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Messe à la Mode - Die Maison & Objet in Paris
von Vera Siegmund | 25.01.2008

Der Begriff Mode und die Stadt Paris sind ein Synonym. Haute Couture bezieht sich längst nicht mehr nur auf Kleidung, die exquisite und maßgeschneiderte Gestaltung des eigenen Heims wird gerne im gleichen Atemzug genannt.
Die Maison & Objet in Paris ist dafür ein Beispiel par excellence. Ursprünglich eine klassische Fachmesse für Innendekoration, Tischkultur und Geschenkartikel, ist sie heute ein Großereignis für Handel und Kreative aus allen Interieur- und Modebranchen. Überall in der Stadt wehen Fahnen, künden Plakate, Fernsehsendungen und Magazine von den Verbindungen zwischen Wohnen und Mode. Dahinter steckt viel Imagepflege. Unter dem Logo "Paris Capitale de la Création" sind die Messeveranstalter und die Stadt Paris 2003 eine intensive Kooperation zur Förderung sämtlicher Messen für Mode und Heim eingegangen, was sich wiederum positiv auf das gesamte Stadtmarketing auswirkt.Auch auf der Messe selbst, auf der die meisten Aussteller aus dem Bereich der Heimtextilien kommen, ist das Modethema allgegenwärtig. Der Benefizauktion "Fashion against AIDS" stiftet Kartell sechs "Mademoiselle"-Stühle von Philippe Starck mit neuen Bezügen von Modedesignern wie Paul Gaultier und Christian Lacroix. In Halle 7 präsentiert das "Netzwerk zur Innovation der Bekleidungsstoff-Industrie" R2iTH Prototypen von jeweils zehn paarweise zusammengestellten Designern und Premium-Herstellern. Special Guests auf der Maison & Objet sind Zaha Hadid, Pierre Paulin, Kelly Hoppen, Patricia Urquiola und Carolyn Quartermaine, von denen jeder für einen Messebereich Pate steht. Die szenographischen Projekte in den Hallen 1 - 3 kreieren wieder die "Hausdesigner" der Maison & Objet - mal als Spiel zwischen dem Leeren und dem Vollen ganz in Weiß von Francois Bernard, als Galerie ästhetischer Mutationen von Elizabeth Leriche oder als exzentrische Trompe-l'oeils im "Bizarre Bazar" von Vincent Grégoire und der Trendagentur NellyRodi. Und wenn man vor lauter Prominenz und Spektakel mal nicht mehr kann, setzt man sich in das schwarz-weiße Elle Deco-Café in Halle 5B und erfrischt sich mit einem Getränk. Beim Umherschauen weiß man auf einmal, warum in Paris auch eine Handelsmesse Haute Couture sein kann.www.maison-objet.com

Canasta von Patricia Urquiola für B&B Italia
Ribbon von Pierre Paulin für Artifort
Canasta von Patricia Urquiola für B&B Italia
Vortexx von Zaha Hadid für Lighteriors
Ben Chair von Pierre Paulin

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