NACHHALTIGKEIT
Modulare Möbel
Das Wiener Designstudio ante up erweitert sein Portfolio um die Möbelmarke up the system. Die Produkt- und Möbeldesigner Benedikt Stonawski und Hauke Unterburg übertragen in diesem Zuge ihre gestalterische Haltung auf die gleichnamige Kollektion, die funktionale Klarheit, präzise Konstruktion und einen bewussten Umgang mit Ressourcen verbindet. Gefertigt werden die Möbel in Österreich in Zusammenarbeit mit regionalen Produktionspartnern.
Die Idee basiert auf dem Wunsch nach einem offenen System, mit dem flexibel auf die Veränderungen im Alltag reagiert werden kann. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Möbel häufig ausgetauscht werden, obwohl sie technisch weiterhin einwandfrei sind. Neue Wohnsituationen, veränderte Bedürfnisse oder andere räumliche Voraussetzungen erfordern oft neue Lösungen. ante up hat für diesen Bedarf ein modulares System aus Elementen entwickelt, die kombiniert, umgebaut und erweitert werden können. Basis sind eine Reihe an Bauteilen, aus denen Regale, Konsolen, Garderoben sowie Beistell- und Couchtische in unterschiedlichen Konfigurationen entstehen können. Das jeweilige Möbelstück ist somit wandelbar und Teil eines flexiblen Systems, das über viele Jahre hinweg verschiedene Anforderungen entsprechen kann. Die Grundlage der Marke ist die Überzeugung, dass Beständigkeit aus Anpassungsfähigkeit entsteht.
Diese Überzeugung prägt auch die Gestaltung: Die Kollektion greift die konstruktive Logik industrieller Schwerlastregale auf und überführt sie in den Wohnbereich. Sichtbare Verbindungen, präzise Lochraster und klar definierte Stahlprofile stellen die Konstruktion in den Mittelpunkt. Technische Details bleiben bewusst ablesbar und verleihen den Möbeln einen sachlichen, fast architektonischen Ausdruck.
Die Offenheit des Aufbaus setzt sich in den Möglichkeiten zur Erweiterung fort: Zusätzliche Flächen können mit Holzplatten, recycelten Werkstoffen oder vorhandenen Materialien ergänzt werden. Individuelle Anpassungen an unterschiedliche Räume, Projekte und Nutzungen sind so bereits in der Grundstruktur angelegt. Der Einsatz vorhandener Materialien unterstützt zudem den Anspruch, Ressourcen möglichst lange im Kreislauf zu halten. Dafür ist die Form auf das Wesentliche reduziert und wird aus pulverbeschichtetem Stahl wie Edelstahlkomponenten gefertigt.








