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Eine Schatztruhe aus Beton

Hinter der dunkelgrauen Fassade aus Glasfaserbetonelementen von Rieder verbergen sich Südtirols größte Schätze.
23.10.2017
Geschlossen ohne abweisend zu wirken: Die leichten Glasfaserbetonelemente von Rieder bilden die Außenhaut des Gebäudes.
Geschlossen ohne abweisend zu wirken: Die leichten Glasfaserbetonelemente von Rieder bilden die Außenhaut des Gebäudes.
© Rieder
Geschlossen ohne abweisend zu wirken: Die leichten Glasfaserbetonelemente von Rieder bilden die Außenhaut des Gebäudes.

Es ist ein beeindruckender Monolith, den das Architekturbüros Franz&Sue für das neue Forschungs- und Sammlungszentrum der Tiroler Landesmuseen entworfen hat. Geradezu geheimnisvoll steht der Bau am Fuße der Tiroler Alpen; kein Fenster, keine Tür stört die Fassade des dunklen Baukörpers. Dabei ist diese Geschlossenheit nicht nur allein eine ästhetische Entscheidung der Architekten, sondern wird durch das Raumprogramm bestimmt. Schließlich bewahrt der Bau Millionen von Sammlungsstücken auf – von einer 3.000 Jahre alten Mumie, steinzeitlichen Keilen bis zu den Streichinstrumenten des legendären Tiroler Geigenbauers Jakob Stainer – die es gilt, allesamt vor Temperaturschwankungen und Tageslicht zu schützen. Aufgrund dessen entschieden Franz&Sue einen Großteil des Gebäudevolumens ins Erdreich zu graben und im Inneren einen rechteckigen Hof zu schaffen, um den sich die Arbeitsräume und Werkstätten gruppieren und über diesen sie auch belichtet werden. Zugleich dient dieses Atrium als kontemplativer Ort, an den die Mitarbeiter des Forschungs- und Sammlungszentrums zusammenkommen.

Dass die geschlossene Außenhaut weder abweisend noch monoton wirkt, dafür sorgt ihre aufwendige Ausführung. Hierfür entschieden sich die Architekten für die nur 13 Millimeter dünnen und leichten Glasfaserbetonelemente "Fibre C" von Rieder. "Das Fassadenmaterial thematisiert das Bewahren und Konservieren. Gleichzeitig entsteht durch die Haptik des Betons eine gewisse Anziehungskraft", erläutert Erwin Stättner vom Architekturbüro Franz&Sue. "Mit der aufwendigen Gestaltung der Gebäudehülle möchten wir das Alte mit dem Neuen verbinden und lesbar machen: Ein Faustkeil aus dem siebten bis achten Jahrtausend ist eines der ältesten Werkzeuge der Sammlung. Dessen Abdruck ist es, der sich an den verformten Betonplatten abzeichnet." 

Für diese Verformung hat Rieder gemeinsam mit den Architekten ein neues Verfahren entwickelt, das den industriellen Herstellungsprozess der Glasfaserbetonelemente mit einer handwerklichen Komponente verbindet. So sind insgesamt 719 einzigartige Betonelemente von 60 auf 60 Zentimetern entstanden, die nun eine fiktive Schatzkarte auf den eindrucksvollen Monolithen zeichnen. Dabei überzeugte Franz&Sue nicht nur die Zusammenarbeit mit Rieder – ein Unternehmen, dass sich in den vergangenen Jahren als Partner für komplexe Sonderlösungen in Sachen Fassade etabliert hat – sondern auch die Beständigkeit und Nachhaltigkeit des Materials: Der Glasfaserbeton von Rieder muss in mehr als 50 Jahren weder abgeschliffen und gestrichen werden und ist zudem nicht brennbar. (as)

Der Abdruck eines der ältesten Werkzeuge der Sammlung schmückt die verformten Betonplatten: Ein Faustkeil aus dem siebten bis achten Jahrtausend.
Der Abdruck eines der ältesten Werkzeuge der Sammlung schmückt die verformten Betonplatten: Ein Faustkeil aus dem siebten bis achten Jahrtausend.
© Rieder
Der Abdruck eines der ältesten Werkzeuge der Sammlung schmückt die verformten Betonplatten: Ein Faustkeil aus dem siebten bis achten Jahrtausend.
Der Glasfaserbeton von Rieder muss in mehr als 50 Jahren weder abgeschliffen noch gestrichen werden und ist nicht brennbar.
Der Glasfaserbeton von Rieder muss in mehr als 50 Jahren weder abgeschliffen noch gestrichen werden und ist nicht brennbar.
© Rieder
Der Glasfaserbeton von Rieder muss in mehr als 50 Jahren weder abgeschliffen noch gestrichen werden und ist nicht brennbar.

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