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"Amorepacific Headquarters Seoul" von David Chipperfield Architects gewinnt in der Kategorie Internationales Projekt
Foto: Noshe
"Amorepacific Headquarters Seoul" von David Chipperfield Architects gewinnt in der Kategorie Internationales Projekt

Leuchtende Sieger

​Die Historische Stadthalle in Wuppertal bot einen stimmungsvollen Rahmen für die Verleihung des Deutschen Lichtdesign-Preises 2019.
von Daniel von Bernstorff | 17.05.2019

Festliche Orgelmusik begrüßte die gut 500 Besucher der gestrigen Award-Gala in der Historischen Stadthalle in Wuppertal. Mit diesem Auftakt wurde ein nahezu sakraler Rahmen für die jährliche Prämierung der besten Lichtprojekte- und Inszenierungen im deutschsprachigen Raum gesetzt. Und so war es auch der Domprobst von Köln Georg Bachner, der in seiner bewegenden Ansprache die Bedeutung des Lichtes für Mensch und Gesellschaft über die Jahrtausende beschrieb. 

Aus insgesamt 140 Einreichungen hatte die hochkarätig besetzte Jury 39 Projekte ins Finale gewählt. Aus den jeweils drei Nominierten in elf Kategorien wurde jeweils ein Gewinner gekürt. Nicht ganz überraschend gewann die von Westermann Kulturprojekte kuratierte Dona Nobis Pacem Installation von Detlef Hartung und Georg Trenz am Kölner Dom den Preis in der Kategorie Lichtkunst. Erstaunlich viele Kirchen, Andachtsräume und weitere sakrale Bauten waren unter den Nominierten und Gewinnern. Den Sonderpreis der Jury erhielt das österreichische büro podpod design für seine Illumination des Wiener Stephansdoms. Und die diesjährigen Lichtdesigner des Jahres, Corinna Arens und Dorette Faulhaber überzeugten die Jury unter anderem mit der Beleuchtung des Erzbischöflichen Priesterseminars in Paderborn und der Klarissenkirche in Köln. Mit insgesamt vier Auszeichnungen waren sie die großen Abräumer des Abends.

In der Kategorie Internationale Projekte gewannen die Ingenieure von Arup mit der Illumination der spektakulären Firmenzentrale von Amore Pacific (David Chipperfield Architects) in Seoul, einem der spannendsten Architekturprojekte unserer Zeit. Den Preis für die beste Nachwuchs-Lichtdesignerin ging an Sarah Textor für ihr Beleuchtungskonzept für die Limburger Kirche St. Marien. Und den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt Johannes Dinnebier, einer der ganz wichtigen Pioniere der Lichtplanung in Deutschland. So zeigte sich der Deutsche Lichtdesign-Preis 2019 in einer beeindruckenden Leistungsschau, was mit einem durchdachten und richtigen Einsatz von Licht möglich ist.