Mensch bleiben
Anna Moldenhauer: Was hat dich an den diesjährigen "3daysofdesign" überrascht?
Signe Byrdal Terenziani: Was mich während des Festivals immer wieder überrascht, ist das starke Bedürfnis der Menschen, miteinander in Kontakt zu treten. Sie lassen sich nicht nur von der Produktauswahl inspirieren; es entstehen Freundschaften, Inspiration und Ideen. Dieser menschliche Aspekt bereitet mir jedes Jahr aufs Neue Freude. Ich hätte zum Beispiel nicht erwartet, dass unser Konzept "3daysofdesign Dinner" so gut ankommen würde. Wir haben acht verschiedene Orte mit langen Tischen ausgestattet, und die Veranstaltungen waren praktisch ausverkauft. Das zeigt, dass die Menschen wirklich miteinander in Kontakt treten wollen. Ich bin davon überzeugt, dass das Geschäftsmodell jeder Branche die Schaffung von Räumen beinhalten sollte, in denen Menschen Ideen und Erfahrungen austauschen können. Am Ende der Abendessen tauschten viele Teilnehmenden Visitenkarten aus und diskutierten über mögliche gemeinsame Projekte wie Wege, sich gegenseitig zu unterstützen. Mit den 3daysofdesign wollen wir keine Veranstaltungen nur um ihrer selbst willen organisieren, wir möchten Möglichkeiten schaffen. Bei anderen Formaten habe ich bisweilen den Eindruck, dass diese in erster Linie immer größer und spektakulärer geworden sind um Aufmerksamkeit zu erregen und in den Augen der Presse als wichtiges Event zu gelten.
Kannst du ein Gegenbeispiel nennen?
Signe Byrdal Terenziani: Für unser Festival in diesem Sommer schuf die Kuratorin Josephine Yaa Akuamoa in der ortsspezifischen Installation "Confluentia Colorum", die von File Under Pop in der Marmorkirche in Kopenhagen präsentiert wurde, eine immersive Umgebung. In dieser konnte Farbe durch Kunst, Handwerk, Duft und Klang gesehen, gefühlt und gehört werden. Der "Wow"-Effekt muss nicht unbedingt durch Größe entstehen. Was mir daran besonders gefallen hat, war die Botschaft der Vielfalt und Inklusion. Die BesucherInnen konnten die Vielfalt der Farben dieser Welt erleben, denn keine Farbe ist richtig oder falsch. Ich halte es im Designprozess für wichtig, zunächst den menschlichen Aspekt zu berücksichtigen und uns zu fragen: "Was brauchen wir?" Wenn die Antwort lautet: "Wir brauchen einen Stuhl", sollten wir uns anschließend überlegen, was einen guten Stuhl ausmacht. Was macht ihn bequem? Wie fühlt es sich an, darauf zu sitzen? Das ist etwas anderes als zu sagen: "Kauf fünf zum Preis von drei." Für mich geht es daher mehr um Verbundenheit und Authentizität als um bestimmte Produkte.
3daysofdesign wächst stetig; in diesem Jahr besuchten rund 125.000 BesucherInnen 572 Ausstellungen. Du hast einmal gesagt: "Wenn die Leute irgendwann einmal um den ganzen Block herum Schlange stehen, dann müssen wir etwas ändern." Trotz des umfangreichen Programms herrscht meist eine entspannte Atmosphäre. Vor den Veranstaltungsorten gibt es keine endlosen Warteschlangen. Wie schafft ihr das?
Signe Byrdal Terenziani: Genau aus diesem Grund verteilen wir die Veranstaltungen über die ganze Stadt. Es gibt Höhepunkte auch außerhalb des Stadtzentrums, und auf dem Weg dorthin kann man die Stadt erkunden – zum Beispiel mit dem Fahrrad. Kopenhagen ist unsere Bühne. Und wir haben das Glück, auf einer wunderbaren Bühne aufzutreten, auf der sich die Gäste frei bewegen können.
Soweit mir bekannt ist, wird das Festival hauptsächlich durch die Teilnahmegebühren der Aussteller finanziert, während die Stadt Kopenhagen keine finanzielle Unterstützung leistet. Ist das immer noch der Fall?
