines neuen Programms des Design Museums und des Arts and Humanities Research Council (AHRC). Das nationale Forschungs-, Diskussions- und Schulungsprogramm wird erkunden, wie Designforschung den zukünftigen wirtschaftlichen Fortschritt Großbritanniens fördern kann. "Wir müssen uns dem Problem des Abfalls stellen – wir können nicht länger ignorieren, was mit den Dingen passiert, wenn wir sie loswerden. Anstatt Objekte als Dinge zu betrachten, deren Leben zu Ende ist, schlägt diese Ausstellung vor, dass sie viele Leben haben können. Es handelt sich nicht nur um eine Ausstellung, sondern um die Kampagne #EndTheWasteAge, und wir alle haben eine aktive Rolle in unserer Zukunft. Die Ausstellung zeigt, dass Design eine Vorreiterrolle bei nachhaltigen Lösungen spielt.", so Gemma Curtin, Kuratorin von Waste Age. (am)

Waste Age: What can design do?
Bis 20. Februar 2022


The Design Museum
224-238 Kensington High Street
London W8 6AG

Waste Age: What can design do?