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von 571 Forward End
35 Grad in Wien
14. November 2013
Gleich ein ganzer Campus mit 100.000 Quadratmetern Nutzfläche entstand in Wien. Die 30 Jahre alten Gebäude der Wirtschaftsuniversität litten unter zahlreichen Bauschäden und wachsenden Studentenzahlen, die ursprünglich geplante Kapazitäten weit übertrafen. Für den neuen Campus wurde 2008 ein internationaler Wettbewerb ausgelobt. Den Auftrag für das zentrale Gebäude, das „Library and Learning Center“ erhielt Zaha Hadid. Mittlerweile ist dieses wohl spektakulärste Haus auf dem Campus fertig gestellt und verblüfft mit einer Fassade, die um 35 Grad geneigt ist.

Die dynamisch geschwungenen Formen, die Schrägen und der weit auskragende Bibliothekstrakt stellten besonders kniffelige Anforderungen an Statik, Konstruktion und Baumaterialien. So wurde für die Fassade Glasfaserbeton von Rieder gewählt – in einer hellen Ausführung für den nichtöffentlichen Trakt und fast schwarz durchgefärbt für den 16 Meter über den Sockel herauskragenden Südteil. Die nur 13 Millimeter dünnen fibreC Paneele von Rieder mussten teilweise von Kränen oder abgehängten Gerüsten aus montiert werden, wobei die Leichtigkeit des Materials bei der Anbringung auf der verdeckten Verankerung hilfreich war. fibreC Platten kamen unter anderem in den großformatigen Standardformaten zum Einsatz.

Diese Großflächigkeit der Tafeln und der geringe Fugenanteil lassen die Fassade geschlossen und massiv wirken. Aber natürlich waren für einen Bau dieser Klasse auch etliche Sonderformate erforderlich. Gerade die Übergänge von horizontalen zu geneigten Flächen und die dynamisch wirkenden, lamellenartigen Brüstungsbänder beim weißen Gebäudeteil wurden in Absprache mit den Architekten als fibreC Fins produziert. So entstanden zahlreiche fibreC 3D-Elemente mit Radien bis zu 15 oder 20 Meter. Jenseits des rechten Winkels forderte der Entwurf viel kniffelige Detailarbeit bei den Architekten, Ingenieuren und den Spezialisten von Rieder. Die dynamisch wirkenden Formen, die sich an den Bewegungslinien des Campus orientieren, machen das Gebäude zum Hingucker, nicht nur auf dem Campus in Wien.
Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Das ist die wohl spektakulärste Ansicht des „Learning and Library Centers“ von Zaha Hadid. Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Das Atrium des Learning Centers dient auch als großzügige, mehrgeschossige Aula. Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Schräge, abgerundete und hängende Platten aus FibreC mussten bei diesem Projekt montiert werden. Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Die Fuge zwischen den beiden Baukörpern beleuchtet das darunter liegende Atrium. Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Die gesamte Fassade des Gebäudes ist um 35 Grad geneigt, zusätzlich ragt der dunkle Trakt mit der Bibliothek und den Lerneinrichtungen um 16 Meter darüber hinaus. Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Die Fassade wurde mit Faserbetonplatten – FibreC von Rieder – realisiert. Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Alles andere als Standard, neben den Großtafeln aus FibreC kamen viele Sonderformate zum Einsatz. Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Schmale Lamellen aus Betonfaser betonen die schräge, dynamisch wirkende Form der Baukörper. Foto: © Rieder | Rasmus Norlander
Systeme
Rieder: fibreC, Pandion Vista, Elfenbein @ Stylepark
Rieder
fibreC, Pandion Vista, Elfenbein
Rieder: fibreC, Kopernikus Wissenschaftszentrum, Rottöne @ Stylepark
Rieder
fibreC, Kopernikus Wissenschaftszentrum, Rottöne
Rieder: fibreC Interior, Wendeltreppe, Elfenbein @ Stylepark
Rieder
fibreC Interior, Wendeltreppe, Elfenbein
Rieder: fibreC, Hospital, Sant Juan de Reus, Elfenbein @ Stylepark
Rieder
fibreC, Hospital, Sant Juan de Reus, Elfenbein
Rieder: fibreC, Soccer City Stadium Afrikanische Farben @ Stylepark
Rieder
fibreC, Soccer City Stadium Afrikanische Farben
Rieder: fibreC 3D, Lontoonkatu, runde Perforierung @ Stylepark
Rieder
fibreC 3D, Lontoonkatu, runde Perforierung
Rieder: fibreC Fassadenbekleidung, Spezial @ Stylepark
Rieder
fibreC Fassadenbekleidung, Spezial
Rieder: öko skin, Bürogebäude Glaskontor, Gießen, Liquide Black @ Stylepark
Rieder
öko skin, Bürogebäude Glaskontor, Gießen, Liquide Black
Architektur › 2013 › November
35 Grad in Wien
14. November 2013
Gleich ein ganzer Campus mit 100.000 Quadratmetern Nutzfläche entstand in Wien. Die 30 Jahre alten Gebäude der Wirtschaftsuniversität litten unter zahlreichen Bauschäden und wachsenden Studentenzahlen, die ursprünglich geplante Kapazitäten weit übertrafen. Für den neuen Campus wurde 2008 ein internationaler Wettbewerb ausgelobt. Den Auftrag für das zentrale Gebäude, das „Library and Learning Center“ erhielt Zaha Hadid. Mittlerweile ist dieses wohl spektakulärste Haus auf dem Campus fertig gestellt und verblüfft mit einer Fassade, die um 35 Grad geneigt ist.

Die dynamisch geschwungenen Formen, die Schrägen und der weit auskragende Bibliothekstrakt stellten besonders kniffelige Anforderungen an Statik, Konstruktion und Baumaterialien. So wurde für die Fassade Glasfaserbeton von Rieder gewählt – in einer hellen Ausführung für den nichtöffentlichen Trakt und fast schwarz durchgefärbt für den 16 Meter über den Sockel herauskragenden Südteil. Die nur 13 Millimeter dünnen fibreC Paneele von Rieder mussten teilweise von Kränen oder abgehängten Gerüsten aus montiert werden, wobei die Leichtigkeit des Materials bei der Anbringung auf der verdeckten Verankerung hilfreich war. fibreC Platten kamen unter anderem in den großformatigen Standardformaten zum Einsatz.

Diese Großflächigkeit der Tafeln und der geringe Fugenanteil lassen die Fassade geschlossen und massiv wirken. Aber natürlich waren für einen Bau dieser Klasse auch etliche Sonderformate erforderlich. Gerade die Übergänge von horizontalen zu geneigten Flächen und die dynamisch wirkenden, lamellenartigen Brüstungsbänder beim weißen Gebäudeteil wurden in Absprache mit den Architekten als fibreC Fins produziert. So entstanden zahlreiche fibreC 3D-Elemente mit Radien bis zu 15 oder 20 Meter. Jenseits des rechten Winkels forderte der Entwurf viel kniffelige Detailarbeit bei den Architekten, Ingenieuren und den Spezialisten von Rieder. Die dynamisch wirkenden Formen, die sich an den Bewegungslinien des Campus orientieren, machen das Gebäude zum Hingucker, nicht nur auf dem Campus in Wien.