Signe Byrdal Terenziani: Die Stadt und die Behörden hier schätzen "3daysofdesign" sehr. Das Festival bringt Hotels, Restaurants, Geschäften und vielen anderen lokalen Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Wir haben bewiesen, dass wir uns als Festival eigenständig tragen können. Was wir uns jedoch wünschen, ist eine Unterstützung für konzeptionelle Ausstellungen oder die Förderung neuer Namen im Designbereich. Unser Geschäftsmodell basiert auf den Beiträgen der Aussteller. Wir nutzen dieses Budget, um deren Angebote zu präsentieren und BesucherInnen zu ihnen zu bringen. Es stattdessen für andere Projekte zu verwenden, würde unserem Engagement gegenüber den Ausstellern zuwiderlaufen. Deshalb wäre externe Unterstützung tatsächlich hilfreich. Ich wurde sogar eingeladen, anderen Festivalleitungen zu erklären, warum wir erfolgreich sind und wie sie etwas Ähnliches auf die Beine stellen könnten. Glücklicherweise unterstützen uns eine Reihe internationaler Marken und helfen beispielsweise bei der Finanzierung unseres Symposiums oder des Design-Botschafter-Programms. Das ermöglicht es uns, aufstrebende Talente nach Kopenhagen einzuladen, ihnen einen Blick hinter die Kulissen der Branche zu gewähren und von denen zu lernen, die ihnen den Weg bereits geebnet haben.
Wie bewältigst du das stetige Wachstum des Programms?
Signe Byrdal Terenziani: Du kennst mich schon seit vielen Jahren. Am Anfang habe ich praktisch alles selbst gemacht und mich um jedes noch so kleine Detail gekümmert. Heutzutage habe ich dafür einfach keine Zeit mehr. Manchmal vermisse ich es zwar, mit der Presse im Kleinbus herumzufahren, aber man kann nicht alles auf einmal erfüllen. Deshalb habe ich die Struktur angepasst und ein Team von fast zwanzig Leuten zusammengestellt. Unsere MitgliederInnen und Aussteller sind zufrieden, weil sie im Vergleich zu anderen Designfestivals relativ wenig bezahlen. Natürlich gibt es immer noch unzählige Dinge, die ich gerne umsetzen würde. Wenn mir jemand eine Million Euro geben würde, hätte ich schon jede Menge Ideen, die ich sofort umsetzen könnte.
Derzeit entstehen in ganz Europa zahlreiche neue Designveranstaltungen, die jeweils Verbindungen zur lokalen Kreativszene knüpfen. Wie blickst du auf diesen Trend?
Signe Byrdal Terenziani: Wir leben in einer Welt voller kreativer Menschen, und diese Kreativität sollten wir feiern. Anstatt zu sagen: "Du kannst kein Festival organisieren, weil wir diesen Zeitrahmen oder diese Zielgruppe für uns beanspruchen", sollten wir gemeinsam herausfinden, wie Design das Leben der Menschen bereichern kann. Gleichzeitig müssen wir über Verantwortung sprechen. Wir werden nie aufhören, neue Dinge zu entwickeln und herzustellen. Aber wie können wir das tun, ohne unserem Planeten zu schaden? Das ist eine globale Herausforderung. Ich war gerade in Istanbul und in Italien. Danach reise ich nach Japan. Es ist wunderbar, lokale Initiativen kennenzulernen und zu sehen, welche Ideen entstehen. Vielleicht entdecke ich in Japan eine spannende Holzbearbeitungstechnik, die ich dann mit nach Kopenhagen bringen kann. So entstehen Inspiration und kultureller Austausch. Ich halte es jedoch für problematisch, wenn man ein Festival ausschließlich ins Leben ruft, um Geld zu verdienen oder so schnell wie möglich zu wachsen. Im Gegensatz dazu arbeitet 3daysofdesign als gemeinnützige Organisation. Viele Menschen glauben, wir würden riesige Gewinne erzielen, doch tatsächlich investieren wir die Einnahmen wieder in das Festival. Festivals sollten mit dem Ziel ins Leben gerufen werden, einen Beitrag zu leisten.
