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© Toon Grobet

Arbeiten mit Heiligenschein

Das belgische Architekturbüro Klaarchitectuur hat eine ehemalige Kapelle zu ihrem Büro umgebaut.
29.12.2017

Es ist tatsächlich kein leichtes Unterfangen, eine neue Nutzung für profanierte Kirchen zu finden: Auflagen des Denkmalschutzes, Akustik und räumliche wie bauphysikalische Herausforderungen machen einen Umbau zum architektonischen Rubik's Cube. Die Lösung, die das belgische Architekturbüro Klaarchitectuur für den Umbau einer ehemaligen Kirche in Sint-Truiden gefunden hat, ist einfach wie beispielhaft. 

Die Architekten beließen den Kirchenraum in seiner ursprünglichen Gestalt, allein Bänke, Altäre und andere Einrichtungsgegenstände wurden entfernt. Dem "leeren" Raum fügten sie einen Einbau bestehend aus vier aufeinandergestapelten weißen Boxen ein. In diesen Boxen ist Platz für Besprechungs- und Büroräume – mit einem Klima, einer Beleuchtung und einer Akustik, die für das Arbeiten geeigneter ist als ein nackter Kirchenraum. Eine skulpturale Treppe aus schwarzem Stahl verbindet die einzelnen Ebenen miteinander.
 
Die verbleibende Fläche des Kirchenschiffes und der ehemalige Altarraum dienen dem Büro als "kreativer Freiraum": Dort wo einst der Altar stand wurde der Küchenblock platziert, ein großer Tisch und reichlich Platz vor Bürokuben eignen sich bestens für Veranstaltungen. (as)

© Valerie Clarysse
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