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Carla Wilkins, Senior Partner, Global Creative Director, Lichtvision Design / IALD President-Elect, CLD

STYLEPARK LIGHT + BUILDING
Licht als Werkzeug

Mit "The Living Light“ präsentiert die Light + Building 2026 vom 8. bis 13. März eine Installation von Lichtvision Design, in der die vielfältigen Dimensionen der Lichtwirkung erlebt werden können.
25.02.2026

Die Schau auf der Light + Building definiert, wie Licht zu einem Schlüsselmedium der gebauten Umwelt werden kann: Carla Wilkins, Senior Partner und Global Creative Director von Lichtvision Design Berlin, fasst das Vorhaben im Interview zusammen: "Living Light zeigt im Hier und Jetzt, dass Licht kein Detail ist, sondern ein Medium, das Orientierung, Wohlbefinden und Zukunftsbilder erzeugt." Dieser Ansatz verweise auf die Aufbruchsstimmung der 1920er-Jahre: "Diese Vielschichtigkeit knüpft an eine Idee an, die Joachim Teichmüller bereits erstmalig 1926 mit dem Begriff Lichtarchitektur formulierte – Licht als gestaltende Kraft unserer Lebenswelt."

Visualisierung der Sonderpräsentation "The Living Light": Eine lichtgestaltete Reise, die vier Lebensbereiche zu einem ganzheitlichen Raumerlebnis verbindet.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist seine internationale Entstehung. "Die Installation ist ein Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit unserer verschiedenen Bürostandorte und ihrer Inspiration auch aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen", sagt Wilkins. Diese Perspektive spiegelt die Struktur der Weltleitmesse für Licht- und Gebäudetechnik wider, die jährlich Fachleute vernetzt wie den Austausch über technologische Entwicklungen und gestalterische Visionen fördert. Gleichzeitig bot die Vielfalt des Messepublikums eine entscheidende Rolle in der kuratorischen Ausrichtung. Wilkins erklärt: "Uns war es wichtig, ein Erlebnis zu schaffen, das sowohl ExpertInnen als auch EndkonsumentInnen spüren lässt, wie zentral Licht für unser Wohlbefinden und unsere Wahrnehmung ist – unabhängig vom Vorwissen." Die vier Lebensbereiche Home, Learning, Work und Communication greifen für eine schwellenlose Vermittlung vertraute Alltagssituationen auf, wie sie Raum für Fachgespräche bieten. Für zukünftige Entwurfs- und Planungsstrategien soll die Installation zentrale Impulse setzen.

Visualisierung der Sonderpräsentation "The Living Light": Eine lichtgestaltete Reise, die vier Lebensbereiche zu einem ganzheitlichen Raumerlebnis verbindet.

Ein prägnantes räumliches Element bildet indes der inszenierte Flur "Green Spine". Dazu sagt Wilkins: "Der Green Spine verbindet Architektur, Natur und Licht zu einem Erlebnis, das uns widerspiegelt, wie wir durch unterschiedliche Lebensphasen die Konstante der Natur immer mit uns tragen." Die Mooswand erfüllt dabei nicht nur eine atmosphärische Funktion, sondern auch einen nachhaltigen Anspruch: "Das Material Moos erlaubt auch einen Nachhaltigkeitsansatz, da es für eine temporäre Installation keine Bewässerung, keinen Nährboden, keinen Düngebedarf und keine Schädlingsprobleme hat. Es hat eine akustische Komponente, die wir mit dem Korkboden unterstützen." Die Kombination aus Materialwahl, Lichtführung und räumlicher Orientierung greift zentrale Leitmotive der Light + Building auf: Nachhaltigkeit, technologische Intelligenz und gesamtheitlich gedachte Raumerlebnisse.

Visualisierung der Sonderpräsentation "The Living Light": Änderungen vorbehalten. Die Darstellungen spiegeln den aktuellen Planungsstand wider.

Inhaltlich veranschaulicht "The Living Light", wie umfassend Licht uns beeinflusst – ein Thema, das in Forschung und Planung stetig an Bedeutung gewinnt. Wilkins betont: "Mit 'The Living Light' möchten wir als Lichtvision Team zeigen, wie ganzheitlich Licht auf uns wirkt – biologisch, emotional und sozial. Licht begleitet uns nicht nur, es formt uns." Gerade im Umfeld der Light + Building, die Zukunftsthemen wie User-Centered Design und intelligente Gebäudetechnik in den Fokus rückt, erhält diese Perspektive besondere Bedeutung. Die Installation wird zu einem Resonanzraum, der wissenschaftliche, technologische und gestalterische Aspekte der Lichtwirkung zusammenführt. Zudem thematisiert diese eine Herausforderung, die in der Branche bislang oft unterschätzt wird: die mangelnde Integration lichtbiologischer Erkenntnisse in holistische Entwurfsprozesse. Carla Wilkins formuliert dies deutlich: "Wir nutzen die Gesundheitswirkung von Licht noch viel zu wenig. Ein wirklich holistisches Human-Centered Design denkt Licht immer auch als Teil unseres körperlichen und seelischen Wohlbefindens."

Die Light + Building bietet den idealen Rahmen, um diese Diskussion weiter voranzutreiben und zukünftige Standards zu entwickeln. "The Living Light" soll so zu einem vielschichtigen Bindeglied zwischen Gestaltung, Forschung und technologischer Innovation werden.

"The Living Light – where Design and Technology Shape the Future"
Halle 3.1

8. bis 13. März 2026

Experience the Spirit of Light + Building