Ein Zitat von dir ist: "Es ist wichtig, dass die Designbranche innehält und über sich selbst und ihre Rolle in der Welt nachdenkt." Hast du den Eindruck, dass dies bereits in ausreichendem Maße geschieht?
Signe Byrdal Terenziani: Wir können uns immer verbessern, nicht nur in unserer Branche, sondern überall. Wir sollten nie aufhören, nachzudenken. Leider leben wir in einer Zeit, in der Menschen oft aus Angst handeln. Selbst intelligente Menschen treffen Entscheidungen auf der Grundlage von Unsicherheit. Anstatt auf ihr Wissen zu vertrauen, lassen sie sich von Emotionen wie Sorgen leiten. Das sieht man auch in der Wirtschaft. Ein Hersteller weiß vielleicht, dass ein bestimmter Werkstoff umweltschädlich ist. Dennoch verwendet er ihn weiterhin, weil er finanzielle Einbußen befürchtet. Vielleicht sollte dieser Hersteller einen Moment innehalten und darüber nachdenken, weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Produkte herzustellen. Dieser Ansatz könnte denselben Gewinn einbringen. Wir sollten die Option in Betracht ziehen.
Du siehst Design als Katalysator für positive Veränderungen. Ein Blick auf deinen Lebenslauf zeigt deine Fachkenntnisse im Bereich "Positive Output Management" – deine Familie war in der Hotellerie tätig, du hast einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaftslehre von der privaten Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi und verfügst über umfangreiche Erfahrung im Marketing für internationale Unternehmen. Was braucht es, um Menschen zu inspirieren?
Signe Byrdal Terenziani: Zuhören. Das ist die wichtigste Voraussetzung. Wenn man wirklich zuhört, erkennt man die Bedürfnisse anderer Menschen und kann besser verstehen, wie sie die Welt sehen. Vielleicht stehen sie vor Herausforderungen, die ich selbst noch nie erlebt habe. Inspiration entspringt der Neugier. Sie entsteht, wenn man etwas entdeckt, das man zuvor noch nicht wusste. Die starken Emotionen, die Kunst hervorrufen kann, sind ein gutes Beispiel dafür. Selbst in der Ablehnung eines Kunstwerks liegt die Gelegenheit, darüber nachzudenken, warum man so empfindet. Warum fühlt man sich provoziert? Warum berührt es einen? Darin liegt die wahre Kraft der Inspiration.
Mit "3daysofdesign" hast du eine Community geschaffen. Gleichzeitig bietest du mit dem Format eine Plattform für eine neue Sichtweise, was skandinavisches Design sein kann. Welche wichtigen Erkenntnisse über die Designbranche hast du dadurch gewonnen?
Signe Byrdal Terenziani: Die Bedeutung des Teilens. Als wir anfingen, fiel es vielen Unternehmen schwer, bei Projekten oder Pressereisen zusammenzuarbeiten. Auch Veranstaltungen wurden meist ausschließlich für eine kleine Gruppe von Gästen organisiert. Deshalb glaube ich, dass wir nicht nur eine Gemeinschaft aufgebaut, sondern auch das Verständnis dafür gefördert haben, dass Teilen wertvoll ist. Teilen bedeutet Fürsorge. Es bringt auch Vorteile für einen selbst mit sich. Wenn man Teil einer Gemeinschaft ist und von der eigenen Arbeit überzeugt ist, sollte man sich keine Sorgen machen, wenn BesucherInnen auch Interesse an der Ausstellung nebenan zeigen. Es geht darum, offen und transparent zu sein und sich nicht in seiner eigenen kleinen Welt zu verschließen. Das habe ich gelernt, als ich Geschäftsführerin von Designunternehmen an einen Tisch gebracht habe. Ich sagte ihnen: "Ihr müsst miteinander reden. Ich lade Leute ein, die euch alle besuchen werden. Wenn ihr euch gegenseitig kritisiert und schlecht über einander redet, wird das nicht funktionieren." Wenn ihr heute das Festival besucht, werdet ihr hoffentlich diese unterstützende Atmosphäre selbst erleben. Unternehmen empfehlen ihren Gästen sogar die Ausstellungen anderer Marken oder Kreativer, von deren Arbeit sie begeistert sind. Dass wir bei 3daysofdesign einen solchen Gemeinschaftsgeist haben, liegt auch daran, dass wir gemeinsam etwas aufgebaut haben.
