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Foto: Anna Moldenhauer © Stylepark

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Das skandinavische Designlabel Frama überzeugt vom Einzelprodukt bis zur Raumgestaltung mit minimalistischen Konzepten.
von Anna Moldenhauer | 02.07.2018

Einfache, klare Lösungen, die ohne Marketingtricks auskommen – mit diesem Anspruch präsentiert sich das skandinavische Designlabel Frama. Wer das Studio Apartment in Kopenhagen von Niels Strøyer Christophersen, einem der Gründer von Frama, betritt, weiß sofort was damit gemeint ist. Viel Licht, natürliche Materialien, klare Linien. Das von Strøyer Christophersen mit Sorgfalt ausgewählte Interieur ist auf das Wesentliche reduziert – in Anzahl und Form, wie der geometrische "Triangolo Chair" aus Metall, dessen Design vom Architekten Per Holland Bastrup stammt. Statt die Innenarchitektur dem Charakter eines Showrooms anzupassen, fügen sich die ausgewählten Produkte, vom Möbel bis zum Parfüm, wie selbstverständlich in die klare Atmosphäre ein. Beim Gang durch die Räume stellt sich eine angenehme Ruhe ein, die die Hektik vor der Tür lässt. Die minimalistische Präsentation erdet augenblicklich.

Auch im Studio Store in der St. Pauls Apothek, der in Kopenhagen in der historischen Nachbarschaft von Nyboder seinen Platz gefunden hat, ist das Konzept klar zu spüren: Der Bau aus dem Jahr 1878 wurde originalgetreu restauriert, die ornamentgeschmückte Holzverkleidung der Einrichtung blieb erhalten. Der rote Faden ist bei allen Projekten von Frama sichtbar, unabhängig davon ob diese in Kopenhagen, Hamburg, Stockholm, Oslo oder New York City ihren Platz haben. Wände und Böden der Räume wirken bewusst unfertig, fast roh. Material und Struktur der Gebäude bieten freigelegt so spannende Einblicke und einen sanften Kontrast. Die Verbindung von klassischen Elementen und zeitgenössischem Anspruch wirkt nicht künstlich gewollt und gewähren so einen niederschwelligen Zugang zu dem Portfolio von Frama – sei es Produkt, Studio Store oder Raumkonzept.