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"Luminous Reflections" wird vom 18. bis zum 24. September für Swarovski Crystal Palace im Rahmen des London Design Festivals ausgestellt.
"Luminous Reflections" wird vom 18. bis zum 24. September für Swarovski Crystal Palace im Rahmen des London Design Festivals ausgestellt.
Foto: Swarovski © Studio Tord Boontje
"Luminous Reflections" wird vom 18. bis zum 24. September für Swarovski Crystal Palace im Rahmen des London Design Festivals ausgestellt.

STYLEPARK x SWAROVSKI
Ein ganz neues Leuchten

Organisch geformte Kristalle ohne Schliff, die das Licht sanft reflektieren: Zum London Design Festival präsentiert Swarovski mit "Luminous Reflections" von Tord Boontje eine komplette Neuentwicklung.
von Anna Moldenhauer | 13.09.2017

"Ich denke, für Swarovski bedeutet diese Kollektion eine komplett neue Qualität von Licht", sagt Tord Boontje, während er in seinem Studio im Südosten Londons die Prototypen präsentiert: Organisch geformte Kristalle, ungeschliffen. Vom 18. bis zum 24. September wird seine Arbeit "Luminous Reflections" für Swarovski Crystal Palace im Rahmen des London Design Festivals ausgestellt werden. Für das österreichische Traditionsunternehmen bedeutet das neueste Ergebnis der mittlerweile zwölften Kooperation mit Tord Boontje, von ihrer bekannten Formensprache abzuweichen – statt auf das magische Funkeln zu setzen, wird das Licht der LEDs bei "Luminous Reflections" von den Kristallelementen sanft reflektiert.
 
Das Leuchten des Lichts war für den Designer beim Entwurf der Kollektion "Luminous Reflections" der Ausgangspunkt. "Für mich bedeutet die Arbeit mit Kristallen im Grunde mit dem Licht an sich zu arbeiten. Und die erste Frage die ich mir stelle ist, welches Licht möchte ich erzeugen", erklärt Tord Boontje. An seinem Moodboard hat er zur Inspiration vor allem Bilder aus der Natur zusammengetragen: Das sanfte Sonnenlicht in einer Winterlandschaft zum Beispiel oder die Reflexionen auf der Wasseroberfläche eines Sees. "Wir leben in einer sehr hektischen Welt. Da ist es schön, etwas zu entwerfen, das Räume erzeugt, die eine sehr beruhigende Wirkung haben", beschreibt der Designer seinen Entwurfsansatz. Im Swarovski Archiv in Wattens entdeckte er dazu die Schmuck-Entwürfe aus den 1960er und 1970er Jahren. Gepresste, figurative Elemente, die nicht geschliffen waren. "Für mich war es interessant zu sehen, wie die Kristalle auf das Licht brechen und verändern, denn das gab mir eine Idee, welche Form für die neuen Komponenten funktionieren könnte". 

Um die Möglichkeiten einer organischen Kristallglasform zu verstehen, fertigte Tord Boontje zunächst ovale Modelle aus Ton an.
Um die Möglichkeiten einer organischen Kristallglasform zu verstehen, fertigte Tord Boontje zunächst ovale Modelle aus Ton an.
Foto: Anna Moldenhauer © Stylepark
Um die Möglichkeiten einer organischen Kristallglasform zu verstehen, fertigte Tord Boontje zunächst ovale Modelle aus Ton an.
Eine einfache wie komplexe Formensprache des Prototyps aus Ton ist die Basis für die späteren variantenreichen Reflexionen im Kristall.
Eine einfache wie komplexe Formensprache des Prototyps aus Ton ist die Basis für die späteren variantenreichen Reflexionen im Kristall.
Foto: Anna Moldenhauer © Stylepark
Eine einfache wie komplexe Formensprache des Prototyps aus Ton ist die Basis für die späteren variantenreichen Reflexionen im Kristall.

Um Möglichkeiten dieser Kristallglasform zu verstehen und weiterzuentwickeln, fertigte Tord Boontje zunächst ovale Modelle aus Ton an, anschließend wurden seine Skizzen digitalisiert und mit einer CNC-Fräse erste Prototypen aus Glasblöcken geschnitten: "Erst an den Glasmodellen kann man sehen, ob die Idee funktioniert oder nicht". Um interessante wie variantenreiche Reflexionen zu erzeugen zu können, bedarf es einer einfachen wie aber auch komplexen Formensprache. Für Swarovski Crystal Palace bedeutete Boontjes Neuentwicklung eine technische Herausforderung: Für die Herstellung der Muster galt es zunächst neue Lösungen zu finden, denn die organischen Versionen ließen sich nicht wie geschliffene Kristalle aus einem Glasblock in die gewünschte Form schneiden. Auch die bislang verwendete Poliermethode konnte für die neuen Elemente nicht verwendet werden. Aber der Aufwand, neue Werkzeuge und Methoden zu entwickeln hat sich gelohnt: Das Ergebnis sind vier Elemente ("Luminous Bough", "Lustrous Astra", "Shimmering Jewel", "Radiant Light") und drei Kristallkomponenten ("Arc", "Swirl", "Circle"), die sich individuell miteinander kombinieren lassen. "Für mich als Designer ist es sehr interessant zu sehen, wie diese Komponenten genutzt werden um etwas Neues zu gestalten". Kristallen eine organische Form zu geben und somit deren Wahrnehmung zu verändern, markiert für den Designer Tord Boontje einen Höhepunkt in der Kooperation mit Swarovski Crystal Palace: "Die neuen Türen, die sich damit öffnen, sind wie eine neue Welt. Und das ist ein sehr aufregender Moment".

Inspiration fand Tord Boontje in der Natur und im Archiv von Swarovski in Wattens.
Inspiration fand Tord Boontje in der Natur und im Archiv von Swarovski in Wattens.
Foto: Mark Cocksedge © Studio Tord Boontje
Inspiration fand Tord Boontje in der Natur und im Archiv von Swarovski in Wattens.
Die Elemente und Kristallkomponenten lassen sich individuell miteinander kombinieren.
Die Elemente und Kristallkomponenten lassen sich individuell miteinander kombinieren.
© Studio Tord Boontje
Die Elemente und Kristallkomponenten lassen sich individuell miteinander kombinieren.
"Ich denke, für Swarovski bedeutet diese Kollektion eine komplett neue Qualität von Licht", so Tord Boontje.
"Ich denke, für Swarovski bedeutet diese Kollektion eine komplett neue Qualität von Licht", so Tord Boontje.
Foto: Mark Cocksedge © Studio Tord Boontje
"Ich denke, für Swarovski bedeutet diese Kollektion eine komplett neue Qualität von Licht", so Tord Boontje.

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