Über die Kommunikation hat sich ein echtes Gemeinschaftsgefühl entwickelt.
Signe Byrdal Terenziani: Vielleicht habe ich gelernt, dass eins plus eins auch drei ergeben kann. Wenn Menschen bereit sind, ihr Wissen zu teilen, zusammenzuarbeiten, einander zuzuhören und sich gegenseitig zu unterstützen, können sie Großes erreichen.
Du beschreibst 3daysofdesign als ein "inklusives und zugleich exklusives Festival". Auf den ersten Blick klingt das wie ein Widerspruch. Wenn man jedoch am Programm teilnimmt, hat man genau diesen Eindruck: Es gibt kaum sichtbare Barrieren, Gespräche finden auf Augenhöhe statt und das Networking gelingt ganz mühelos. Das Tempo ist dynamisch, die Atmosphäre entspannt. Wie schaffst du es mit deinem Team, jedes Jahr eine so vielfältige Plattform zu bieten, die authentisch und positiv ist?
Signe Byrdal Terenziani: Man kann das Verhalten der Menschen nicht steuern, aber man kann Orte schaffen, an denen sie sich wohl und sicher fühlen. Manchmal tragen wir zum Abendessen High Heels, manchmal Turnschuhe. Als Unternehmen ermutigen wir die Menschen, offen und ehrlich zu sein. Wenn zum Beispiel ein Problem auftritt, sagen wir: "Es tut uns leid, wir kümmern uns darum. In der Zwischenzeit laden wir dich auf einen Kaffee ein." Das ist menschlicher. Und es schafft Vertrauen.
Es geht nicht nur um Funktionen und Rollen. Es geht um echte Begegnungen.
Signe Byrdal Terenziani: Wenn jeder dem anderen mit guten Absichten begegnet, neigen die Menschen weniger dazu, andere zu beurteilen. Vielleicht entsteht dadurch das Gefühl: "Ich darf so sein, wie ich bin." Niemand muss Angst davor haben, beurteilt zu werden. Ich glaube, das trägt wesentlich zur Atmosphäre des Festivals bei. Wenn wir von Exklusivität sprechen, meinen wir etwas anderes.
Was genau?
Signe Byrdal Terenziani: Wir haben durchaus Kriterien dafür, wer auf unserem Festival ausstellen darf, die in erster Linie auf Werten basieren. Wenn Unternehmen Produkte kopieren, ist das keine respektvolle Art, mit den Menschen umzugehen, die diese Ideen ursprünglich entwickelt haben. Deshalb können sogar große Marken abgelehnt werden. Der Respekt vor geistiger Arbeit ist uns wichtig. Ein weiterer Punkt ist unser demokratisch strukturiertes Preismodell. Aufstrebende Talente und kleine Start-ups zahlen weniger, denn als inklusive Organisation möchten wir Möglichkeiten schaffen, um sowohl Nachwuchstalente wie etablierte Marken zu unterstützen. Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle. Und Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, umweltfreundlich zu sein. Es geht auch um eine nachhaltige Denkweise und ein verantwortungsbewusstes Geschäftsmodell. Wenn jemand diesen grundlegenden Ansatz nicht teilt, behalten wir uns das Recht vor zu sagen: "Es tut uns leid, aber wir können Sie nicht vertreten."
Wie soll mit Formaten von außerhalb der Branche umgegangen werden, deren Anbieter versuchen, vom Erfolg der Plattform zu profitieren?
