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STYLEPARK x AXOR

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Orgel der Wassergefühle

„Ein Projekt hat verschiedene Stadien“, erklärt Susanne Brandherm zuversichtlich. Gemeinsam mit Sabine Krumrey betreibt sie das auf Innenarchitektur spezialisierte Büro b-k-i mit Standorten in Hamburg und Köln. Ihr Entwurf „ReAct“ war als Messestand für Axor gedacht und ist zu einem vorläufigen Ende gekommen, da der vorgegebene Aufwand und die knapp bemessene Zeit für Entwicklung und Umsetzung für die ursprünglich vorgesehene Präsentation nicht ausreichten. Doch gibt es Potential für eine Realisierung in verändertem Kontext. Im März vergangenen Jahres ging „ReAct“ beim dreistufigen Wettbewerb von Stylepark und Axor, dem „Axor Inspiration Project“ als Sieger hervor. Aus 40 eingereichten Projekten von Architekten-, Designer- und Innenarchitekten-Teams wählte eine fünfköpfige Jury „ReAct“ aus. Gefragt waren Entwürfe zum Thema „Wasser im Raum“, die sich an den Leitfragen „Was macht das Wasser mit dem Raum, was der Raum mit dem Wasser?“ orientieren sollten.

Begeistert war die Jury von der Idee, eine per Sensor gesteuerte Kombination von verschiedenen Wasserszenarien inmitten eines Messestandes zu realisieren – denn das Projekt ist als multisensorische Erfahrung mit spielerischem Charakter konzipiert. Aus deckenmontierten Röhren mit unterschiedlichen Längen und Durchmessern, mal mit reflektierender, mal mit matter, metallischer Oberfläche sollte das Wasser strömen, fallen und fließen. Verdeckt angebrachte Axor-Brausen und „Rainshower“-Elemente sollten unterschiedlich temperierte Wechselbäder von warm bis kalt ermöglichen. Dirigieren wollte man die interaktive Wasserlandschaft entweder mittels Vorprogrammierung, etwa über ein externes Steuerelement wie „Axor One“, entworfen vom Designer-Duo Edward Barber und Jay Osgerby oder – so die ursprüngliche Idee – mittels Sensoren, die den Wasserschwall jeweils auslösen, sobald sich eine Person unter der entsprechenden Röhre befindet. Zudem wäre denkbar, bestimmte Zonen am Boden oder das Design der Röhren als Code für Wärmegrade und Schwallarten festzulegen. Nicht zuletzt könnte eine entsprechend große Fläche zur gemeinsamen Dusch-Begehungen anregen.

Das Projekt ist ein Beitrag, der die Themen Gesundheit, Entspannung, Emotion und Digitalisierung im Bad auf eine überraschende und kreative Art verbindet. „Uns war klar, wenn wir es zeigen, dann muss die Erlebnisdimension deutlich werden“, sagt Susanne Brandherm. Was sich für die Präsentation im Messekontext als womöglich zu ambitioniert erwies, könnte also durchaus eine Zukunft haben: Als Installation in einem anspruchsvollen Privatbad ist „ReAct“ ebenso denkbar, wie im großzügigen Spa eines Luxushotels.

Alle Visualisierungen © b-k-i

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