Signe Byrdal Terenziani: Es gibt zwei Möglichkeiten, mit solchen Situationen umzugehen. Man kann entweder die Stimme erheben und sagen: Das sind unsere Regeln. Das ist unser Raum. Das darfst du nicht tun. Das ist jedoch nicht unser Stil. Wir lieben die Kreativbranche. Wir lassen uns gerne von Mode, Gastronomie, Musik und anderen kreativen Bereichen inspirieren. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass unser Festival weiterhin den Schwerpunkt auf Möbel, Beleuchtung und Innenarchitektur legt. Wir haben bewusst ein Designfestival geschaffen, das diesen Querschnitt des Designs abdeckt. Das ist Teil dessen, was uns sowohl inklusiv als auch exklusiv macht. Unsere Marke steht für einen bestimmten Sektor. Wenn andere Veranstaltungen außerhalb unseres Festivals organisieren möchten, sollten sie dafür nicht unseren Namen verwenden oder sich als Teil von "3daysofdesign" bewerben. Es geht um gegenseitigen Respekt und integres Handeln. Darum, nicht von der Aufmerksamkeit der Medien und der Gäste zu profitieren, die wir über viele Jahre hinweg gewonnen haben. Darum, unsere Reichweite nicht auszunutzen, ohne Teil unserer Community zu sein. Wir könnten natürlich gegen Organisationen vorgehen, die unseren Namen missbrauchen. Wir hoffen aber, dass unsere Gäste klug genug sind, den Unterschied zu erkennen zwischen unserem Markenwert und der organischen, globalen Anhängerschaft, die wir über ein Jahrzehnt hinweg aufgebaut haben, einerseits und Außenstehenden andererseits, die versuchen, unseren Erfolg für sich zu nutzen.
Neben deiner Tätigkeit bei 3daysofdesign warst du auch eine Zeit lang als Life-Coach tätig.
Signe Byrdal Terenziani: Heutzutage finde ich dafür kaum noch Zeit.
Du unterstützt Menschen, schaffst Räume, in denen Menschen zusammenkommen können, und investierst generell viel Energie und Zeit in andere. Woher nimmst du die Kraft dafür?
Signe Byrdal Terenziani: Mich inspirieren zum Beispiel Gespräche wie dieses. Inspiration bringt neue Inspiration hervor. Es ist ein wechselseitiger Prozess. Ich habe kürzlich etwas Interessantes gelesen: Menschen sind von Natur aus soziale Wesen. In einer Gemeinschaft hat man bessere Überlebenschancen. Wenn man auf sich allein gestellt ist, schüttet der Körper mehr Stresshormone aus. Man fragt sich ständig: "Wie soll ich das alles alleine schaffen?", "Wie soll ich diese Aufgabe bewältigen?" und "Ich muss die ganze Last alleine tragen". Das kann zu Einsamkeit und Druck führen. Wenn man sich jedoch als Teil einer Gemeinschaft fühlt und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet, entstehen positive Emotionen. Man empfindet mehr Freude und ein stärkeres Gefühl der Verbundenheit und hat mehr Energie. Ich fühle mich stark, wenn ich sehe, dass unsere Arbeit andere glücklich macht. Wenn ich zum Beispiel jemanden zum Lächeln bringe oder wenn Menschen zueinanderfinden. Während der 3daysofdesign bin ich unglaublich gestresst. Aber gleichzeitig bin ich auch unglaublich glücklich. Ich treffe viele Menschen, die mir wichtig sind. Ich freue mich, zu sehen, dass auch sie glücklich sind.
Wie eine Art Energieaustausch?
Signe Byrdal Terenziani: Genau! Das ist das richtige Wort.
Was hat dich in letzter Zeit inspiriert, das uns vielleicht einen Vorgeschmack auf die 3daysofdesign 2027 geben könnte?
Signe Byrdal Terenziani: Wir arbeiten bereits daran, aber das konkrete Thema kann ich noch nicht verraten. Wir werden weiterhin themenbezogene Festivalkonzepte verfolgen, wie zum Beispiel "Make This Moment Matter", "Keep it Real" und "Dare to Dream". Auf der Grundlage dieser Themen entwickeln wir Ausstellungen und Kooperationsprojekte. Das Ziel ist es, nicht nur schöne Objekte zu präsentieren, sondern die Menschen auch dazu anzuregen, über ihr Handeln und ihre Rolle nachzudenken – sei es als Hersteller, Käufer oder Endverbraucher. Das ist die Richtung, in die wir uns weiterentwickeln möchten. Es ist wichtig, dass 3daysofdesign Tiefe hat. Dass wir die Menschen über das Design selbst hinaus inspirieren.
Die 14. Ausgabe der 3daysofdesign findet vom 9. bis 11. Juni 2027 statt.











